Du verwendest einen veralteteten Browser (Other 0.0) mit Sicherheitsschwachstellen und kannst nicht alle Funktionen dieser Webseite nutzen. Hier erfährst du, wie einfach du deinen Browser aktualisieren kannst.
meditative_spiele_fuer_kinder

Meditative Beschäftigungen für Kinder zu Hause

Von Anne Ziegler

Die erste Woche Spagat zwischen Homeoffice, Online-Meetings, Schule zu Hause oder Kleinkinder-Bespaßen ist geschafft! Uff! Bleiben vorerst noch vier weitere Wochen. Wir haben ein paar Ideen für dich, damit du diese Zeit gut überstehst und die Kinder sich vielleicht sogar ein paar Minuten alleine beschäftigen. Auf jeden Fall aber werden diese Aktivitäten die volle Aufmerksamkeit der Kids beanspruchen – und das kann sehr meditativ und vor allem entspannend sein. Für alle Beteiligten.

Kleine Kunstwerke

Diese Kinderkunst macht nicht nur unglaublich Spaß, sie sieht auch wirklich verdammt gut aus und kann so einen Ehrenplatz in der Wohnung finden. Damit hast du gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, denn neue Bilder bringen frischen Wind in die Bude, und den kann man schließlich immer gut gebrauchen.

1. Bitte kräftig pusten

Pustebilder sind eine kleine Pranayama-Übung für die Kids. Du brauchst dafür etwas festeres Papier oder Buntpapier, Wassermalfarbe und einen Strohhalm. Als Erstes vermischst du richtig viel Wasser mit der Wassermalfarbe und lässt davon dicke Tropfen auf das Blatt Papier fallen. Danach pustest du mit deinen Kindern durch den Strohhalm direkt in die Wasserfarbtropfen, sodass sie schön auseinander laufen. Einzelene Spuren können natürlich weiter verfolgt werden. Dazu könnt ihr auch entspannende Musik hören. Wenn die Bilder trocken sind, könnt ihr danach mit Stiften Tiere oder Figuren aus den Pustebildern zaubern, aber das nur optional.

2. Kugeln und kullern

Wenn du gerade einen Karton zu Hause hast oder einen Deckel von einem alten Schukarton, dann leg da ein Blatt Papier hinein, tropf ein paar Kleckse Fingerfarbe oder Acrylfarbe drauf, und dann kann es losgehen: Wenn du eine Murmel oder einen anderen kleinen Ball hast (ein rundlicher Stein funktioniert auch), dann leg ihn auch in den Karton direkt auf das Blatt Papier mit der Farbe. Jetzt nehmt ihr den Karton in beide Hände und murmelt den Ball auf dem Papier hin und her, immer wieder durch die Farbkleckse. So entsteht ein tolles Bild. Besonders gut sieht es aus, wenn du vorher einen Rahmen mit Malerkrepp auf dem Papier abklebst. Du musst nur vorsichtig beim Abziehen des Krepps sein – am besten funktioniert es, wenn die Farbe noch feucht ist.

3. Fingertupfen

Die ganz Kleinen kann man oft mit Fingertupfen begeistern. Du brauchst nur ein festes Blatt Papier und Fingermalfarbe. Los geht's: Fingerspitzen in die Farbe tauchen und dann immer wieder damit auf das Papier tupfen. Das macht nicht nur Spaß, es gibt auch schnell 'ne Riesensauerei. Also leg die Bude vorher mit Zeitungen oder einer Wachsdecke aus und zieh den Kindern alte Sachen an... Am besten sind gar keine Klamotten.

4. Reißen und kleben

Größere Bastelfans können mithilfe der Reißtechnik ihr eigenes Entspannungslicht basteln. Du brauchst dafür ein altes Glas oder Marmeladenglas, Transparentpapier in verschiedenen Farben und Kleister. Als Erstes reißt du das Transparentpapier in kleine Schnipsel (kein Konfetti, die Stücke sollten noch anfassbar sein). Danach bestreichst du das Glas von außen mit dem Kleister, und die Kinder können die Schnipsel an das Glas kleben. Wenn alles getrocknet ist, stellst du ein Teelicht in das Glas und hast ein wunderschön entspannendes Licht.

