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Ein Gewitter aus Klängen: Die Gong-Meditation
René Hug

Ein Gewitter aus Klängen: Die Gong-Meditation

Von René Hug

Im Gongklangbad überlässt du all deine Gedanken, die dich im Moment beschäftigen, den Klängen der Gongs und lässt dich von den Höhen und Tiefen der Klänge dieser mächtigen Instrumente tragen. Die Schwingungen der Gongs lassen den Körper durchlässiger werden, reinigen dessen Energiefeld und lösen vorhandene Verspannungen. Das Entscheidende beim Gongklangbad ist die persönliche Erfahrung des Klangs: sich von ihm berühren lassen und ganz gleich, was emotional an die Oberfläche bricht, egal wie es sich anfühlt, es passieren zu lassen und es dann wieder an den Klang zurückzugeben. Während der Gong weiterschwingt, seine Tiefe und Intensität geschehen zu lassen und zu beobachten... Zu spüren und des Moments bewusst gewahr werden. Die Absicht ist es, den persönlichen ursprünglichen Schwingungszustand wiederherzustellen, sodass du mehr Freude, Entspannung und Leichtigkeit in deinem Leben erfährst. Das, was du wirklich bist, ist jenseits aller Realität, und was du in diesem Moment hältst oder frei lässt, ist nur eine Widerspiegelung deines Selbst!

Wirkung der Gong-Klänge

Während die Klänge auf dich einströmen, darfst du dich ganz deren Schwingungen hingeben, die sich wie ein Klangteppich ausbreiten. Sie beginnen erst leise, um die Gedanken, die stets um uns kreisen, zu besänftigen, und öffnen auf zellulärer Ebene einen Raum, um eine Neuausrichtung zu ermöglichen. Die sphärischen Vibrationen können klanggewaltig ansteigen, sind dann deutlich spürbar und entlassen dich nach ihrer sanften Rückkehr zu den leiseren Tönen in Klarheit und Vitalität. Es kann sein, dass du dich überrollt fühlst, wenn du die mächtigen Gongs das erste Mal hörst. Wenn du dich jedoch den Klängen hingibst, bist du zugleich hellwach und sehr tief entspannt und gleitest in einen außergewöhnlichen Geisteszustand. Der Klang des Gongs erzeugt, wenn du es zulässt, eine tiefe Entspannung, indem er dich von der Fülle deiner Gedanken befreit und deinen Geist freisetzt. Der Klang, die Schwingung und seine Vibration werden nicht nur über die Ohren wahrgenommen, sie dringen auch über die Haut in die Zellen und bis in die Knochen hinein.

Ihr Klang ist so erstaunlich vielseitig, dass man überrascht ist, dass es so etwas gibt. Daher ist es nicht erstaunlich, immer wieder zu hören, dass diese Klänge nicht von dieser Welt seien oder wirklich existieren könnten. Das Zusammenspiel mehrerer Gongs ist eines der kraftvollsten Hilfsmittel zur Meditation, sodass unser Gedankenkarussell endlich mal pausieren darf. Für so manchen Menschen ist dies in der heutigen Zeit eine echte Herausforderung – die Gedanken im Geist zu besänftigen und in der Stille zu verweilen. Um diese Gedankenpause erleben zu können, ist neben dem richtigen Atmen der Gong ein sehr wertvoller und tragender Begleiter. Der Gong legt die Gedankenwellen der Teilnehmer einer Meditation still, ganz nach den Worten Patanjalis: „Yogas chittá vritti nirhoda – Yoga ist das Zur-Ruhe-Kommen der Gedanken im Geist.“


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Sich den Schwingungen der Gongs hinzugeben bedeutet, die Kontrolle über sich selbst abzugeben und sämtliche Anspannungen zu lösen. Leider möchte der ein oder andere Verstand diese Kontrolle nicht abgeben und die Folgen können dann von körperlicher Anspannung bis Kopfschmerzen reichen!

So läuft eine Gong-Meditation ab

Gong-Meditation

  1. Man beginnt mit Atemübungen die, wie im Yoga, sehr bewusst durchgeführt werden, um ganz bei sich und am Ort des Geschehens anzukommen. Durch dieses Zur-Ruhe-Kommen bist du bestens für die Wirkung der Gongs vorbereitet.
  2. Am besten legst du dich anschließend in Shavasana auf den Rücken – oder auch in eine andere für dich bequeme Position – und deckst dich zu. Auch hier ist es wichtig, das Liegen ganz bewusst zu erleben und dich dabei zu entspannen.
  3. Dann werden die Gongs leise angeschwungen, sodass sich ganz sanft ein Klangteppich von den Gongs ausgehend über den ganzen Raum ausbreiten kann. Währenddessen kann sich jeder Teilnehmer den Schwingungen dieser Gongs hingeben und dabei ganz in seiner eigenen Welt verweilen.

