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Alles selbstgemacht: Wellness für daheim

Von Petra Orzech

Wellness ist ein Trend, der sich in allen Lebensbereichen widerspiegelt – die Skala reicht von Wellness-Reisen bis zu Wellness-Duschbädern. Dazu gehört auch sich zu “entstressen”, wie etwa mit Yoga – siehe Yoga gegen Burnout. Wellness, das ist alles, was Körper, Geist und Seele tröstet – für mehr Ausgeglichenheit, Zufriedenheit und Lebenslust. Wer bei dem Gedanken daran sehnsuchtsvoll seufzt, ist reif dafür, dem Stress vor den Feiertagen oder einfach mal dem Alltag zu entfliehen und neue Kräfte zu sammeln.

Also nichts wie los, hole dir deine Wohlfühl-Oase an einen Ort, der dir am nächsten liegt – dein Zuhause. Und das aus ganz praktischen Erwägungen: Wenn man sich etwas Gutes tun möchte, ist man zeitlich und finanziell nicht immer in der Lage, Spezialisten dafür aufzusuchen. Darum gibt es hier die besten Beauty-Treatments zum Selbermachen. Die folgenden effektiven Verwöhn-Tipps haben Rezeptcharakter, so dass Du mühelos und ohne viel Aufwand und Anstrengung dein Domizil zum Wellness-Tempel verwandeln kannst.

Übrigens: Hausgemachte Kosmetik begeistert nicht nur Allergiker. Inzwischen ist es vielen Menschen wichtig, was in ihrer Kosmetik drin ist. Duft- und Konservierungsstoffe braucht man hier nicht: die Zutaten riechen ohnehin gut und da man die Produkte meist gleich verbraucht, muss man sich auch keine Gedanken um die Haltbarkeit machen. Zudem kann jeder die Inhaltsstoffe an seine persönlichen Ansprüche anpassen. Wer hundertprozentige Biokosmetik möchte, verwendet eben Bio-Lebensmittel. Auch für Menschen mit kleinem Geldbeutel ist selbstgemachte Kosmetik ideal, da man vieles auch aus Resten herstellen kann – den Kaffeesatz als Kurpackung gegen Cellulite oder den letzten Schluck Tee als Spülung – Kamille für blonde, Schwarztee für dunkle Haare. Auch für Gesichtsmasken braucht man weder viel Zeit, noch ein Chemiestudium oder ausgefallene Zutaten.

Los geht‘s – mit Anwendungen in Badewanne und Dusche sowie Masken für Haut uns Haar, sogar die Cellulite muss dran glauben. Lege dir warme, flauschige Handtücher, Duftkerzen und sanfte Klänge für das wohlige häusliche Ambiente bereit. Experimentiere und such dir das Beste aus!

Feuchtigkeitsspendendes Kleoptrata-Bad

Sehr gut geeignet für die Schönheit ist Buttermilch: Um die Wirkung von Milch wusste auch schon Kleopatra, denn sie spendet wahrlich reine Feuchtigkeit. Dazu kommen auch hautberuhigende Eigenschaften, die sehr gut geeignet sind für die gereizte oder trockene Haut.

Dafür brauchst du:
1,5 Liter Buttermilch
3 EL flüssigen Honig
1 EL Olivenöl

So wird‘s gemacht:
Das alles in einem Topf erwärmen und dann in die lauwarm gefüllte Badewanne geben.
Kerzen anzünden und 15 Minuten in dem Bad entspannen.
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Straffendes Salzbad

Salzbäder sind das Schönheitsgeheimnis der Französinnen. Kein Wunder, sie entschlacken, entstressen und schenken eine unvergleichlich straffe und pralle Haut. Dass die Kuranwendungen so effektiv sind, hat Gründe. Zum einen hilft das schwerelose Tummeln im warmen Meerwasser, Anspannungen loszuwerden und somit auch den Tonus (Spannungszustand) der Haut zu verbessern. Zum anderen enthält das Totes-Meer-Salz besonders viel Magnesium (wichtig für die Muskulatur und Nerven), Kalium (reguliert die Energieproduktion) und Kalzium (gut für die Knochen). Der Effekt: Straffung, Zartheit, Abbau von Cellulite und Muskelkater.

Dafür brauchst du:
je eine Handvoll frischen Rosmarin und Minze
1 kg Totes Meersalz (Supermarkt, Reformhaus, Apotheke)

So wird‘s gemacht:
Kräuter in ein Säckchen geben und mit dem Salz in das heiße Badewasser geben.

Wichtig: Nicht länger als 20 Minuten darin baden, weil es für den Körper recht anstrengend ist.
Eine abschließende Ruhephase intensiviert den Wirkeffekt.