Mit allen Sinnen

Hören, sehen, fühlen – das alles erfodert besondere Aufmerksamkeit, fördert damit die Achtsamkeit und hilft, ein Gefühl für sich und die Umgebung zu entwickeln.

1. Hast du gehört?

Zugegeben, das hier ist etwas für Fortgeschrittene: Die Kinder sitzen oder liegen mit geschlossenen Augen im Zimmer und hören eine Zeitlang alle Geräusche, die im Raum oder außerhalb entstehen. Dafür muss es natürlich mucksmäuschenstill sein. Nach ein paar Minuten dürfen die Kinder sagen, was sie gehört haben, oder sie versuchen die Geräusche aufzumalen.

2. Wer läuft denn da?

Ihr setzt euch voreinander hin. Derjenige, der hinten sitzt, krabbelt mit den Fingern über den Rücken des Vordermanns. Ihr könnt versuchen, Tiere mit den Fingerspitzen nachzuahmen, einen hoppelnden Hase, einen springenden Frosch, eine kriechende Schlange und so weiter. Ihr könnt natürlich auch Formen, Zahlen oder Buchstaben auf den Rücken malen. Der Vordermann errät, was der Hintermann mit den Fingern auf den Rücken malt.

3. Farbdedektive

Dieses Spiel ist ideal, wenn du mal 30 Minuten Zeit für ein Online-Meeting brauchst. Am besten besorgst du dir Farbskalen aus dem Baumarkt. Jetzt drückst du jedem Kind eine Farbskala in die Hand, und wer als Erstes einen Gegenstand pro Farbe auf der Skala im Haushalt findet (oder für drei bis vier Farben), der hat gewonnen. Hört sich nach Beschäftigung an, oder? Und den Schwierigkeitsgrad hast du mit den unterschiedlichen Farbskalen in der Hand. ;)

Für Balkon oder Garten

Kinder lieben Matsch, Sand und alles, was man mit den Händen fühlen und formen kann. Wir Eltern lieben es meist nicht so sehr, weil Matsch auch immer dreckige Klamotten bedeute – aber da kann man ja mal drüber hinwegsehen.

1. Sandmatschkasten

Die Rechnung ist ganz einfach: Wer einen Sandkasten hat, stellt einfach eine Schüssel voll Wasser mit rein. Fertig! Vertrau uns, die Kinder sind stundenlang beschäftigt.

2. Matschebomben

Matschprofis können ganz einfach Matschebomben oder auch Samenbomben herstellen. Du mischst Blumenerde mir Lehm und Blumensamen, am besten nimmst du eine bienenfreundliche Mischung. Du musst alles richtig gut vermischen, dafür brauchst du etwas Kraft. Danach knetest du aus der Masse schöne handlich Bälle und lässt sie trocknen. Das nächste Mal, wenn ihr unterwegs seid, nimmst du einfach ein paar Samenbälle mit, und ihr werft sie auf Verkehrsinseln, in den Park, ins Beet bei Oma und Opa oder auf Wiesen. Vielleicht wachsen da ja bald ein paar eurer Blumen.

3. Schatzkiste

Wenn ihr das nächste Mal draußen im Garten oder beim Spazierengehen seid, dann nimmt sich jedes Kind ein Glas oder eine Schachtel mit und füllt sie mit kleinen Schätzen: Steine, Blätter, Blüten, Zweige, leeren Schneckenhäusern... was ihr so findet. So entdeckt ihr eure Umgebung ganz neu. Wenn ihr wieder zu Hause seid, könnt ihr daraus auch etwas Schönes basteln.


Ob Malen, Spielen, Basteln oder mehr – es gibt übrigens viele tolle Bücher und Blogs für DIY-Projekte mit Kindern. Sehr viel Inspiration findest du auch auf Pinterest. Einfach mal nach Regentagen mit Kindern suchen.

zurück nach oben