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Bildquelle: Istockphoto.com

Vegan aus Liebe

Von Jenny Krepp

Vegan ist ein Thema, das häufig in den Medien diskutiert wird und zu polarisieren scheint. Dabei geht es meist nur um einen Aspekt der für oder gegen die vegane Ernährung spricht, wie beispielsweise den Tierschutz. Andere Aspekte werden dabei häufig außer acht gelassen oder nur am Rande thematisiert. Dieser Artikel befasst sich ganzheitlich mit dem Thema Veganismus und beleuchtet die drei Hauptaspekte, Gesundheit, Umwelt und Tiere.

Die Medizin und Wissenschaft hat in den letzten hundert Jahren unglaubliche Fortschritte gemacht. Wenn man sich allerdings die steigenden Zahlen von Krebs, Diabetes, Fettleibigkeit und Herzkreislauferkrankungen in den westlichen Länder dieser Erde ansieht, drängt sich unmittelbar die Frage auf: Warum werden wir immer kränker, wenn die medizinische Versorgung doch immer besser wird?

Während hauptsächlich Medikamente die medizinische Lösung der meisten Erkrankungen sind, steht die Ernährung noch zu wenig im Blickfeld. Besteht aber vielleicht ein Zusammenhang zwischen den heutigen Volkskrankheiten und unserer gewohnten westlichen Ernährung?

Immer mehr Ärzte und Wissenschaftler bestätigen diesen Zusammenhang. Unsere Arterien, unser Blut und unsere Zellen sind nicht dafür gemacht, unter dem Einfluss von so viel Fett und Cholesterin zu funktionieren. Auch unsere Immunsystem benötigt eine reichliche Versorgung von pflanzlichen Nährstoffen, um zu funktionieren. Unsere Zellen ertrinken in Fett, Cholesterin, tierischem Protein und künstlichen Chemikalien. Daher ist es kein Wunder, dass so viele Leute an Krebs, Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, Arthritis, Osteoporose und andere altersbedingte Krankheiten leiden, sagt der amerikanische Arzt und Autor Dr. John A. McDougall (1).

Unsere Ernährung hat nicht nur einen Einfluss auf sich entwickelnde Krankheiten, sondern auch auf deren Verlauf. Dies betätigt der Bio-Chemiker Dr. T. Collin Campbell, der sich als Professor an der amerikanischen Cornell Universität auf die Wirkung der Ernährung auf eine langfristige Gesundheit spezialisiert hat. „Ich sehe keinerlei ernährungsbedingten Grund für den Verzehr von Fleisch und Milch. Es sollte unbedingt erwähnt sein, dass in dem Moment, wenn Fleisch, Fisch, Milch und Eier aus der Ernährung herzerkrankter und Diabetiker weggelassen werden, diese Krankheiten sich sogar zurückentwickeln werden und zwar fortsetzend dauerhaft zurückentwickeln, solange wie man dann bei dieser Ernährung bleibt.“ (2)

Die Art, wie wir uns ernähren, scheint also in einem direkten Zusammenhang mit unserer Gesundheit zu stehen. Aber nicht nur unsere Gesundheit wird durch den Verzicht von tierischen Produkten beeinflusst, sondern auch die Umwelt.

Treibhausgases, Wasserverbrauch, Abfallproduktion, ländliche Nutzfläche, Abholzung des Regenwaldes, überfischen der Meere und das aussterben von Tierarten stehen in einem direkten Zusammenhang mit was bei uns auf dem Teller landet. Folgende Fakten sprechen für sich (3):

  • Viehzucht ist für 91 % der Zerstörung des Regenwaldes verantwortlich. 3/4 der weltweiten Fischbestände sind aufgebraucht.
  • Viehzucht ist für 18 % der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Das ist mehr als der kombinierte Ausstoß aller Verkehrsmittel zusammen. 
  • Landwirtschaft in den USA ist für 55 % des amerikanischen Wasserverbrauchs verantwortlich.
  • Land, das benötigt wird, um 1 Person ein Jahr lang zu ernähren:
    • Veganer: 0,06 Hektar
    • Vegetarier: 3 x so viel wie ein Veganer
    • Fleischesser: 18 x so viel wie ein Veganer

Nicht nur unser Körper und unsere Erde leidet unter dem Konsum von tierischen Produkten, sondern auch die Tiere. In unserer Gesellschaft wachsen wir mit dem Glauben auf, dass es normal sei, Tierprodukte zu essen. Ist dieser Glaube allerdings ethisch und moralisch vertretbar?

