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Achtsamkeit in der Beziehung: Yoga-Übungen & Tipps
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Achtsamkeit in der Beziehung: Yoga-Übungen & Tipps

Von Monika A. Pohl

Wie wertvoll eine liebevolle und erfüllte Partnerschaft ist, haben die meisten von uns sicher schon selbst erfahren, entweder im Guten oder im Schlechten. Gerade in der heutigen Zeit, wo vieles so unverbindlich und unbeständig ist, gewinnt eine stabile und vertrauensvolle Beziehung enorm an Bedeutung. Was sollten wir jedoch tun, wenn das Prickeln und die Intensität der ersten Jahre langsam aber sicher verblassen, sich der stressige Alltag breit macht und die Zweisamkeit immer mehr aus dem Fokus gerät?

Achtsamkeit: Die Beziehung pflegen wie einen Rosengarten

Wer in einer glücklichen Partnerschaft lebt, sollte sie pflegen wie einen prachtvollen Rosengarten, damit sie weiterhin blüht und gedeiht. Wer mit seiner Beziehung nicht zufrieden ist, sie ihm in der Essenz dennoch kostbar erscheint, sollte versuchen, ihr einen neuen Schwung zu verleihen und sie zu beleben. Denn wer eine Partnerschaft langfristig vernachlässigt, braucht vermutlich nicht lange darauf zu warten, bis der erste große Kummer ansteht.

Grundsätzlich gilt: Eine gesunde Portion an Selbstliebe ist eine wichtige Voraussetzung für eine gelungene Partnerschaft. Denn jemanden zu lieben, ohne sich selbst anzunehmen und ständig nur Bestätigung beim Gegenüber zu suchen, funktioniert auf Dauer nicht. Mache dir daher Gedanken darüber, wo du stehst, schließe bei Bedarf Freundschaft mit deinem inneren Kritiker und höre mehr auf deine Wünsche und Bedürfnisse. Dazu kannst du in einer Meditation behutsam deinen Herzraum öffnen und erkunden, bevor du deinen Partner oder deine Partnerin zu einer weiteren gemeinsamen Übung liebevollen Gewahrseins einlädst.


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„Achtsamkeit vervielfacht sich,
wenn wir sie mit einem anderen Menschen teilen.“

Eine Beziehung ist kein Selbstläufer. Um über die anfängliche stürmische Verliebtheit hinaus erhalten zu bleiben, sollten die Partner gemeinsam an ihr arbeiten. Dazu eignen sich Achtsamkeit und Yoga hervorragend. Hier findest du eine Partner-Yoga-Sequenz zur körperlichen und mentalen Stärkung des Rückens.

Übungsreihe Partner-Yoga: Ich stärke dir den Rücken

Solange wechselseitiges Geben und Nehmen in einer Beziehung vorherrschen, ist alles im Fluss, wenn auch nicht zwingend in bester Ordnung. Die folgende Übungsreihe wirkt ausgleichend und kann die beiden Gemüter durch bewusstes Aufeinandereinlassen in der Bewegung harmonisieren. Sie symbolisiert Bereitschaft, in der Partnerschaft flexibel zu bleiben und dennoch dem anderen Halt zu geben.

1. Setzt euch im Schneidersitz Rücken an Rücken, breitet beide Arme in Schulterhöhe aus und hebt sanft euer Brustbein. Nehmt in dieser Position ein paar tiefe Atemzüge durch die Nase.

 

 

 

 

 

 

2. Neigt euch gemeinsam zur gleichen Seite und bringt dabei die Flanke der gegenüberliegenden Seite in Dehnung. Kommt wieder zurück in die Mitte. Wiederholt die Bewegung in gleicher Weise zur anderen Seite.

 

 

 

 

 

3. Zurück in der Mitte dreht ihr euch gemeinsam wie ein Korkenzieher nach rechts in den Drehsitz und legt eure Hände auf den Oberschenkeln ab. Hebt eure Arme und kommt wieder in der Mitte an. Wiederholt die Übung zur anderen Seite.

