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Die Geheimnisse des Aku-Yoga

Von Dr. Maria Wolke

Alles ist verbunden und im Fluss… alles - im Innen und im Außen - beeinflusst sich gegenseitig. Seit vielen Jahrtausenden befolgen die Völker Asiens diesen Grundsatz. Ob in Japan, Indien, Nepal, Tibet oder China – ein Zusammenspiel des Körpers und der Psyche mit dem „Ganzen“ gilt im asiatischen Raum als grundlegend für die körperliche und psychische Gesundheit. Wird diese Verknüpfung außer Acht gelassen werden wir krank.

Oder aber wir beginnen ab heute uns selbst zu helfen… Eine Möglichkeit bietet Aku-Yoga. Er verbindet das indische und das chinesiche Wissen und ermöglicht somit ganzheitliche Heilung.

Chi, Prana oder Ki – Die asiatische Lehre vom Energiefluss

Die aus dem fernen Osten stammenden Lehren von Energiefluss des Körpers (je nach Tradition als Chi, Prana oder Ki bezeichnet) sind ganzheitlich und 5000 Jahre alt. So wird sowohl im alten China als auch im alten Indien davon ausgegangen, dass alle körperlichen und psychischen Erkrankungen auf Störungen im Energiefluss zurückzuführen sind. Gleichen wir (durch Yoga oder Akupressur) diese Dysbalancen aus, werden sowohl unser Körper als auch unser Geist wieder gesund. Leider gingen diese ursprünglichen Gedanken im Laufe der schnellen, modernen Zeit immer mehr verloren. Ein Wissen, das sich nicht mit Geld bezahlen lässt, schwindet…

Dabei sagte einst bereits Platon:

"Das ist der größte Fehler bei der Behandlung von Krankheiten, dass es Ärzte für den Körper und Ärzte für die Seele gibt, wo beides doch nicht getrennt werden kann."

Platon

Die Pille als der moderne Weg der Symptombekämpfung

Und wenn diese fundamentalen Aspekte doch getrennt werden, leiden sowohl der Körper als auch der Geist. Diese traurige Wahrheit wird durch unterschiedliche Statistiken bestätigt: Immer häufiger berichten Menschen von psychischen und körperlichen Krankheiten.

Gleichzeitig gibt es in der modernen Welt von heute gegen alles die entsprechende Pille. Haben wir Bauchschmerzen, fragen nur wenige Ärzte was uns „auf dem Magen liegt“. Stattdessen bekommen wir Tropfen oder Pillen verschrieben, die kurzfristig die Symptome auf körperlicher Ebene unterdrücken. Die Ursachen des Leidens bleiben bestehen und verursachen nicht selten weitere Beschwerden. Ein Leidenskreislauf entsteht.

„Nur in einem gesunden Körper lebt ein gesunder Geist.“

 Juvenal

Wie wichtig es ist, die enge Verknüpfung von Körper und Geist zu berücksichtigen, haben die asiatischen Völker bereits vor 5000 Jahren erkannt. Die Annahme der Verknüpfung aller körperlichen und psychischen Vorgänge und ihre Interaktion „mit dem Ganzen“ als ursächlich für Gesundheit und Krankheit sind folglich sowohl in der chinesischen Medizin als auch im Yoga grundlegend und uralt. Die ursprünglichen historischen Werke des Yoga stellen die unterschiedlichen Yogapraktiken bereits zur Zeit des Buddhas als Werkzeuge dar, mittels derer der Körper und der Geist zur Einheit gelangen können.

Aber was verbirgt sich hinter „Akupressur“?

So wie Yoga im alten Indien bildet die Akupressur seit 5000 Jahren einen wesentlichen Teil der chinesischen traditionellen Medizin. Im Gegensatz zur Akupunktur, die bestimmte Punkte des Körpers mittels Nadeln stimuliert, wirkt Akupressur ohne Nadeln – lediglich durch das Drücken, Massieren und Halten dieser Punkte. Beide Disziplinen nehmen an, dass das Stimulieren spezifischer Körperbereiche eine besondere Wirkung erzeugt. Die grundlegende Annahme hinter dieser Theorie ist die Lehre vom Energiefluss im Körper.

Alles um- und in uns ist Energie

Und tatsächlich besteht die gesamte Materie um uns herum aus „Energie“. Atome, Protonen und Elektronen schwingen in unterschiedlichen Frequenzen durch das Universum. Unsichtbar aber machtvoll umgeben die Wellen des elektromagnetischen Feldes die Erde und uns alle. Die Niedrigfrequenzen ermöglichen das Telefonieren, das im Internet Surfen, das Radiohören oder Fernsehen. Demgegenüber finden sich die hochfrequenten Strahlen der sogenannten kosmischen Energie.

