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10 Fragen an Anna Rech
H. Wiesen

10 Fragen an Anna Rech

Von Kristin Rübesamen

Seit gut zwei Jahrzehnten übt Anna Rech Yoga, seit 13 Jahren unterrichtet sie selbst. Zuerst Kundalini Yoga, dann kam Anusara® dazu. Die Yoga-Praxis kann uns in unsere Mitte führen, bringt Heilung und Transformation, davon ist Anna überzeugt. Sie lebt und arbeitet in ihrer Heimatstadt Hamburg – flüchtet aber liebend gern in das Wochenendhaus ihrer Mutter in der Lüneburger Heide. Annas Unterrichtsstil ist unaufgeregt, präzise und wunderbar fließend.

1. Auf einer Skala zwischen 1 und 10: Wie glücklich bist du jetzt gerade?

In diesem Moment bin ich bei einer 8. Es gibt immer noch Potenzial nach oben. ;-) Grundsätzlich übe ich mich aber im Fülle-Bewusstsein – es gibt so viel Schönes zu entdecken, auch wenn die Lebensumstände gerade besonders herausfordernd sind.

2. Wie war dein erster Kontakt mit Yoga?

Meiner erster Kontakt mit (Kundalini) Yoga vor gut 20 Jahren und fühlte sich etwas sonderbar, aber auch herzberührend an, sodass ich nicht mehr ohne Yoga leben wollte.

3. Wie ehrgeizig bist du? Leidest du unter den Ansprüchen, die du dir selbst stellst?

Natürlich habe ich auch Ansprüche an mich und meinen Yoga-Unterricht, aber ich vertraue da oft einfach meiner Intuition, die mich zuverlässig leitet. Ehrgeiz ist also kein großes Thema für mich. Ich bin zwar phasenweise sehr diszipliniert, aber mache mich nicht verrückt, wenn es anders als gedacht läuft.

4. Warum hast du dich entschieden, Yoga auch zu unterrichten? Was ist das Besondere an deinem Unterricht?

Die Erfahrungen, die ich beim Yoga gemacht habe, zum Beispiel Stabilität und Leichtigkeit körperlich und innerlich durch die Praxis zu verstärken, wollte ich unbedingt weitergeben. Yoga lehrt uns, zu reflektieren, innere Freiheit, Zufriedenheit, Mitgefühl und Gelassenheit zu kultivieren. Das sind einige der Werte, die für unsere Welt so wichtig sind! Das Besondere: Das können bestimmt andere besser beurteilen. :-) Ich übe mich auf jeden Fall darin, authentisch, emphatisch und intuitiv Yoga zu unterrichten.

5. Welchen irdischen Besitz schätzt du am meisten?

Mehr denn je wird mir in dieser Krisenzeit bewusst, dass materieller Besitz nicht so wichtig ist. Sehr dankbar bin ich allerdings, dass meine Mutter ein Wochenendhaus in der Lüneburger Heide hat, wo ich mich regelmäßig aus dem Stadtgeschehen rausziehen und die Natur genießen kann.

6. Was bedeutet das erste Sutra aus Patanjalis Yoga Sutra, Atha Yoga-anushasanam, für dich?

Nur das Jetzt zählt. Alles andere, Vergangenheit und Zukunft, ist ein Konstrukt unseres Verstands (Eckhart Tolle). Und: Yoga ist Erfahrung, das heißt nicht lange rumschnacken, lieber die Matte ausrollen und loslegen. Wobei Yoga mehr als die Asanas ist. Wir können durch Atembewusstsein und Meditation in ganz alltäglichen Situationen mehr Raum und Ruhe gewinnen.

7. Was hat Yoga mit Liebe zu tun (und warum sind Beziehungen manchmal so schwierig)?

Unsere Essenz, so sagt uns die (tantrische) Yoga-Philosphie, ist das Herz als Energiezentrum für bedingungslose Liebe. In unserem Ursprung sind wir Liebe. In unseren Beziehungen spielen ständig unser Ego, unsere Bedürfnisse, unsere Lebensumstände hinein. Das macht Beziehungen herausfordernd. Aber nur mit einem Gegenüber können wir wachsen.

8. Wann bist du zuletzt vom Yogaweg abgekommen?

Yoga integriert alles (so ist mein Verständnis). Alle Gedanken, alle Gefühle – die hellen und die dunklen. Das bedeutet: Wir können gar nicht vom Weg abkommen. Es hat alles einen Sinn.

9. Welche Tugend würdest du am liebsten besitzen?

(Noch mehr) Geduld und Gelassenheit.

10. Was kann Yoga – und was kann Yoga nicht?

Yoga kann uns Kraft, Vertrauen, Klarheit und Offenheit schenken. Das sind nur einige von unfassbar vielen Benefits. ;-) Yoga bedeutet „Verbindung” oder „Einheit”. Wenn wir uns mit dem großen Ganzen verbunden fühlen, geht es uns gut oder zumindest immer viel besser als vorher. Natürlich gibt es aber auch Verletzungen und emotionale Themen, die einen Arzt oder Psychotherapeuten erfordern.

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