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Bild: Valentin Alex

Nicht Yin, sondern Yang Yoga! Sagt Valentin Alex

Von Valentin Alex

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ 

Albert Einstein

Yin und Yang

Der Begriff „Yang” steht für das männliche Prinzip in jedem Menschen. Im Gegensatz zu „Yin”, dem empfangenden, weiblichen, passiven Prinzip, ist „Yang” gebend, stark und aktiv. Die Deutung alter Orakelknochen (ca. 16. bis 11. Jhdt. v. Chr.) beschreibt „Yin” als „Schattiger Ort“ und „Yang” als „Sonnige Anhöhe“. Yin und Yang sind also zwei Seiten einer Münze.

Diese zwei Seiten können – unabhängig vom Geschlecht – in Balance oder Disbalance sein. Ein Gleichgewicht zwischen diesen beiden Aspekten menschlichen Seins herzustellen ist ausschlaggebend für ein gesundes Leben. Ein Ungleichgewicht wird sofort spürbar und kann sich als Unwohlsein, Unzufriedenheit und dauerhaft in Form chronischer Symptome bemerkbar machen. Gesundes Bindegewebe beispielsweise braucht Nahrungszufuhr UND effektive Entgiftung. Durch das Auspendeln dieser beiden polaren Aspekte: kraftvolle Kontraktion (yang) und hingebungsvolle Dehnung (yin) ermöglichen wir das Gleichgewicht des Bindegewebes. 

Yang Yoga

Yang Yoga ist eine dynamische Yogaform, die körperliche Herausforderung mit hoher Konzentration, intensivem Atem und Kontemplation verbindet. Durch achtsam praktizierten Yang Yoga entsteht physische Kraft, eine starke mentale Ausrichtung und tiefe Entspannung, sowie Gelassenheit.

Ist es denn sinnvoll, in einer Gesellschaft, die den Yang-Aspekt sowies schon zum herrschenden Wertemaßstab gemacht hat und uns permanent zum Handeln antreibt, Yang Yoga zu üben? Wird Yang nicht überbetont? Kann ein Mensch, der gestresst, überlastet und genervt von der Arbeit kommt, sein Wohl im Yang Yoga finden? Ja! Denn gerade modernen Menschen, die viel um die Ohren haben, fällt es schwer aus ihrer Aktivität auszusteigen und wirklich „runterzukommen”. Die geistige Hyper-Aktivität lässt sich nicht einfach so abstellen. Hier kommt Yang-Yoga ins Spiel. Durch aktiven, intensiven Atem bindet die schweißtreibende Yang-Praxis den Geist und „zähmt“ ihn so. Der Fokus liegt jetzt innen, die Konzentration bündelt sich im Wahrnehmen des Körperinneren. Dieses „Raus aus dem Kopf - rein in den Körper“ empfinden die meisten Yogis als enorme Befreiung. Viele Probleme, die vor der Yogapraxis noch viel Raum eingenommen haben, sind nach der Yogapraxis unbedeutend und weichen einem Lächeln.

Ungesundes vs. gesundes Yang

Ich unterscheide gerne zwischen gesundem und ungesundem Yang (oder auch: erlöstem und unerlöstem Yang). 

Wie im Leben jagt unsere Gesellschaft auch auf der Matte oft sinnfreien Zielen nach. Noch mehr Umsätze, noch mehr Konsum, noch jünger und noch schöner soll alles werden - während es im Inneren an Wesentlichem mangelt: Liebe, Selbstwert, innere Kraft und Mitgefühl. Yogastunden, die „nur“ körperlich fit machen, die Dich nur schwitzend Dein Workout erledigen lassen, die Leistungsdruck erzeugen, ohne Sinn und Intention, diese Yogastunden haben ihre Daseinsberechtigung, können Dich aber aushöhlen. Dann ist Yoga nur ein guter Sportersatz.

Ich bin der Meinung, dass der Ausbrenn-Effekt, das Burn-Out vieler Menschen, durch ungesundes Yang entsteht. Es fehlt die Herzens-Ausrichtung. Da wird gekämpft und gehetzt, ein Termin reiht sich an den Nächsten und unter all diesen Aktivitäten steht natürlich eine energetische Ausrichtung. Welche Ausrichtung lässt Dich ausbrennen, Energie verlieren und sinnentleert werden? Ist es diese innere Stimme: „Ich muss besser sein, als die Anderen!“ oder „Ich muss meine Miete/ meine Raten bezahlen!“ oder auch „Ich muss es meinem Vater/meiner Mutter beweisen!“. In diesen unbewussten Glaubenssätzen ist immer das Wort MUSS enthalten. Unter diesem Zwang kann keine Lebensfreude aufkommen.