Der Ursprung des Gongs in Asien

Der Ursprung des Gongs lässt sich bis ins 2. Jahrtausend v. Chr. zurück verfolgen. Allerdings nimmt man an, dass sie noch viel älter sind. Die Geschichtsforschung spricht von vier Hauptzentren in Asien, aus denen mindestens sieben Gongformen mit verschiedenen Klangstrukturen stammen: Annam (Zentralvietnam), Burma, China und Java. Man geht davon aus, dass die Gongs zu den ältesten und wichtigsten Musikinstrumenten Südostasiens gehören. Nur wenige Familien kannten die Tradition der Gongherstellung, deren Geheimnisse von Generation zu Generation weiter gegeben wurden. Die Gongschmiedekunst war mit einer Art Zauber umgeben. Die Gongmacher glaubten, dass der Gong nur mithilfe einer höheren Macht gelingt und dass der Schmied mehr unter dem Einfluss dieser Macht stand als andere Menschen. Der Gong war im gesamten fernöstlichen Raum ein wichtiger Bestandteil im Leben der Menschen und ist dies zum Teil auch heute noch. Als Musikinstrument begleitet der Gong Freudenfeste, Totenfeiern, Gesänge, Theateraufführungen oder wird in privaten Hauskonzerten gespielt. Ungefähr seit Ende des 18. Jahrhunderts werden die Gongs auch in europäischen Orchestern gespielt.

Wer baut heute noch Gongs im europäischen Raum?

Eine der bekanntesten und renommiertesten Gong-Hersteller in Europa ist die Familie Paiste, die ursprünglich aus Estland stammt. Nach einem Abstecher über Norddeutschland ist der Mittelpunkt des Familienunternehmens mittlerweile in ihrer Manufaktur in Nottwil (Schweiz) zu finden.

Die Herstellung dieser alten und seltenen Instrumente erfolgt traditionell in Handarbeit, was sehr teuer und zeitaufwendig ist. Allerdings könnte eine Maschine niemals die menschlichen Fähigkeiten und Expertise des Schmieds bei der Herstellung dieser wertvollen Instrumente ersetzen. Die maschinelle Herstellung würde den göttlichen Klang dieser Instrumente zerstören. Aus einem Neusilberblech wird der Gong von Hand geschmiedet und wird so zu einem handgemachten Unikat.

Die Gongherstellung ist eine schwere und schweißtreibende Arbeit. Jeder Gong erhält so viele Hammerschläge wie nötig, keinen mehr. Moderne Elektronik, Computer und Software sucht man vergebens bei der Herstellung von Gongs.

Übrigens: Berühmte Paiste-Gong-Sequenzen aus der Rockmusik findest du unter anderem bei Queen im Song „Bohemian Rhapsody“ oder Led Zeppelins „What Is And What Should Never Be.“

Gong-Meditation live erleben

Ich erlernte das Gongspielen bei Kay Karl in Berlin, die wiederum bei Don Conreaux lernte und ihr Wissen mit großer Leidenschaft weitergibt. Im Gongspiel manifestiert sich eine große Reinheit, die an das Nervensystem der Empfänger weitergegeben wird. Diese Reinheit ist wichtig, um damit auf die Schwingungen der energetischen Blockaden der Teilnehmer einwirken zu können und sie zu neutralisieren. Als Yogalehrer und Gongspieler ist man nur ein Kanal, der die Informationen und Schwingungen der Teilnehmer aufnimmt und sie in der entgegengesetzten Richtung wieder abgibt.

In der yogischen Lehre heißt es, dass das Universum aus Klang erschaffen sei und sich alles in Frequenzen widerspiegele. Jenseits alles Physischen begann die Schöpfung mit einer Vibration. In der christlichen Bibel heißt es: „Am Anfang war das Wort.“ In der Yogalehre ist dies „Naad“, der Klang. Wissenschaftler nennen es „kosmische Strahlung“ – der konstante Klang, der vom Urknall übrig ist. 

Wann und wo du mich beim Gongspielen erleben kannst, erfährst du auf meiner Website.

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