 

 

 

 

 

4. Streckt nun beide Beine aus. Einer der Partner verschränkt die Arme am Kopf und neigt den Rumpf nach hinten in die Rückbeuge, während der andere die Arme senkt und in die Vorbeuge geht. Geht zurück zur Mitte. Wechselt zwischen den Partnern in die Vor- und Rückbeuge.

 

 

5. Wieder in der Mitte angekommen, spürt ihr Rücken an Rücken für einen Moment achtsam nach.

 

 

 

 

 

Tipp: Im Yoga wird die Bewegung mit dem Atem synchronisiert und auf diese Weise die Achtsamkeit gefördert. Denn der Atem (Prana) wird in der Yogaphilosophie als Lebensenergie verstanden, die den Körper mit dem Geist verbindet. Um von diesem Prozess zu profitieren, atmet in der Aufrichtung bewusst und tief durch die Nase ein und geht mit einem langen Ausatmen in die einzelnen Positionen.

In einer glücklichen Partnerschaft das Gute sehen

In vielen Beziehungen ist mangelnde Kommunikation der größte Liebeskiller. Es ist also wichtig, sich immer wieder achtsam auf den anderen einzulassen, ihr oder ihm aktiv zuzuhören und versuchen, den anderen zu verstehen. Außerdem solltest du deine Aufmerksamkeit öfter auf das Gute in der Beziehung lenken und dich fragen:

  • Was läuft richtig gut?
  • Was schätzt du an deinem Partner/deiner Partnerin besonders?
  • Was würdest du vermissen, wenn er/sie für längere Zeit verreist wäre?

Das schafft einen Perspektivwechsel zu dem üblichen Vorgehen, bei dem sich alles oft nur um die negativen Seiten der Beziehung dreht.

10 Regeln für eine achtsame Streitkultur in der Beziehung

Und wenn es dann doch zu einem Streit kommt, dann bloß nicht den Kopf hängen lassen. Streit kann durchaus wie ein Gewitter für klare Luft sorgen – vorausgesetzt auch hier ist Achtsamkeit im Spiel. Zehn Regeln achtsamer Streitkultur, die du dabei beachten solltest:

  1. Bedenke: Der Ton macht die Musik – also bitte nicht aggressiv oder beleidigend werden.
  2. Nutze die Ich-Form, um deine Bedenken, Gefühle oder Wünsche zu äußern. Mache dabei Lösungs- oder Kompromissvorschläge.
  3. Bleib beim Thema, ohne durch „immer“ oder „nie“ zu verallgemeinern.
  4. Schimpfe nicht über andere, nur weil dir die Argumente ausgehen. Das bringt dich nicht weiter.
  5. Lasse dein Gegenüber ausreden und höre aktiv zu.
  6. Gib deine eigenen Schwächen und Fehler zu und entschuldige dich, wenn es angebracht ist und der Sache dient.
  7. Versuche den Kernpunkt, um den es geht, aus der Sicht des anderen zu betrachten.
  8. Bleib ehrlich und wertschätzend.
  9. Eröffne keine Nebenschauplätze.
  10. Hört auf, falls eure Emotionen zu sehr hochkochen und verschiebt den Streit auf einen anderen konkreten Zeitpunkt. So gewinnt ihr beide Zeit, wieder abzukühlen und auszuloten, wie wichtig das Thema, um das es bei eurem Streit geht, wirklich ist.

Wie ihr unliebsame Charaktereigenschaften, die eure Partnerschaft belasten, dank Achtsamkeit auflösen könnt, weshalb achtsame Berührung und gemeinsame Ziele und Visionen ein Paar zusammenschmieden und wie ein passender Aktionsplan dazu aussehen kann, erfahrt ihr in diesem Glückscoach:

„Zweisamkeit: Achtsam und verbunden als Paar“
ISBN 978-3-432-10615-1
TRIAS Verlag, Stuttgart 2018

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