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Warum du einen Yoga-Altar brauchst - und wie du ihn baust!
Bild: iStockphoto.com

Warum du einen Yoga-Altar brauchst - mit Anleitung

Von Katharina Goßmann

Warum brauche ich einen Yoga-Altar?

In hinduistischen Ländern sieht man ständig Menschen, die gerade ihren Hausaltar mit frischen Blumen oder kleinen Schüsseln voller Milch oder Reis schmücken, und dabei eine Minute innehalten. Mit dieser kleinen Puja, die im Yoga-Kosmos zum Bhakti Yoga gerechnet wird, verbinden sich die Menschen mit dem Höchsten (was auch immer das für sie sein mag), bleiben in Kontakt mit ihrer spirituellen Seite und verlieren auch im Alltag ihre immateriellen Ziele nicht aus den Augen.

Von so einem Ritual können aber auch westliche Yogis (auch überzeugte Atheisten!) profitieren. Vielen fällt es schwer, im vollgestopften Alltag bei sich zu bleiben, zu erkennen, was wirklich wichtig ist und ihr Leben aktiv nach eigenen Vorstellungen zu gestalten anstatt nur in übernommenen Mustern zu reagieren.

Wer aber jeden Morgen seinen Altar säubert und schmückt, kurz innehält, dankbar wahrnimmt, dass er einen weiteren Tag leben darf und sich seine Ziele und Intentionen bewusst macht, startet völlig anders in den Tag als jemand, der morgens schnell einen Kaffee in sich reinschüttet und dann fluchend dem Bus hinterherläuft.

Wie baue ich mir einen (Yoga-)Altar?

Grundsätzlich gibt es keine Regeln, wie ein Altar auszusehen hat – das Entscheidende ist, dass du deinen Altar wunderschön findest, er dich an deine Intentionen erinnert und ein besonderer, inspirierender Ort für dich ist.

Hier einige Anregungen, wie du deinen Altar gestalten kannst:

  • Suche dir für deinen Altar eine schöne, helle Ecke aus, in einem Raum, den du magst. Yogis stellen ihren Altar dort auf, wo sie auch ihr Home Yoga machen.
  • Du kannst deinen Altar einfach auf dem Boden aufbauen (jedenfalls wenn du weder mit Haustieren noch mit Kleinkindern zusammen lebst), oder auf einem kleinen Kommödchen/Schränkchen/Tischchen, du kannst ein Brett an die Wand dübeln oder eine vorhandene Abstellmöglichkeit wie eine natürliche Öffnung in der Wand bzw. ein Fensterbrett nutzen.
  • Dann hebe die gewählte Fläche vom Rest des Raumes ab, indem du z.B. die Wand hinter dem Altar bunt streichst, ein gemustertes Tuch über das Abstelltischchen wirfst oder ein großes Metall- oder Holztablett (in Läden mit Waren aus Indien, Tibet, Afrika und Co. lassen sich wahre Schätze entdecken) als Altar-Grundlage nimmst.
  • Nun kannst du auswählen, was du auf den Altar stellen möchtest:
    • Auf dem klassischen Yoga-Altar finden sich meist Bilder von inspirierenden Yoga-Lehrern/Gurus, Statuen von hinduistischen Lieblings-Göttern wie Shiva und Ganesha, eine oder mehrere Kerzen und frische Blumen. In traditionellen Stilen wie Sivananda sind auch dekorative Schalen beliebt, die täglich frisch mit Reis, Milch oder Süßigkeiten befüllt werden.
    • Du kannst aber auch völlig wild dekorieren: Äste, Blätter, Pflanzen, Fotos deiner Freunde oder deiner Oma, schöne Edelsteine, Duftlampen, Laternen, Schmuck, Sand, Steine aus dem Meer, Muscheln – einfach alles, was dir gefällt, gute Energien hat, was dich an Schönes oder Wichtiges erinnert.
    • Wenn du auf Reisen eine einzigartige Shiva-Statue entdeckst oder einen inspirierenden Brief bekommst, dann integriere diese Gegenstände in deinen Yoga-Altar – so bleibt dein Altar lebendig, wird immer persönlicher und entwickelt sich mit dir und deinen Intentionen weiter.

Lebendiges Ritual statt vernachlässigter Staubfänger

Das wichtigste ist aber, dass der Altar gepflegt und geliebt wird - also ein lebendiger Teil deines Lebens und deines Zuhauses ist. Auf keinen Fall sollte er zu einem verstaubten Schandfleck mit verwelkten Blumen werden, der dich unangenehm daran erinnert, dass du dich eigentlich um dich und dein Leben(sglück) kümmern wolltest!

Etabliere eine feste Zeit – am besten morgens oder abends – um deinen Altar von Staub zu befreien, die Blumen auszutauschen, eine Kerze anzuzünden und ein kleines Ritual abzuhalten, das dich mit deinem Höchsten, mit deinen Intentionen verbindet. Vielleicht kombinierst du dein Altar-Ritual auch mit einer Yoga- oder Meditationspraxis?

Wie auch immer dein Altar am Ende aussieht, egal welches Ritual du entwickelt hast - wir wünschen dir viel Freude mit deinem neuen Altar!

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