Es kommt darauf an, sich dieser alten Software bewusst zu werden und das Programm, das im Hintergrund läuft, zu entlarven. Wenn das unbewusste Dahin-Leben das bisherige Tun nie in Frage stellt, wenn das Leiden immer noch auszuhalten ist, kommt auch nie die Herzensausrichtung auf den Tisch. Menschen können unglaublich leidensfähig sein. Viele halten es für normal, unglücklich zu sein. Es ist aber nicht normal. Wir sind dazu geschaffen, freudige Geschöpfe zu sein. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass mir eine gesunde Yang Yoga-Praxis enorm geholfen hat, Altes über Bord zu werfen und meine eingefahrenen Muster und Gewohnheiten anzugehen.

Yang Yoga hat mir einst das Leben gerettet. In Zeiten, an denen ich morgens missgelaunt erwacht bin, weil es in mir kein JA zum Leben gab, in diesen Zeiten habe ich jeden Morgen Yang-´Yoga praktiziert. Ich habe die Matte ausgerollt und für mein Leben geschwitzt. Danach ging die Sonne in mir auf. Vorher war ich nur im Kopf. Aber nur mit dem Kopf kann man sein Leben nicht in die Spur bringen. Da muss schon was Größeres her – dieses Tor zum Größeren vermag Yang Yoga aufzustoßen. Yang Yoga ist die kompromisslose, totale Ausrichtung auf ein Leben im Einklang mit dem eigenen Herzen. Yang Yoga ist die vollkommene Konzentration auf das, was ist. Es gibt keinen Raum mehr für Grübelei oder Nachdenken, der Verstand kommt zur Ruhe. Er wertet ja sonst nur die Daten der Vergangenheit aus und projiziert diese in die Zukunft. Wie soll sich da was ändern?

Yang – Selbsbewusstsein und Selbstliebe

Wenn Yoga einmal zur Gewohnheit geworden ist, kann „tamas“ – unsere Trägheit, unsere Schwere, unsere alten Gewohnheiten – keine Macht mehr über uns erlangen. Der innere Schweinehund wird wieder zum Wolf und geht jetzt seinen natürlichen Impulsen nach. Dann wird sofort die innere Alarmglocke läuten, wenn Dir jemand Deine Energie entzieht und Du wirst es diesmal nicht „aushalten“ bis Du „ausgelaugt“ bist, sondern Du wirst Deine innewohnende Yang-Kraft aufrufen und handeln. Durch das Prinzip des Handelns holst Du die Yang Yoga-Praxis mitten ins Leben. Wenn das geschieht, macht diese Inkarnation richtig Freude. Du folgst diesem Impuls wie ein Wünschelrutengänger seiner Rute und erfährst die Schöpferkraft Deiner Selbst. So findet Dein Dir innewohnendes Yang-Prinzip einen Kanal, einen Ausdruck im Außen.

Und wenn sich eine Inspiration in Dein Herz schleicht, eine Idee, wie es besser werden könnte, dann halte sie fest und gehe damit proaktiv durch Deine Ängste, durch alle Widerstände, befreie Dein Sein. Denn gerade in der Yoga-Szene finden sich auch Menschen, die ihren Weg verloren habe, die sich ihrem Schicksal fügen und ihr Leben nicht auf die Reihe bekommen. Hier kann Yang Yoga Wunder wirken und Energie kanalisieren. Auf einen Herzenswunsch gerichtet kann diese Ausrichtung sinnstiftend sein. Ebenso bei Menschen mit geringer Impulskontrolle und emotionaler Instabilität kann die Yoga-Praxis den Emotionalkörper harmonisieren und gesunde Beziehungen ohne „Drama“ ermöglichen.

Ich wünsche Dir viel Freude mit einem Yang-Prinzip ohne Ellenbogen, ohne Konkurrenzdenken, ohne Rechthaberei und Längenvergleich, dafür mit einem gesunden Selbst-Bewusstsein und enormer Selbstliebe, die es Dir ermöglicht, aus der Fülle zu geben! Dann wird Dein Leben zum Geschenk für Dich und Deine Mitmenschen. Dann entdeckst Du Sinnhaftes – und vielleich fallen dann die Puzzle-Teile an ihren Platz...

P.S. Und wenn du noch einen Impuls von außen brauchst, begleiten wir vom Yoga Team Berlin dich beim s.e.i. Mastertraining oder s.e.i. Lebensplan-Seminar auf Rügen oder in Berlin!

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