Du verwendest einen veralteteten Browser (Other 0.0) mit Sicherheitsschwachstellen und kannst nicht alle Funktionen dieser Webseite nutzen. Hier erfährst du, wie einfach du deinen Browser aktualisieren kannst.

YogaEasy weiterempfehlen und gratis trainieren! ywy-logo 1 Freund = 1 Monat kostenlos! Mehr erfahren

Large mag istock 000027637805large
Bild: iStockphoto.com

Mythos Yoga-Po

Von Kristin Rübesamen

Ein Yoga-Po ist im Yoga, was die Karosserie beim Auto ist: das Resultat gelungener Technik, gut zum Angeben, je fester, desto besser. Den Begriff „Yoga-Po“ findet man auch bei Patanjali in den berühmten Yoga-Sutren, zwischen den Zeilen, wenn man genau hinsieht. Doch erst mal zurück in die Gegenwart.

Musculus gluteus maximus

Ein Yoga-Po ist nicht zu übersehen. Hundertfach streckt er sich uns entgegen, im Nach-Unten-Schauenden Hund, einer Haltung, die ihrer mannigfachen Vorzüge wegen zu den zentralen Asanas gehört. Obwohl sich im Yoga anders als beim „Pumpen“ im Studio die Muskeln an die Knochen schmiegen, gedehnt und so eine wunderbare elegante Form erhalten, gilt der „Musculus gluteus maximus“, der größte der drei Gesäßmuskel, dann am meisten, wenn er rund ist und hoch sitzt.

Kim Kardashions Po und die Schwerkraft

Dank Kim Kardashian (wenn Ihr die nicht kennt, denkt an Jennifer Lopez...) gibt es in New York mittlerweile ganze Fitnessklassen, die sich dieser Aufgabe widmen, wie zum Beispiel „Ass Blass“ bei David Barton in Manhattan. Dagegen ist nichts zu sagen, außer dass wir Yogis uns dieses Programm schenken können. Denn wir haben in jedem normalen Vinyasa Flow Übungen, die mindestens so effektiv sind: Tiefe Ausfallschritte, Liegestützen, seitliche Liegestützen, Malasana (Hocke) und nicht zu vergessen Utkatasana (Stuhl).

Unser entscheidender Vorteil ist, dass wir nicht nur mit unserem eigenen Gewicht arbeiten und kein zusätzliches Gerät brauchen, sondern dass wir dieser Schwerkraft noch einen weiteren, wesentlichen Aspekt abgewinnen.

Samtosha gleich Zufriedenheit

In den Yogasutren (2.30 - 2.34) behandelt Patanjali unter dem Begriff „Niyamas“ die Eigenschaften, die uns dabei helfen, mit uns selbst im yogischen Sinne zurecht zu kommen. Dazu gehört als zweite eine Eigenschaft, die auf Sanksrit nach Samt und Schokolade klingt: „Samtosha“: es bedeutet, zufrieden zu sein mit dem, was man hat.

Hier, wenn Ihr mir diese Interpretation erlaubt, fordert uns Patanjali auf, zufrieden zu sein mit unserem Yoga-Po, zufrieden zu sein mit dem Platz im Leben, auf dem wir uns gerade befinden, kurz, mit dem, worauf wir sitzen.

Buddha und Jennifer Lopez

Wenn wir ständig auf dem Sprung sind, haben wir zu wenig „Samtosha“. Wenn wir dagegen bleiben, wo wir sind, werden wir irgendwann die Aussicht genießen. Um der Schwerkraft zu entkommen, müssen wir sie erst mal spüren. Deshalb: je größer der Po, desto größer unsere Chance, zufrieden zu sein mit dem, was wir haben. Kim weiß das und Jennifer und Buddha auch.