Straffende Algenmaske

Wer mag, kann auch gleich in der Wanne noch folgende Anti-Aging-Packung zur Hautstraffung und Verfeinerung des Hautbildes auf das Gesicht legen.

Dafür brauchst du:
1 Messerspitze Agar Agar (Reformhaus)
1 Eigelb
1 TL Honig

So wird‘s gemacht:
Alles miteinander verrühren und die Paste auf Hals und Dekolleté auftragen, fünfzehn Minuten einwirken lassen, dann abspülen.


Ocean-Peeling

Das prickelnde Gefühl der Gischt am Meer – dass die Haut so gut durchblutet – kann man sich problemlos mit einem selbst gemachten Salz-Peeling auf die Haut holen. Es löst die abgestorbenen Hautschüppchen und öffnet gleichzeitig die Poren. So ist den Wirkstoffen des Salzen möglich, wirklich tief in die Haut einzudringen. Dort lagern sie die Feuchtigkeit ein und die Sauerstoffzufuhr wird auch nachhaltig beschleunigt. Ergebnis: ein rosig strahlender Teint.

Dafür brauchst du:
eine Handvoll Meersalz
3 EL Olivenöl

So wird‘s gemacht:
Salz und Öl vermischen und in kreisenden Bewegungen den ganzen Körper damit einmassieren. Anschließen abwaschen.

Achtung: Das Salz-Peeling bitte nichts fürs Gesicht verwenden – es ist zu grob für die zarte Haut. Für ein Gesichtspeeling drei Esslöffel Zucker mit drei Esslöffel Olivenöl vermischen. Vorbereitete Peeling ins gereinigte Gesicht einmassieren, ein paar Minuten einwirken lassen und dann einfach abwaschen.


Tee-Peeling

Dieses Dusch-Peeling mit Earl-Grey-Tee ist perfekt für den Start in den Tag. Die Zitrus-Frische vom Tee und Orange regen den Kreislauf an, erfrischen und bewirken einen wahren Weckruf für Körper und Seele.

Dafür brauchst du:
1 Tasse Zucker
1/4 Tasse Jojoba-Öl (Drogeriemarkt, Reformhaus, Apotheke)
1 TL fein gemahlenen Earl-Grey-Tee
2 EL geriebene Orangenschale

So wird‘s gemacht:
Alles miteinander vermischen und unter der Dusche in die feuchte Haut einmassieren. Diese Paste anschließend einfach wieder abwaschen und die Haut trocken tupfen.


Kneipp’sche Güsse

Ein Muss für einen Wellness-Tag: Die Kneipp‘schen Güsse – sie stärken das Immunsystem und wappnen auch
gegen Alltagsstress. Und das geht alles ganz bequem in der eigenen Dusche mit kalt-warmen Wechselduschen.

So wird‘s gemacht:
Zu Beginn mit warmen Wasser abduschen. Nach ein bis zwei Minuten für zehn bis 15 Sekunden auf kalt umwechseln. Hierbei zuerst die Beine abduschen, danach die Arme und zum Schluss Brust, Bauch, Gesicht und Nacken. Immer mit einer kalten Dusche abschließen. Gut ist es, drei Wiederholungen durchzuführen.


Gesichts-Dampfbad

Auch sehr empfehlenswert ist ein kurzes Kräuter-Dampfbad. Es sorgt für eine porentiefe Reinigung – die ideale Vorbereitung für eine pflegende Maske.

Dafür brauchst du:
1 l Wasser
1 Handvoll Kräuter oder Blüten (z. B. Kamille)

So wird‘s gemacht:
Kräuter oder Blüten in eine Schüssel geben, mit kochendem Wasser übergießen, Gesicht darüber halten und mit einem Frotteehandtuch so den Kopf abdecken, dass kein Dampf entweicht. Das Dampfbad sollte bei normaler Haut etwa fünf Minuten, bei trockener Haut weniger und bei fettiger Haut länger dauern. Danach das Gesicht abtupfen und mit kaltem Wasser erfrischen.


Anti-Aging-Gesichtsmaske

Fett braucht die Haut genauso notwendig zu ihrem Schutz wie Feuchtigkeit. Wie viel hängt vom Hauttyp ab, von Jahreszeit und Alter. Nach einem Peeling ist die Haut aufnahmebereit für köstliche Verwöhnpflege: Nähren, päppeln und verzärteln ist angesagt. Perfekt dafür geeignet ist das besonders feine Traubenkernöl. Es wirkt glättend und straffend, da es die Haut belebt und gut durchfeuchtet. Zusätzlich hinterlässt das Öl einen feinen Schimmer auf der Haut. Folgende ganz leicht herzustellende Gesichtsmaske wirkt – einmal pro Woche aufgelegt – wahre Wunder.

