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Jivamukti Berlin: Großstadt-Hype und Yoga-Essenz

Von Katharina Goßmann

Ende 2009 stolperte ich in Berlin immer wieder über große Plakate, auf denen „Hot, Hip and Holy – Jivamukti Yoga Berlin“ stand. Der Spruch gefiel mir. Schließlich praktizierte ich „hot“es Yoga, also dynamisches Yoga, fand mich ziemlich hip und flirtete gerade wild mit meiner spirituellen Seite.

Kurz, nachdem ich entdeckt hatte, dass „Hot, hip and holy“ eine Art Werbeslogan für Jivamukti Yoga war, kam ich sogar in den Besitz eines “Hot, hip and holy”-Aufklebers, mit dem ich sofort meinen Terminkalender verzierte. Ich beschloss, so bald wie möglich das neueröffnete Jivamukti Yoga-Studio in Mitte zu besuchen.

Wenn ich in Berlin war, gab es aber immer zu viel anderes zu tun. Deshalb schaffte ich es erst vor wenigen Tagen, das Studio, das von den Jivamukti-Gründern Sharon Gannon und David Life höchstpersönlich abgesegnet wurde, zu besuchen.

Die schmucklose, graue Brunnenstraße war wie immer ziemlich leer, als ich sie hochtrabte und durch eine Toreinfahrt und einen Hinterhof das Jivamukti-Studio betrat. Dort wurde es sofort bunter und hipper – die dunkelhäutige Schönheit am Empfang stand hinter einem Tresen, der jede Menge gesunde Leckereien anpries, und Stamm-Yogis wurden gleich zum Anmelde-Computer-Terminal durchgewinkt.

Ich zahlte zehn Euro für meine Probestunde und stieg die Treppe zu meinem Yogaraum hoch in den zweiten Stock. Dort fand ich hinter einem schwarzen Vorhang die Umkleide. Meine Mit-Yogis waren sehr still, es wurde nicht gesprochen und kaum gelächelt.

Ich suchte mir in dem hellen, schönen Yogaraum einen Platz und wartete. Lehrerin Miriam kam ein paar Minuten zu spät und hielt uns einen Vortrag über die Schwierigkeit im Moment des Todes das richtige Mantra zu denken, während sie den Raum aufräumte. Danach führte sie uns sehr selbstsicher durch eine ziemlich fordernde und fokussierte Yogastunde. Der Raum war angenehm warm, ich schwitzte wie blöd und war hoch konzentriert. Ein Mal unterbrach Miriam die Stunde, um uns den Kopfstand zu erklären – offensichtlich war sie mit unserer Technik nicht ganz zufrieden gewesen.

Als ich in der Schlussentspannung, Shavasana, lag und auf die Geräusche vom Kinderyoga unter uns im 1. Stock lauschte, kam es mir vor, als wäre die Stunde außergewöhnlich kurz gewesen. Später stellte sich heraus, dass Miriam sogar ein bisschen überzogen hatte.

Nach Ende der Stunde stoben alle Schüler auseinander und das Studio war in kürzester Zeit leer. Als ich auf die Straße hinaus trat, merkte ich, wie hart mein Körper gearbeitet hatte – und wie ungemein perfekt er sich anfühlte.

Fazit:
Im Jivamukti Yoga-Studio in Berlin-Mitte wird seit Ende 2009 dynamisches Yoga mit philosophischen Vorträgen und Musikuntermalung unterrichtet. Seit September 2011 gibt es ein zweites Studio in Kreuzberg. Durchschnittlich werden vier Klassen pro Tag angeboten – von Basic über Kidsyoga zu Prenatal-Stunden und Jivacouch-Entspannungs-Klassen – und am Wochenende wird Satsang (gemeinsames Singen, Meditieren, Hören wichtiger Schriften) gefeiert. Perfekt für gestresste Großstädter!

www.jivamuktiberlin.de
Probestunde: 10 Euro

Jivamukti Yoga Berlin Mitte, Brunnenstrasse 29, 10119 Berlin
Jivamukti Yoga Berlin Kreuzberg, Oranienstr. 25, 10999 Berlin
Telefon: (+49) 30 – 48 49 19 48
info@jivamuktiberlin.de

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