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Ecstatic Dance

Straight-Edge-Ekstase: Ecstatic Dance

Von Marius Beyer

Was ist Ecstatic Dance? 

Ecstatic Dance ist ein Wunder! Ein zweistündiges Dance-Workout oder spirituelles Ereignis. Ecstatic Dance ist ein sicherer Raum für den authentischen Selbstausdruck in der Bewegung, im gemeinsamen Tanz. Es wird nicht gesprochen beim Tanzen, denn es ist wie eine tiefe Bewegungsmeditation, bei der die Teilnehmenden in den Flow kommen, in einen natürlichen Rauschzustand geraten und idealerweise in eine kollektive Ekstase, ohne dass irgendwelche Rauschmittel im Spiel sind. 

Beim Ecstatic Dance tanzen wir uns in unsere natürlichen Glücksgefühle – es ist komplett rauch- und drogenfrei. Wir tanzen barfuß und stellen unsere Smartphones für die Dauer der Veranstaltung ab. Weiterhin legen wir großen Wert auf den respektvollen Umgang miteinander. Die persönlichen Grenzen der TeilnehmerInnen sollte jeder einhalten, denn nicht alle wollen mit jemand anderem tanzen, sondern vielleicht lieber ganz für sich bleiben. Und das funktioniert: Jeder kann hier seine ganz persönliche, individuelle Tanzreise antreten und wird dabei doch von der Gemeinschaft getragen.

Alle Gefühle sind willkommen

Dabei darf alles sein, was in dieses Setting hineinpasst. Es dürfen Gefühle gezeigt, es darf gejubelt, gelacht, gejauchzt und frohlockt werden. Genauso darfst du Trauer zeigen oder weinen, wenn die Musik dazu anregt, weil sich durch den offenen Rahmen und den Tanz im eigenen Körper etwas löst, dass schon seit Ewigkeiten rauswill. 

Das kann für die TeilnehmerInnen eine höchst befreiende und heilsame Erfahrung sein. Einen Raum zu betreten, in dem du nicht beurteilt wirst oder dir jemand vorschreibt, wie du zu sein hast. Hier kannst du dich in deiner ganzen ungefilterten Schönheit zeigen. Ein Raum, in dem es um nichts geht und du gar nichts erreichen musst. 

Du kannst elfengleich oder wie eine Ballerina über den Dancefloor schweben, spontan einen Maori-Hakatanz aufführen und – mit Rücksicht auf die anderen – auch komplett ausrasten, wenn die Musik dazu einlädt –, einfach nur auf dem Boden liegen, in der Ecke sitzen und zuschauen. All das ist Ecstatic Dance und noch viel mehr. Es pulsiert, es ist heiß, energetisch, dynamisch und gleichzeitig unglaublich fein, einfühlsam, achtsam und liebevoll.

Hervorragende Musik steht dabei ganz klar im Vordergrund. Professionalisierte DJs spielen Waves, die die TänzerInnen im Idealfall auf eine wundervolle Reise mitnehmen. Diese Aufgabe ist anspruchsvoll und bedarf viel Erfahrung, sowohl was die technische Umsetzung anbelangt als auch die Auswahl und das Arrangement geeigneter Stücke. Die Musik ist modern und häufig elektrolastig, aber insgesamt überhaupt nicht genregebunden: Ambient, World, Klassik, Downbeat, Trap, House, Rock, Goa, das alles kann in Ecstatic-Dance-Sets vorkommen. Der unterschiedliche Geschmack der DJs und diese Freiheit in der Auswahl machen das Ganze so abwechslungsreich und jeden Dance einzigartig.


Die YogaEasy Days 2020 – Gemeinschaft, Austausch, Inspiration

Vom 1. bis 3. Mai 2020 trifft Deutschlands Yoga-Community im 25hours Hotel HafenCity in Hamburg zusammen. Interessierte,  Neueinsteiger, Fortgeschrittene und Yogalehrer freuen sich auf gemeinsamen Tagen voller Herzlichkeit, Gemeinschaft, Austausch, Verbindung und Inspiration. Dich erwarten intensive Yogastunden, inspirierende Vorträge, tiefgehende Meditationen sowie tolle Workshops. Wir freuen uns auf dich!
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Klarer Rahmen für die Freiheit: Wie eine Ecstatic-Dance-Veranstaltung abläuft

Der Rahmen variiert bei den Dances weltweit immer etwas. Wir in Hamburg machen zu Beginn immer ein kleines Warm-up, dann folgt der Eröffnungskreis, in dem wir kurz die Regeln erklären und was Ecstatic Dance eigentlich ist. Denn es kommen jedes Mal neue Leute hinzu, und alle brauchen den gleichen Ausgangspunkt. Der Eröffnungskreis ist auch deswegen sehr wichtig, weil sich hier die Gruppe miteinander auf den Tanz „eintuned”.

Nach der Erklärung folgt eine kurze Meditation, und dann kommt die Dancewave für ein bis zwei Stunden. Im Anschluss gibt es bei uns immer noch einen Unplugged-Chill-out mit Live-Musikern – das ist dann wie Shavasana nach einer Yogastunde und dient der Integration der Tanzerfahrung und Tiefenentspannung.

Zum Abschluss kommen alle wieder in einen Kreis und beschließen die Erfahrung abermals mit einer kurzen Meditation. Danach gehen alle nach Hause – und schlafen in der Regel sehr erholsam.

Die Wurzeln von Ecstatic Dance

Seinen Ursprung hat Ecstatic Dance auf Hawaii und verbreitet sich seit etwa 15 Jahren auf der ganzen Welt. In fast jeder Metropole und zunehmend auch in kleineren Städten gibt es mittlerweile Ecstatic Dances, bei der die Menschen aus allen Schichten und Kulturen, jung und alt, zusammenkommen, um miteinander zu tanzen.

Ich glaube, die Bewegung wächst deswegen so schnell, weil die Menschen ein großes Bedürfnis nach authentischer und herzlicher Begegnung haben, besonders zu Zeiten immer stärkerer digitaler Blasenbildung und gesellschaftlicher Vereinzelung. Außerdem haben viele keine Lust mehr auf durchfeierte Nächte und den Kater danach. Am Morgen nach einem Ecstatic Dance fühlt man sich hingegen oft wie neu geboren.

Ich selbst tanze für mein Leben gern und komme aus einer Familie, in der wir einen sehr ungezwungenen Umgang miteinander pflegen. Wir sind alle starke Charaktere, aber wir akzeptieren einander auch so, wie wir sind. Wir Deutschen sind häufig sehr verklemmt und steif, wenn es darum geht, Gefühle zu zeigen. Aber eigentlich sehnen wir uns danach, so gesehen und angenommen zu werden, wie wir in Wirklichkeit sind. Und die Gemeinschaft, der Tribe, beim Ecstatic Dance ermöglicht genau das.


Die nächsten Ecstatic-Dance-Events mit mir in Hamburg findest auf unserer Facebook-Seite.

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