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Bild: iStockphoto.com

Was du vor deiner ersten Yogastunde wissen musst

Von Kristin Rübesamen

Wer seinen Führerschein macht, weiß, dass er die Straßenverkehrsordnung lernen muss und früher oder später einen Strafzettel kassieren wird. Wer einen Zeichenkurs an der Volkshochschule besucht, weiß, dass er die richtigen Stifte braucht und am Ende des Semesters Kuchen für die Kursleiterin mitbringen sollten.

Aber was muss man wissen, bevor man mit Yoga anfängt?

Vielleicht habt ihr bereits vage Vorstellungen von Yoga als Heilmittel gegen Stress, Rückenschmerzen und innerer Unruhe? Oder ihr habt gehört, dass Yoga ein Weg ist, dass dieser Yogaweg ein harter sein wird, und am Ende die Erleuchtung winkt? Oder ihr wollt „Joga“ machen, um nach dem Sport die Muskeln zu dehnen? (Und der Rest kann euch gestohlen blieben.)

Hier sind jedenfalls vier Dinge, von denen wir glauben, ihr solltet sie wissen, bevor es losgeht:

1. Yoga hat nichts mit Gelenkigkeit zu tun.

Die Vorstellung, dass nur Menschen Yoga üben sollten, die gelenkig sind, ist absurd. Im Yoga wollen wir zwar erreichen, dass wir beweglich werden, vielleicht sogar geschmeidig, aber immer nur im Rahmen unserer eigenen anatomischen Befindlichkeit, genauer gesagt der Dehnbarkeit seiner Muskulatur, Sehnen und Bänder. Das "nur" bedeutet aber keine Einschränkung, sondern Schutz. Was dagegen endlos erweitert und gedehnt werden kann, ist unsere geistige Beweglichkeit.

2. Wer atmen kann, kann Yoga üben.

Diese vielzitierte Aussage des legendären Yogameisters Krischnamacharya hört sich vielleicht an wie ein Kalenderspruch, ist es aber nicht. Es gibt Menschen, die mit 70 Jahren anfangen, Yoga zu üben, und es wird ihnen genauso gut tun wie allen anderen: Weil bewußtes Atmen ihnen hilft, sich in ihrem eigenen Körper und Geist zuhause zu fühlen, Kontakt zu sich selbst herzustellen und positiven Einfluss auf die eigenen Befindlichkeit herzustellen. Wie könnte das jemals eine Frage des Alters oder der Gelenkigkeit (siehe oben) sein?

Vielleicht dürfen wir Krichnamacharya dahingehend ergänzen:

„Wer atmen kann, kann Yoga üben. Er muss seinem Atem nur zuhören und ihm vertrauen.“

3. Alles kann dein Guru sein.

Konzentriert euch nicht allzu sehr auf euren Lehrer. Natürlich ist es wichtig, dass ihr seine Autorität akzeptiert, seine Stimme mögt, vielleicht sein Temperament, aber begeht nicht den Fehler, euren Lehrer zu idealisieren. Der Lehrer ist im besten Falle jemand, der  euch den Weg ebnet zur Lehre an sich. Die Lehre des Yoga besteht darin, zu jedem Zeitpunkt Ruhe und Gelassenheit in sich zu finden, und diese Qualität in sich zu stärken. Man kann diesem Verständnis folgend Yoga auch beim Kochen finden, auf einem Spaziergang, ganz zu schweigen, beim Sitzen in der Stille, anders gesagt: in der Meditation. (Ganz ohne Lehrer).

4. Lasagne, Handy und Pediküre

Zuletzt wollen wir dir noch ein paar Hinweise geben, die sich nur auf den ersten Blick wie praktische Tipps klingen.

Übe mit leerem Magen. Warte nach einer richtigen Mahlzeit vier Stunden, nach einer kleinen Mahlzeit mindestens zwei Stunden, bevor du auf die Matte gehst.
Warum? Weil du deinen Körper nicht drehen und wenden kannst, wie du willst, wenn er mit der Verdauung beschäftigt ist.

Schalte dein Handy aus. Nicht mal Vibrationsalarm sollte erlaubt sein, außer du bist Arzt im Einsatz oder jemand in deiner Familie ist in Lebensgefahr.
Warum? Weil du sonst nur mit eingeschränkter Aufmerksamkeit üben kannst, etwa so (siehe oben), als fährst du mit verbundenen Augen Auto.

Pflege deine Füße. Füße sind vielen Menschen unangenehm. Da sie uns aber so klaglos durchs Leben tragen, sollten wir sie auch gut behandeln. Achtet darauf, dass sie sauber und ansehnlich sind und räumt ihnen in der Yogapraxis den nötigen Platz ein.
Warum? Nicht nur der Yogalehrer freut sich bei Adjustments über wohlriechende Füße - und mit der Erdung klappt es auch besser.