Gibt es sie wirklich – die „kosmische Energie“?

Von jeher haben unterschiedliche Kulturen überall auf der Welt die Kraft einer Energie, die sowohl das Leben auf der Welt als auch das körperliche und psychische Befinden steuert, anerkannt. Im Yoga nennen wir sie Prana. Die Chinesen sprechen vom Chi, die Schamanen von „Chula“ und sogar die alten Römer kannten sie und bezeichneten sie als „Animus“.

Und auch die moderne, skeptische Wissenschaft beweist: Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde als wir uns vorzustellen vermögen. So konnten Forscher erst kürzlich an den Körpern meditierender Yogis unterschiedliche Betastrahlen messen, die sich (vermutlich) den Energiebahnen des Körpers zuordnen lassen.

Unabhängig der Bezeichnung gehen alle diese Kulturen davon aus, dass sowohl psychische als auch körperliche Störungen und Erkrankungen dann auftreten, wenn dieser Energiefluss gestört ist. Befindet sich die Lebensenergie im Gleichgewicht fühlen wir uns körperlich und psychisch gesund. Ist sie blockiert werden wir krank.

Abb. 1 links: Nadis - Yoga
Abb. 2 rechts: Meridiane - Akupressur

Warum es sinnvoll ist Yoga und Akupressur zu verknüpfen

Sowohl Yoga als auch Akupressur wirken durch das Nutzen unterschiedlicher Werkzeuge ausgleichend auf den körperlichen Energiefluss ein. Im Yoga sind es insbesondere die Pranayama – (Prana- Lebensenergie, Ayama – ihre Lenkung) sprich die bewusste Lenkung der Lebensenergie über die Atmung, aber auch die Praxis der Meditation, der Asanas und das Mantrasingen, die das Prana im Körper aktivieren. Die Akupressur setzt durch das Drücken oder Massieren bestimmter Stellen ihre Impulse und wirkt so direkt auf das Energiesystem ein.

Die Energiebahnen im Yoga – die Nadis

Im Yoga geht man davon aus, dass die Lebensenergie - das Prana - in spezifischen Bahnen, den Nadis (Nadi = Kanal, Röhre, vgl. Abb 1) fließt. Die Nadis sind feinstoffliche Energiekanäle, die wie ein Netz den gesamten Körper umhüllen und ihn mit „dem Ganzen“ also mit dem Universum verbinden (vgl. Abb 1). Es wird von ca. 72.000 Nadis ausgegangen. Die wichtigsten Nadis im Yoga sind das Ida Nadi, das Pingala Nadi und die Sushumna – die feinstoffliche Wirbelsäule. Das Ida Nadi verläuft auf der linken Körperseite und steuert die Mondenergie. Das Pingala Nadi ist auf der rechten Körperhälfte lokalisiert und reguliert die Sonnenenergie. Die Sushumna – auch als die feinstoffliche Wirbelsäule bezeichnet, umfasst dem Yoga nach alle die Energien, die jenseits der Sonnen-  und Mondenergie fließen und verbindet die 7 Hauptchakren (vgl. Abb 3). Bezogen auf den Körper entspricht das Pingala Nadi dem symphatischen Nervensystem. Das Ida Nadi repräsentiert den Parasympathikus und die Sushumna das zentrale Nervensystem.

Abb 3: Sushumna

Das Meridiansystem der chinesischen Medizin

Was im Yoga als Nadis bezeichnet wird entspricht in der traditionellen Chinesischen Medizin den Meridianen. Die Meridiane (= Kanäle) sind Energiebahnen im Körper, die die Lebensenergie - das Chi - leiten und verteilen. Die traditionelle Chinesische Medizin benennt unterschiedliche Leitbahnen (Meridiane). Für das Aku-Yoga sind vor allem die zwölf Hauptmeridiane (Organmeridiane) und die acht außerordentlichen Leitbahnen (regulatorische Meridiane) von Bedeutung.

Das Yin - Yang Prinzip

Die chinesische Medizin geht ferner davon aus, dass die Lebensenergie „Chi“ sich aus den zwei ergänzenden Energien dem Yin und dem Yang zusammensetzt (vgl. Abb 4). Ähnlich Ida und Pingala im Yoga, die energetisch dem Mond oder der Sonne zugeordnet werden, beschreibt auch das Yin den Mond und das Yang die Sonne. 

