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Der Weltyogatag: Warum die Welt Yoga braucht
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Der Weltyogatag: Warum die Welt Yoga braucht

Von Katharina Goßmann

Wegen der Corona-Pandemie werden die Yogis an diesem Weltyogatag nicht wie in den vergangenen Jahren den Times Square in New York übernehmen (s. Bild) oder sich zu Tausenden auf öffentlichen Plätzen in Indien zum Meditieren zusammenfinden. Trotzdem werden sich YogiNis weltweit miteinander verbinden – natürlich unter Einhaltung der Hygiene-Regeln – und in Studios oder an der frischen Luft gemeinsam Yoga praktizieren, meditieren, Mantras singen und so die Tradition des Yoga feiern.

Weltyogatag

Ja, vielleicht wird es dieses Jahr sogar besonders feierlich. Denn so manche Yoga-Praktizierende wird in den vergangenen Monaten realisiert haben, wie viel ihr die Yoga-Praxis gibt – und welche Stütze Yoga gerade in herausfordernden Zeiten sein kann.

Seit wann gibt es den Weltyogatag – und warum?

Den „International Day of Yoga” gibt es seit 2015. Der indische Premierminister Narendra Modi hatte sich Mitte 2014 bei einer Rede vor den Vereinten Nationen (UNO) dafür eingesetzt, Yoga mit einem Internationalen Tag zu ehren. Sein Ziel war es, die Popularität der traditionellen indischen Lehre im eigenen Land zu fördern und international den Blick von den körperlichen Vorzügen auch auf die spirituell-mentalen Effekte der Yoga-Praxis zu lenken. Und natürlich wollte er auch die weltweite Beliebtheit von Yoga nutzen, um Indien mit dem Rest der Welt verbinden – man könnte auch sagen: das Image des Landes mit Hilfe von Yoga aufpolieren.


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Am 11. Dezember 2014 wurde Modis Wunsch Realität: Die UNO-Generalversammlung beschloss, dass von nun an jährlich am 21. Juni (dem Tag der Sommersonnenwende) der Internationale Tag des Yoga begangen werden sollte. Das Ziel des Weltyogatages war und ist es, die gesundheitsfördernden Effekte von Yoga bekannter zu machen und die Yoga-Praxis zur Förderung der Gesundheit der Weltbevölkerung zu verbreiten.

Die rekordverdächtige Zahl von 177 Mitgliedsstaaten unterstützten damals den Weltyogatag (mittlerweile sind es sogar 193), und das europäische Parlament feierte einige Monate später sogar eine Auftaktveranstaltung zum Internationalen Yoga-Tag mit Sri Ravi Shankar.

Wie wird der Weltyogatag gefeiert?

Weltyogatag Ottawa

Am 21. Juni 2015 sorgte dann der erste International Day of Yoga für weltweite Aufmerksamkeit. 84 Nationen beteiligten sich: In Neu-Delhi, Indien, übten mehr als 35.000 Menschen gemeinsam mit Premierminister Modi öffentlich Yoga (und kamen damit sogar ins Guinessbuch der Rekorde), aber auch auf dem Times Square in New York, unterm Eiffelturm in Paris, nahe der Tower Bridge in London und an unzähligen anderen Orten kamen Menschen zusammen, um ihre Liebe zum Yoga zu bekennen.

Mittlerweile ist der Weltyogatag fest etabliert in den Kalendern von Yoginis und Yogis weltweit. Neben großen Events wie dem am Times Square (das übrigens nach der Sommersonnenwende „Solstice” heißt) gibt es unzählige kleine Veranstaltungen in Yoga-Zentren. Viele Studios feiern am 21. Juni ihren Tag der offenen Tür, reichen Kräutertee und Prasad („Göttergaben” der hinduistischen Tradition, etwa Power Balls) und laden zu kostenlosen Klassen, Meditationen oder auch einem Kirtan (gemeinsamen Mantra-Singen) ein.

Eine sehr schöne Tradition ist es auch, zum Weltyogatag den Sonnengruß 108-mal zu üben (Die 108 gilt im Yoga als heilige Zahl, so haben etwa die bei Yogis beliebten Gebetsketten, die Malas, immer 108 Perlen). Wenn in deiner Gegend also keine Veranstaltung zum Weltyogatag stattfindet, huldige doch einfach der Yoga-Tradition, indem du zu Hause den Sonnengruß übst, bis der Schweiß in Strömen fließt!