Dafür brauchst du:
1 EL Traubenkernöl
2 EL Naturjoghurt

So wird‘s gemacht:
Das Öl mit dem Joghurt mischen, die Creme auf Gesicht und Hals auftragen. 15 Minuten einwirken lassen und dann mit lauwarmem Wasser abwaschen.


Glanz-Haarpackung

Wer kennt das nicht? Geht es einem gut, erkennt man das sofort an den Haaren. Doch auch gegen schlaffes, glanzloses Haar gibt es ein einfaches Rezept:

Dafür brauchst du:
1 Ei (2 Eier bei langem Haar)
1 EL Olivenöl

So wird‘s gemacht:
Eigelb und Öl zu einer Mayonnaise verrühren. Die Masse gleichmäßig im Haar verteilen. Am besten wirkt die Haarpackung, wenn man sie auf dem Kopf mit einer Plastikhaube oder einem Handtuch warm hält. Ideale Einwirkzeit: 1 Stunde. Ergebnis: weiches, glänzendes Haar. Grund: Das Lezithin im Eigelb ist ein wichtiger Nährstoff: gemeinsam mit den Wirkstoffen des Öls eine Wohltat für gestresstes Haar.


Beauty-Haarkur

Sesamöl parfümiert nicht nur leckere Wok-Gerichte, sondern ist auch ein Multitalent für viele Haarprobleme. Als Packung hilft es bei Schuppen, kräftigt die Haarwurzeln und wirkt Haarausfall sowie vorzeitigem Ergrauen entgegen. Ganz nebenbei macht es das Haar seidenweich und glänzend. Dafür muss man das Sesamöl medizinieren – das heißt das Sesamöl muss einmal auf 100 Grad Celsius erhitzt werden und das so medizienierte Produkt in eine dunkle Flasche abfüllen, da es sonst schnell ranzig wird. Im Ayurveda gilt es übrigens als das Beauty-Elixier schlechthin.

Dafür brauchst du:
2–3 EL mediziniertes Sesamöl

So wird‘s gemacht:
Öl großzügig in die Kopfhaut und bis in die Haarspitzen einmassieren. Über Nacht einwirken lassen (Achtung: Handtuch aufs Kopfkissen legen, damit die Bettwäsche nicht leidet) und am Morgen mit mildem Shampoo auswaschen. Der Trick: Shampoo zunächst ins trockene Haar verteilen, damit sich das Öl besser herauslöst, dann erst wässern und shampoonieren.


Entspannende Kopfmassage

Auch die ayurvedische Kopfmassage kann man selber durchführen. Dafür benötigt man angewärmtes Öl – idealerweise Mandel- oder Jojobaöl. Zuerst massiert man die Kopfhaut mit kleinen und kreisenden Bewegungen. Dann sind Ohren und Gesicht dran. Morgens kann man die Massage gerne etwas energischer durchführen, am Abend etwas sanfter, damit es beruhigt. Das Öl noch fünf bis zehn Minuten einwirken lassen, dann die Haare waschen.


Fuß-Massage

Auch schön ist eine Fußrefelxzonenmassage: Dafür zwei Igelbälle in eine Schüssel mit lauwarmem Wasser legen und die Füße darauf zirka 10 Minuten hin- und herbewegen. Das wirkt herrlich entspannend. Wer lieber Hand anlegen möchte, sollte eine ayurvedische Fußmassage, die sogenannte Padabhanga-Massage, ausprobieren. Dafür nimmt man einen Fuß in beide Hände und massiert den Fußrücken mit kreisenden Bewegungen der Daumen vom Knöcheln bis hin zu den Zehen. Danach die Sohle mit etwas festeren Druck massieren und zwar von der Ferse bis hin zu den Zehen. Zum Schluss dann noch jeden einzelnen Zeh ganz sanft durchkneten. Ideal dazu: erwärmtes Sesamöl. Um das Immunsystem zu stärken, sollte man auch die sogenannten „Schwimmhäute“ zwischen den Zehen massieren.


Papaya-Handmaske

Wer gern mit Händen und Füßen redet, sollte unbedingt folgende tropischen Rezepte ausprobieren. Für die Hände nutzen Balinesen gerne die Kraft der Papaya – ihr Geheimnis: Papaya enthält das Enzym Papain, das die Haut glättet und revitalisiert. Das Enzym arbeitet ähnlich wie Fruchtsäuren, die die Hornschüppchen entfernen, ohne die Haut zu irritieren. Kleine Fältchen und Sonnenflecken verschwinden nach und nach.

