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5 Yoga-Übungen, die dich besser durch die Feiertage bringen
Bild: Shutterstock.com

5 Yoga-Übungen, die dir durch die Feiertage helfen

Von Katharina Goßmann

Umgeben von Verwandten, die einen behandeln, als wäre man noch 12, konfrontiert mit unangenehmen Nachfragen zu Ehe, Kindern und Karriere, von morgens bis abends gemästet: Wir haben fünf Yoga-Übungen zusammengestellt, die häufige Feiertagsprobleme lindern oder sogar verhindern.

Du kannst die Übungen auch als Sequenz machen – am besten morgens, bevor die anderen wach sind und du zu viel Plätzchen gegessen hast*.

1. Kapalabhati – Verdauung unterstützen, Erkältung verhindern

Kapalabhati ist eine Atemübung (Pranayama), die sowohl die Verdauung anregt (Adé, Feiertagsverstopfung!) und neue Energie schenkt. Zusätzlich reinigt die heftige Atmung effektiv die Nase und belüftet die Nebenhöhlen, was die klassische Feiertagserkältung - die ja gerne nach dem Stress der Vorweihnachtszeit in den freien Tagen ausbricht - verhindern oder mildern kann.

Eine genaue Anleitung und mehr Informationen zu Kapalabhati findest du hier.

2. In den Baum für mehr Balance

Festtage und Familienfeiern sind oft mit vielen Erwartungen überzogen: Feierlich und friedlich soll es werden, die Wohnung soll top aussehen, das Essen fantastisch schmecken und alle sollen sich über ihre Geschenke freuen. Werden die Erwartungen enttäuscht, kann die innere Mitte ins Schwanken kommen.

Vrksasana, die Baum-Haltung, bringt dich wieder zurück in die Balance. Denn während du versuchst, das Gleichgewicht zu halten, zentrierst du deine Aufmerksamkeit, wirst innerlich ruhig, dein Blick und deine Atmung beruhigen sich und das Gedankenkarussell in deinem Kopf macht Pause.

In diesem Video erklärt Vilas Turske, wie du den Baum korrekt ausführst:

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3. Die Welt steht auf dem Kopf – und du bleibst ruhig

Der Kopfstand wird im Yoga als „König der Asanas“ bezeichnet – so mächtig und umfassend ist die positive Wirkung dieser Asana auf Körper und Geist.

Während der Feiertage ist der Kopfstand besonders deswegen empfehlenswert, weil er eine neue Perspektive bietet. Und zwar wortwörtlich: Im Kopfstand stellst du deine Welt auf den Kopf und verharrst dann achtsam, völlig ruhig, tief atmend in dieser „verkehrten” Position. Vielleicht wird es dir dann auch außerhalb der Yoga-Matte leichter fallen in diesem anstrengenden – und doch gleichzeitig so bereichernden! – Ausnahmezustand namens Weihnachten bei dir zu bleiben.

Achtung: Der Kopfstand ist KEINE Anfänger-Asana und sollte von einem erfahrenen Lehrer gelernt werden. Erst wenn du im Yoga-Unterricht sicher im Kopfstand gehst, solltest du ihn alleine zuhause üben.

Hier erklärt Dr. Ronald Steiner Schritt für Schritt die korrekte Ausführung des Kopfstands:

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4. Anuloma Viloma – ausgleichende Atemübung

Unsere Atmung ist ein mächtiges Instrument, um den Geist zu beruhigen. Manchmal hilft es schon, in anstrengenden Situationen kurz in eine ruhige Ecke zu gehen und ein paar Minuten tief ein- und auszuatmen, um den Kopf wieder klar zu bekommen.

Noch wirkungsvoller hilft die sogenannte Wechselatmung, auch Nadi Shodana oder Anuloma Viloma genannt, durch Stressphasen. Denn diese Atemtechnik, bei der abwechselnd durch das linke und das rechte Nasenloch ein- und ausgeatmet wird, wirkt stark harmonisierend auf Körper und Geist - du fühlst dich ruhig und ausgeglichen, gleichzeitig wach und voller Energie. Außerdem werden die linke und die rechte Körperhälfte, verkürzt gesagt also deine rationale und deine emotionale Seite, miteinander verbunden und so ausgeglichen.

5. Anjali-Mudra – mit dem Herzen sehen

Mudras sind Handgesten, die Energien lenken. Anjali Mudra, auch Namaste Mudra genannt, ist ein weit verbreitetes Mudra, bei dem die Hände in Gebetshaltung vor das Herz geführt werden (Anmerkung: das yogische Herz, konkret: das Herzchakra Anahata, liegt beim Brustbein). Mit dieser Geste lenkst du deine Aufmerksamkeit zum Herzen, öffnest dich emotional, lässt deine weiche, liebevolle Seite in den Vordergrund treten.

Ausführung

  • Setze dich zum Abschluss der weihnachtlichen Übungssequenz bequem hin. Richte deinen Rücken auf und rolle die Schultern nach hinten unten.
  • Nun nimm’ die Hände in Gebetshaltung vor dein Herz, schließe die Augen und senke dein Kinn leicht zum Brustbein.  
  • Atme tief und langsam ein und aus.
  • Dann denke an alles, wofür du dankbar bist: Dass du in der kalten Jahreszeit ein warmes, gemütliches Zuhause hast. Dass du Menschen hast, mit denen du Weihnachten feiern kannst. Dass du genug zu essen hast.
  • Beende die Sequenz mit einem Om.

Und dann wirf dich – ausgeglichen, ruhig und voll liebender Güte – ins weihnachtliche Getümmel!

Frohe und friedliche Feiertage wünscht das YogaEasy-Team!

 

* Du solltest Yoga immer mit möglichst leerem Magen üben.

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