Hier erklärt die Christiane Wolff, wie du dem Sonnengruß korrekt ausführst:

Yoga Video Tutorial: Asana Sonnengruß A (Surya Namaskara A)YogaEasy-Video abspielen

Häufig findet auch die Lange Nacht des Yoga in den Tagen rund um den Weltyogatag statt. Dieses Jahr kannst du mit der Langen Online-Nacht des Yoga am 20.6. direkt in den Weltyogatag 2020 hineinfeiern!

Yoga als weltweite Bewegung: Wir sind alle eins

Am Internationalen Tag des Yoga werden aber nicht nur die Bedeutung und die Tradition des Yoga und dessen ganzheitlich-heilende Wirkung gefeiert. Der 21. Juni soll uns auch daran erinnern, dass Yoga weltweit Menschen miteinander verbindet. Der Weltyogatag feiert so nicht nur die Einheit zwischen Körper und Geist, sondern auch die von allen Menschen. Und ist damit ein Zeichen der Gemeinschaft und des Friedens in schwierigen Zeiten.

Yoga für die Welt: Warum wir Yoga brauchen

Falls du jetzt immer noch die nicht die Yogamatte ausgerollt hast (obwohl die UNO dich darum gebeten hat!), haben wir hier noch ein paar gute Gründe, Yoga zu machen.

Yoga ist gut für den Körper – Stichwort: Rücken

Rückenschmerzen sind ein Volksleiden: Falls du noch keine Rückenschmerzen hast wie 70 Prozent aller Deutschen, fang also lieber mit Yoga an, bevor es dich erwischt. Wir leben in einer Zeit, in der die meisten Menschen viel sitzen und sich wenig bewegen. Das führt zu schwacher Muskulatur und somit zu wenig Unterstützung für das Skelett – und zwar beim Tragen immer schwererer Lasten, denn leider gibt es immer mehr Übergewichtige. Auf lange Sicht folgen Haltungsschäden und Verschleißerscheinungen in den Gelenken. Dazu kommen noch die Belastungen einer hyper-aktiven Gesellschaft. Verspannungen sind vorprogrammiert.

Und auch Menschen, die sich viel bewegen – weil sie Kleinkinder versorgen, als Verkäuferin viel stehen oder als Bauarbeiter schwer heben – belasten ihren Körper oft falsch und kämpfen so langfristig ebenfalls mit schmerzhaften Beschwerden.

Yoga ist im Kampf gegen Rückenschmerzen die ideale Waffe:

  • Yoga gleicht Fehlhaltungen aus, indem es die Muskulatur des gesamten Körpers stärkt, dehnt und lockert.
  • Yoga baut Stress und damit Verspannungen ab.
  • Yoga erhöht die Produktion von Gelenkschmiere, indem es eingerostete Gelenke in Bewegung bringt und durch die resultierende verbesserte Durchblutung optimal mit Nährstoffen versorgt.

Yoga ist gut für den Geist – Stichwort: Stress

Stress ist ein Modewort – leider aber keine Mode-Erscheinung, sondern eine äußerst belastende Zivilisationskrankheit. 60 Prozent der Deutschen fühlen sich gestresst, das ergab eine Umfrage der Techniker Krankenkassen (TK). Wer gestresst ist, fühlt sich ausgeliefert, überfordert, wird schneller krank, ist gereizt, hat insgesamt weniger Freude am Leben und ist auch für seine Umgebung kein Spaß.

Yoga ist anerkanntermassen die beste Bewegungsart, um Stress abzubauen, denn Yoga kombiniert eine Vielzahl von hoch effektiven Methoden:

  • Durch tiefes, langsames Atmen wird der Parasympathikus aktiviert, was die Nerven beruhigt.
  • (Auch kurze) Meditationen helfen dabei, das Gedankenkarussell zu verlangsamen (oder sogar anzuhalten!).
  • Bewegung baut Stresshormone ab.
  • Die Achtsamkeit im Yoga und die Konzentration auf die Bewegungen im Einklang mit dem Atem helfen dabei, vom Außen ins Innen zu gehen, vom Denken zum Fühlen, vom Grübeln und Planen zum Hier und Jetzt.

Für Yoga brauchst du: nichts

Und das Beste: Für Yoga brauchst du eigentlich nichts. Wenn dein Fußboden nicht extrem rutschig oder kalt ist, brauchst du keine Matte. Spezielle Kleidung ist überflüssig, bequeme Klamotten reichen völlig. Nur du und dein Körper und ein bisschen Zeit, und schon kannst du in die Welt des Yoga eintauchen und Körper und Geist mit auf eine wohltuende Reise nehmen. Was für ein Geschenk!

Tipp: Falls du nicht ohne Anweisung Yoga machen willst, klapp einfach deinen Laptop auf und tipp YogaEasy.de in den Browser!

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