Dafür brauchst du:
1 kleine reife (!) Papaya
Frischhaltefolie

So wird‘s gemacht:
Fruchtfleisch herauslösen, pürieren, auf Händen und Unterarmen inklusive Ellbogen auftragen und mit Frischhaltefolie umwickeln. 20 Minuten einwirken lassen, dann abspülen und eine reichhaltige Creme einmassieren. Wer will, lässt eine Extraportion Papayamus über Nacht einwirken. Tipp: Für den Anti-Schmier-Effekt gibt es spezielle Baumwollhandschuhe in Drogeriemärkten.


Avocado-Fußmaske

Eine einfache aber effektive Maske für Füße zum Niederknien. Übrigens: In Bali haben Mitglieder der höheren Kasten immer eine Schale mit frischen Blüten, ein paar Tropfen Eukalyptusöl und Wasser im Schlafzimmer. Abends nimmt man ein ritualles Fußbad zu Ehren des hinduistischen Gottes Sang Hyang Widhi, der für die Balance im Leben zuständig ist.

Für die Maske brauchst du:
1 reife (!) Avocado

So wird‘s gemacht:
Fruchtfleisch zerdrücken, die Füße damit einreiben und das Ganze 15 Minuten als Fußmaske einziehen lassen, danach abspülen. Oft bekommt man nur unreife, feste Avocados. Tipp: Früchte zum Nachreifen in Zeitungspapier wickeln.


Anti-Cellulite-Kaffee-Treatment

Ein wunderbares Mittel gegen Cellulite haben die meisten von uns bereits zu Hause. Die Rede ist von einfachem Kaffeesatz. Anstatt diesem nach dem Frühstück zu entsorgen, lieber gegen Cellulite verwenden – Koffein entwässert das Gewebe und hilft somit Fett abbauen. Wenn du schwanger bist, solltest du hierauf lieber verzichten, denn der Kaffee kurbelt den Kreislauf ganz schön an. Wir wollen ja nicht, dass dir schwindelig wird.

Dafür brauchst du:
2–4 EL Kaffeesatz
2–4 EL Olivenöl
Frischhaltefolie

So wird‘s gemacht:
Kaffeesatz und Öl mischen und auf die Oberschenkel auftragen. Frischhaltefolie darum wickeln und zwanzig Minuten einwirken lassen.

Übrigens: Massagehandschuhe für Trockenbürstungen wirken auch unterstützend gegen Cellulite, da sie das Bindegewebe stärken und nicht zuletzt Lymphfluss und Durchblutung angeregen. Bei den Füßen beginnend wird zum Herzen hin massiert – Beine und Arme mit langen Strichen, Bauch und Rücken kreisförmig.


Kiss-Me-Pflege

Etwa 15 000 Bewegungen macht man täglich mit dem Mund. Und weil das Gewebe der Lippenhaut nahezu ohne Hornschicht auskommen muss, kaum einen Wasser-Fett-Film oder Talg zum Schutz absondert und unzählige Nervenenden in der sensiblen Oberfläche enden (das Lippenrot wird durch die Blutgefäße gebildet), sind Ober- und Unterlippe zart besaitet. Deshalb ist eine Basispflege absolut notwendig: Gegen rissige Lippem hilft eine regelmäßige, supersanfte Exfoliation.

Dafür brauchst du:
eine nicht zu weiche Zahnbürste
etwas flüssigen Honig

So wird‘s gemacht:
Die Lippen mit einer weichen Zahnbürste abrubbeln. Honig auf die Lippen auftragen, zehn Minuten einwirken lassen, dann ablecken.


Gute-Nacht-Duft

Rund ein Drittel unseres Lebens verschlafen wir, Grund genug genug, diese Zeit – wie unsere Leben überhaupt – mit Qualität anzufüllen. Nachts vollzieht sich schon von Natur aus ein immenses Anti-Aging-Programm in unserem Organismus und körpereigene Repair-Strategien laufen auf Hochtouren. Doch können wir die biologische Arbeit noch mit einigen Betthupferln gezielt unterstützen. Düfte können wie Beruhigungsmittel wirken, doch völlig ohne gefährliche Nebenwirkungen. Das liegt daran, dass Duftmoleküle über die Nase ohne Umwege über den Verstand direkt in das Limbische System wandern, in dem auch die Hormonproduktion gesteuert wird. Regelrechte Einschlafhilfen sind Lavendel, Neroli, Melisse und Rosmarin. Am besten das entsprechende ätherische Öl (zwei bis drei Tropfen) auf ein Taschentuch geben und dieses dann auf das Kopfkissen legen.

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