Tiere sind sensible und fühlende Lebewesen genau wie wir auch. Sie erleben und spüren Empfindungen und Emotionen, wie Freude, Hunger, Trauer, Leid, Schmerz, Frustration und sogar Langeweile. Tiere leben bewusst im Hier und Jetzt und nehmen äußere Umstände wahr.

Indem wir die Tiere einsperren oder sie für Experimente missbrauchen, verursachen wir Leid und besonderes im Fall der Lebensmittelindustrie ihren Tod. Dies geschieht hinter verschlossenen Türen, beinahe unsichtbar für den Verbraucher und das ist auch so gewollt. Jeder der einmal ein Schlachthaus von innen oder entsprechendes Video-Material von Tierschützern gesehen hat, weiß instinktiv, dass das Vorgehen in den Schlachthöfen unserem emphatischem Empfinden widerspricht. Paul McCartney hat es mit seiner Aussage „Wenn Schlachthäuser Wände aus Glas hätten, wäre jeder Vegetarier“ auf den Punkt gebracht.

Es ist an der Zeit, dass wir uns bewusst werden, dass das Stück Fleisch auf unserem Teller einmal ein Lebewesen mit Gefühlen war. Ob es nötig ist, ein Tier für den eigenen Genuss töten zu lassen, muss natürlich jeder selber entscheiden. Die Umstände des töten sollte bei dieser Entscheidung allerdings nicht verdrängt werden.

Wir haben unsere Gesundheit, den Schutz der Umwelt und das Leid der Tiere selbst in der Hand. Jetzt ist die Zeit, Verantwortung für unseren Körper, Mutter Erde und andere Lebewesen zu übernehmen. Bevor man sich gänzlich einer veganen Ernährung verschließt, sollte man sie zumindest für ein paar Wochen ausprobieren und beobachten, wie sich die Ernährungsumstellung auf den eigenen Körper auswirkt. Erst dann ist ein erstes Urteil möglich. Sich vorab zu verschließen und eine vegane Ernährung abzulehnen, ist zwar einfacher, aber nur durch stetige Veränderung entwicklen wir uns weiter. Daher solltest du dich nicht verschließen, sondern mit Mut und einem offenem Herz durch das Leben gehen.

Denn, durch die Umstellung auf eine vegane Ernährung wirst du dir bewusst, welche Nahrungsmittel gesund sind und welches Leid den Tieren und Mutter Erde mit einer Omnivoren Ernährung zugeführt wird. Danach kann sich ein neues Bewusstsein in dir entwickeln, welches es dir einfacher macht, Entscheidungen aus Liebe zu treffen für deine Gesundheit, für unsere Umwelt und für die Tiere.

Wir geben dir im Rahmen unseres Facebook-Gewinnspiels die einmalige Chance, dich bei der Umstellung auf eine vegane Ernährung 3 Monate lang begleiten zu lassen. Ernährungscoach Jenny Krepp von Team Healthy unterstützt dich in diesen 3 Monaten in Bezug auf deine Ernährungsumstellung - mit Rezepten, Einkaufs- und Zubereitungstipps und individueller Betreuung. Trau' dich!

 

(1) https://www.drmcdougall.com/health/education/free-mcdougall-program/introduction/diet-not-genes-controls-destiny/ 

(2) http://veganmagazin.de/2015/prof-t-colin-campbell/

(3) http://www.cowspiracy.com/facts