Du verwendest einen veralteteten Browser (Other 0.0) mit Sicherheitsschwachstellen und kannst nicht alle Funktionen dieser Webseite nutzen. Hier erfährst du, wie einfach du deinen Browser aktualisieren kannst.

Erlebe deine Lieblingslehrer beim Allstars Retreat auf Korfu vom 29.09. bis 06.10.2018!  >> Hier mehr erfahren...

Large yoga hilfsmittel  wie du sie selbst basteln kannst
Bildquelle: IStock.com

Yoga-Hilfsmittel - selbst gemacht!

Von Katharina Maurer

Erreichen sich deine Finger im Gomukhasana hinten auf dem Rücken so gerade eben nicht? Oder sind deine Arme partout zu kurz, um aus dem Sitz ins Brett zu schwingen? Dann hol' dir doch Unterstützung in Form von den sogenannten Yoga Props: Gurt, Block, Bolster und Co. Deren Einsatz ist kein Zeichen von Schwäche oder mangelndem Können, sondern ein Weg die Asana und deren Wirkung intensiv zu erfahren und Fehlstellungen zu vermeiden.

Wer sich auch für die heimische Praxis ausstatten möchte, muss allerdings erstmal ein paar Taler aufbringen. Yoga kann nämlich eine ziemlich kostenintensive Leidenschaft sein: Dein Lieblingsstudio möchte 16 Euro pro Stunde, die gut sitzenden Yogahose – die, in der dein Hintern auch noch gut aussieht, wenn der Körper in alle Richtungen verschlungen ist – schlägt mit über 50 Euro zu Buche. Hinzu kommen Matten, Blöcke, Gurte, Bolster (idealerweise noch ethisch und ökologisch einwandfrei produziert) ...

Zum Glück geht es auch weniger kostspielig, wenn du die Hilfsmittel einfach selber bastelst. Das erfordert nicht mal großes handwerkliches Geschick, sondern lediglich ein bisschen Einfallsreichtum.

Hier stellen wir dir fünf Hilfsmittel vor, die du aus Haushaltsutensilien selbst machen kannst!

Der Yoga-Block

Diese Blöcke aus Hartschaum oder Kork helfen tiefer in Dehnungen zu finden und erleichtern es dir in komplizierten Asanas, die korrekte Ausrichtung beizubehalten und die Stellung länger halten zu können.

Während die Blöcke für knapp 10 Euro in den gängigen Sportkaufhäusern zu finden sind, kannst du deine Suche aber auf dein Bücher Regal beschränken und einem der verstaubten Lexika neues Leben einhauchen. Wichtig ist, dass es ein entsprechend dickes Buch ist - mit einem Reclamheft vom Schultheater ist dir also nicht geholfen.

Damit ist dein Yoga-Block fast schon fertig. Du brauchst nur noch ein gut haltendes Klebeband – ich persönlich schwöre auf Gaffer-Tape in nahezu jeder Lebenslage: Es hält Bombenfest und ist auf vielen Untergründen wieder spurlos ablösbar. Mit dem Klebeband deiner Wahl wickelst du das Buch fest ein, so dass es sich auch unter Belastung nicht mehr öffnen kann oder nachgibt.

 

Yoga-Gurt

Dehnungen sind ein elementarer Bestandteil des Yoga. Bevor du dich in eine Dehnung zwingst, für die dein Körper (noch) nicht bereit ist und so eine Verletzung riskiert, macht es Sinn, sich mit einem Gurt zu helfen. Der hat die Aufgabe die Extremitäten zu verlängern und gibt dir so die Möglichkeit die Asana zu vertiefen und die Wirkung zu genießen.

Yoga Gurte sind zumeist stabile Baumwollriemen mit Schnallen. Und auch hier findest du im heimischen Kleiderschrank schnell Ersatz. Mit zwei zusammen geknoteten Krawatten, dem Gürtel eines Bademantels oder auch einem stabilen Hosengürtel (im besten Falle aus Textil), kannst du dir genauso gut in die Pose verhelfen. Das Einzige, was es zu beachten gibt: Dass Material darf nicht zu elastisch sein, damit es einen guten Halt gibt.

 

 


Dein Online-Yogastudio zu Hause
Für Anfänger und Fortgeschrittene. Trainiere mit den besten Yogalehrern unter 3 € die Woche (jederzeit kündbar).
JETZT MITGLIED WERDEN

Meditationskissen und Bolster

Bolster und Meditationskissen bieten sich in ruhigeren Yogaarten an. Sie unterstützen die Knie oder den Rücken und helfen bei einem aufrechten, festen Sitz für die Meditation. Die benötigte Stütze, die diese Kissen bieten, kann natürlich auch mit jedem beliebigen Sofakissen herbeigeführt werden. Und wenn doch eine höhere Festigkeit gewünscht ist, kannst Du eine längliche Kissenhülle mit gerollten alten Bettlaken und Decken füllen. Wenn Du sie fest genug rollst, bieten sie eine gute Stabilität.

Meditationskissen haben die Funktion eine stabile Unterlage zu bilden, auf der du längere Zeit bewegungslos und bequem sitzen kannst. Dein Rücken soll dabei gerade aufgerichtet sein und - damit es nicht zu einer muskulären Anspannung in den Oberschenkeln kommt - sollten deine Knie nicht in der Luft hängen, sondern irgendwo aufliegen. Da die meisten Menschen aber nicht so dehnbar sind, hilft das Meditationskissen die Hüfte so zu heben, dass die Knie bequem auf den Boden fallen. Oftmals reicht dafür schon eine kleine Erhöhung. Wenn du also kein Meditationskissen zu Hause hast, reicht auch hier ein Sofakissen oder eine mehrfach gefaltete Decke.

 

Yoga-Matte

Bei Yoga Matten gibt es große Unterschiede, es gibt dickere, dünnere und hauchdünne. Manche schreiben sich besondere Rutschfestigkeit auf die Fahnen oder schonen die Gelenke, weil sie gepolstert sind. Andere sind mit Orientierungslinien bedruckt, die eine perfekte Ausrichtung ermöglichen sollen. Es gibt sie aus Schaumstoff, Gummi, Naturkautschuk oder auch Baumwolle.

Natürlich ist für viele Yogis die eigene Matte Ehrensache. Für den Fall, dass das Geld gerade knapp ist oder die Entscheidung für ein Produkt noch nicht gefallen ist, kannst du dir auch mit einer Isomatte behelfen, oder einfach auf dem Wohnzimmerteppich oder den Holzdielen üben, falls du dort einen guten Stand hast!

 

P.S. Das gesparte Geld kannst du ja jetzt in die tolle Yogahose investieren... 

 

Bildquellen: Istock.com, Shutterstock.com