Abb 4: Yin-Yang

Sie verkörpern die auf der Welt und im Leben überall herrschenden Gegensätze, die es im Gleichgewicht zu halten gilt (vgl. Abb 4 weißer/schwarzer Punkt im Inneren der jeweiligen Hälfte). Auch die 12 Organmeridiane werden je nach Funktion dem Yin oder dem Yang Prinzip zugeordnet. So gibt es zum Beispiel 6 Yin-Organe (die Leber, das Herz, die Milz, die Lungen und die Nieren und das Perikard - der Herzbeutel) und 6 Yang Organe (die Gallenblase, der Magen, der Dünn- und der Dickdarm, die Blase und der „dreifachem Erwärmer“).  

Abb. 5: Meridiane

Die 12 Hauptmeridiane werden von 8 Sondermeridianen (Qi Jing Ba Mai, Abb 5) umhüllt. Diese sogenannten außerordentlichen Leitbahnen verbinden die 12 Hauptleitbahnen (Organmeridiane), regulieren den Blut- und den Energiefluss, werden allerdings keinem speziellen Organ zugeordnet. Entlang der unterschiedlichen Meridiane befinden sich unterschiedliche Punkte, die entweder durch Akupunktur (Einsatz von Nadeln) oder Akupressur (Einsatz von Druck) stimuliert werden können.

Die wichtigsten Punkte auf den Meridianen lassen sich den aus der indischen Medizin bekannten Chakren zuordnen. Ferner kann die Lehre von den Meridianen mit dem Studium der Anatomie in der westlichen Medizin verglichen werden. So konnte beispielsweise nachgewiesen werden, dass sich an den Stellen, die durch Akupunktur und Akupressur stimuliert werden, vegetative Nervengeflechte befinden, die wiederum unterschiedliche innere Organe regulieren. So berühren wir zum Beispiel alle ausnahmslos, intuitiv schmerzende Stellen, massieren sie und verschaffen uns so oftmals auch völlig medikamentenlos Linderung. Auch die Akupunktur und die Akupressur funktionieren nach diesem Prinzip.

Stimulieren wir nun einen bestimmten Punkt auf der Haut führt dies dazu, dass der Druck auf diesem Punkt die Informationsverarbeitung im gesamten Körper verändert und so auf die sensiblen inneren Prozesse einwirkt. Durch Druck und Reiben bestimmter Stellen sollen die durch Stress und falschen Lebensstil entstandenen energetischen Dysbalancen ausgeglichen und die Homöostase innerhalb des Lebensenergieflusses wiederhergestellt werden.

Und es funktioniert ...

Operieren ohne Narkose? Ja – es geht!

Dabei können nicht einmal chinesische Ärzte erklären wie und warum. Fakt ist allerdings, dass in China seit vielen Jahren völlig ohne Narkose operiert wird. Winzige Nadeln an bestimmten Körperstellen ersetzen starke Narkosemittel und garantieren eine, der Narkose ebenbürtige, Schmerzfreiheit. Ein Wunder oder doch eine logische Folge spezifischer Stimulation des Körpers…? Die Wissenschaft weiß keine Antwort.

Warum gerade Aku-Yoga?

Die Verknüpfung beider Disziplinen birgt ungeheure Heilungschancen. Die Tatsache, dass beide Gesundheitssysteme über die Regulation des Energieflusses wirken und auf diese Weise sowohl den Körper als auch die Psyche regulieren, verstärken sowohl den Yoga- als auch den Akupressureffekt. Aku-Yoga wirkt dabei auf zweierlei Weise auf das Energiesystem des Körpers ein: Die veränderte Atmung (Pranayama) und die unterschiedlichen körperlichen Ausrichtungen durch das Halten spezifischer Yoga-Asanas lösen körperliche und psychische Blockaden, lindern Stress und fördern das Wohlbefinden. Das zusätzliche Stimulieren spezifischer Akupressurpunkte in der Yoga-Asana aktiviert spezifische Meridiane, wirkt ausgleichend auf die Körperenergie und sorgt dafür, dass das Chi/Prana im Körper wieder ins Gleichgewicht kommt und ungehindert fließen kann. Unterschiedliche Punktsequenzen die im Asana gehalten werden, beeinflussen sowohl die Organ- als auch die regulatorischen Meridiane und lindern schnell und umfassend innere Anspannungen und körperliches Unwohlsein. Wird über eine Woche lang eine spezifische Aku-Yoga Sequenz geübt, können ihre Effekte sehr schnell und umfassend am eigenen Körper erlebt werden.

Im nächsten Artikel wird Dr. Maria Wolke dir die erste Aku-Yoga-Praxis vorstellen:

„Mittels Aku-Yoga Schüchternheit, Scham und Alpträume besiegen – Störungen im Meridian 1 – dem „Yin und Yang Wei Mo“.

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