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Die Jahreszeiten aus Sicht der tibetischen Lehre
Simon Matzinger auf Unsplash

Die Jahreszeiten aus Sicht der tibetischen Lehre

Von Lukas Maron

Gemäß der tibetischen Konstitutionslehre spiegeln die Jahreszeiten die fünf Elemente (Luft, Feuer, Wasser, Erde und Raum) und die drei Energie-Prinzipien Lung (Wind), Tripa (Galle) und Beken (Schleim aus Wasser und Erde) wider. Deshalb sollten wir Ernährung, Bewegung, Verhalten und die Verwendung von Kräuterrezepturen den Jahreszeiten anpassen. 

Der menschliche Körper durchläuft dieselben Phasen wie die Natur, außerdem finden sich die natürlichen Lebensprozesse der Geburt, des Heranwachsens, des Alterns und des Sterbens in den vier Jahreszeiten wieder. Neben den Jahreszeiten beeinflusst auch die Qualität der Ernährung deinen Körper und das Immunsystem sehr stark. Die Veränderung der Temperaturen der Erde und des Körpers ist eine natürliche Methode, um deine Energien im Gleichgewicht zu halten und sie zu regenerieren und heilen.

Die Elemente in den Jahreszeiten

1. Der Frühling

Der Frühling ist das Aufwachen aus dem tiefen Winterschlaf. Die Wärme (Tripa-Energie) dringt wieder in die Erde und deinen Körper. Die Kälte (Beken-Energie) bleibt jedoch außen wie innen noch vorhanden. Um die schwere (Element Erde) und kalte (Element Wasser) Energie aus dem Winter abzubauen, braucht es die Bewegung des Wind-Elements (Lung) und die Aktivierung des Feuers (Tripa).

Besonders im Frühling hilfst du deinem System mit regelmäßigem Sport, aktivierenden Massagen und Nahrungsmitteln mit den Geschmacksrichtungen bitter, scharf und herb. Außerdem ist es wichtig, die Leber-Gallen-Energie (Tripa-Energie) zu aktivieren. Die Leberhitze chintri soltestl nach der Kälte wieder entfachen, damit die Leber ihre natürliche Funktion der Regeneration und Entgiftung optimieren kann.

2. Der Sommer

Die entstehende Hitze im Sommer durchdringt die Erde und den Körper und wärmt sie von außen und von innen ganz auf. Die heiße Tripa-Energie (Feuer) des Sommers solltest du trotzdem nicht mit eisgekühlten Lebensmitteln oder zu freizügiger Kleidung oder Klimaanlagen runterkühlen, da die Wärme im Zentrum des Körpers und im Verdauungssystem für die restliche Zeit des Jahres gespeichert wird.


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3. Der Herbst

Die Sonnenwärme nimmt im Herbst allmählich ab, und die äußere Temperatur verringert sich. Obwohl es kälter wird, ist die gewonnene Hitze des Sommers noch in dir vorhanden.

4. Der Winter

Die starke Kälte im Winter reduziert die Temperaturen. Die Kälte von außen tritt in die Erde und deinen Körper ein – schließlich wird die Sommerhitze (Tripa-Energie) vollständig abgekühlt. Erde, Körperteile, Gewebe und Zellen frieren und reagieren langsamer. Die Kälte der Beken-Energie im Winter ist eher träge und schwer und schwächt den Körper. In dieser Jahreszeit ist es wichtig, den Körper warm zu halten und mit einer reichhaltigen Ernährung zu unterstützen. Süße, saure und salzige Nahrungsmittel sind gut geeignet.

Gerade nach den Wintermonaten fühlen wir uns oft müde und antriebslos. Die tibetische Konstitutionslehre hat eine ganz eigene Erklärung für dieses Phänomen: Im späten Winter und den frühen Frühlingsmonaten sammelt die Natur ihre aufbauenden, substanziellen Kräfte im Boden, damit daraus neues Leben entstehen kann. Das passiert auch im Körper und führt zu einer Konzentration feuchtkalter und schwerer Energie. Diese reduziert die Kraft deines Verdauungsfeuers (medrod) und des Funktionskreises von Leber und Galle. Daher fühlen wir uns müde und schlapp.

Wie du das Gleichgewicht der Energien wahrst

Sommer und Winter haben entgegengesetzte Kräfte (heiß und kalt). Der Herbst und der Frühling besitzen eine neutrale Energie. Sie läuten den Kälte- respektive den Wärme-Zyklus ein und erhalten so das Gleichgewicht der Energien.

Dein Organismus reagiert auf den Wechsel der Jahreszeiten auf verschiedene Weise und braucht in dieser Zeit mehr Beachtung und Unterstützung, um den Übergang von Kälte zu Wärme und auch von der Trägheit des Winters zum Frühling zu bewältigen. Im Herbst braucht der Körper Hilfe bei der Umwandlung der aktiven Hitze in die Gelassenheit des Winters. Du solltest deinen Körper also besonders in den Übergangsphasen im Frühling und im Herbst unterstützen.

Eine Entschlackungs- oder Entgiftungskur hilft bei der Regeneration. Pflanzliche Kräutermischungen gemäß der tibetischen Lehre leisten einen wertvollen Beitrag, um den Körper auf sanfte und natürliche Weise zu unterstützen und ins Gleichgewicht zu bringen. Zudem hilft es, den Alltag bewusst zu entschleunigen und dem Körper und Geist genug Zeit zur Erholung und Entspannung zu gönnen.

Idealerweise passt du deine Ernährung und dein Verhalten den Bedürfnissen der sich ändernden Jahreszeiten an. Allgemein sind saisonale Nahrungsmittel zu empfehlen, denn die Natur liefert die richtigen Lebensmittel für den Köper in jeder Jahreszeit.

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