Du verwendest einen veralteteten Browser (Other 0.0) mit Sicherheitsschwachstellen und kannst nicht alle Funktionen dieser Webseite nutzen. Hier erfährst du, wie einfach du deinen Browser aktualisieren kannst.
Large header give me five atemtechniken energie
Bildquelle: Shutterstock.com

Give me Five: 5 Atemtechniken für mehr Energie

Von Petra Orzech

Die Rhythmus-Atmung

Atme durch die Nase erst bewusst in den Bauch und dann etwa doppelt so lange durch die Nase wieder aus (ein Zählrhythmus im eigenen Tempo hilft). Halte nach dem Einatmen nicht die Luft an, sondern atme gleich wieder ruhig aus. Die eigentliche Entspannung kommt mit der Ausatmung. Lege hier eine kleine Atempause ein, bis der Körper wieder nach Luft verlangt. Jetzt atmest du automatisch wieder tief und kontrolliert ein. Zähle still in deinem Tempo weiter, das hilf bei der Konzentration. Beobachte die Atmung und finde deinen Rhythmus. Achte darauf, beim Ausatmen nicht unbewusst zwischen Brustbein und Bauch zusammenzusinken, das hemmt den Energiefluss. Achte daher speziell beim Ausatmen auf eine aufrechte Haltung. Übe drei bis fünf Minuten.

Das Prana-Plus:
Mit dieser gezielten Bauchatmung kann man bis zu 70 Prozent mehr Luft aufnehmen und somit aktiv einen positiven Einfluss auf Körper und Psyche nehmen.

Die Strohhalm-Atmung

Nimm einen Strohhalm in den Mund, halte ihn während der Übung parallel zum Boden. Atme durch die Nase ein und durch den Mund aus. Fühle mit der Hand die Temperatur der ersten und der letzten Atemluft, die du durch den Strohhalm durchlässt. Du wirst feststellen, dass die ausgeatmete Luft gegen Ende der Übung wesentlich wärmer ist als die am Anfang. Grund: die Luft kommt zum Schluss aus deinen tieferen Körperteilen. Die Wärme ist ein Zeichen für eine intensive Atmung.

Das Prana-Plus:
Mit dieser Technik nimmst du bewusst Kontakt zur Atmung auf. Indem du dich auf das Ausatmen konzentrierst, schleust du mehr verbrauchten Atem nach außen. Ergo muss auch mehr Luft reinkommen. Die geschürzten Lippen fördern automatisch die tiefere, betonte Zwerchfellatmung. Das Zwerchfell entspannt wesentlich langsamer dabei – das fühlt sich sehr angenehm an und entspannt als Nebeneffekt den gesamten Oberkörper. Du fühlst dich insgesamt leichter, besser, weniger „eingeschnürt“.

Espresso-Atmung

Setze dich weit vorn auf einen Stuhl oder auf den Boden in den aufrechten Schneidersitz (gestatte dir dafür unbedingt eine Sitzerhöhung, um in den vollen Genuss der Übung zu kommen!). Halte Rumpf, Nacken und Kopf aufrecht. Schließe den Mund. Hände zu Fäusten ballen und vor die Schultern bringen. Mit der Einatmung die Arme mit gespreizten Hände nach oben ausstrecken. Mit der Ausatmung die Arme powervoll wieder nach unten ziehen. Hände dabei zu Fäusten ballen. Bauch und Brust dabei gleichmäßig ausdehnen und zusammenziehen.
Führe diesen Bewegungsablauf 20mal sehr dynamisch aus – atme dabei tief durch die Nase ein und aus. Schließe dann für 30 Sekunden deine Augen, bleibe aufrecht sitzen. Wiederhole diese Abfolge noch zweimal. Zum Schluss die Augen schließen und spüren, was die Übung im Körper ausgelöst hat.

Das Prana-Plus:
Diese yogische „Blasebalg-Atmung“ pusht das Energieniveau ungemein! Morgens macht sie frisch und fit, nachmittägliche Tiefs verwandelt sie in Power-Stimmung. Und das Verdauungsfeuer bekommt auf diese Weise auch reichlich Energie.

Loslass-Atmung

Setze dich in den Schneidersitz und neige den Kopf zurück, als ob du schauen wolltest, ob auf der Deckenlampe Staub liegt. Atme tief durch die Nase ein. Atme durch dem Mund mit einem lauten, starken „Ha“-Laut aus, dabei den Kopf wieder senken. Praktiziere das zwei bis drei Minuten in deinem Tempo.

Das Prana-Plus:
Mit dieser Übung lernen die Bauchmuskeln, sich zu entspannen. Das wirkt sich positiv auf die Verdauung aus, die Nahrung im entspannten Zustand leichter verarbeiten kann. Daher ist die Loslass-Atmung ideal vor dem Essen. Bei angespannten Bauchmuskeln verlegt sich der Atem in den Brustkorb, und das autonome (oder vegetative) Nervensystem schaltet in den Überlastung-Modus. Der Stress schleust Adrenalin in den Blutstrom und versetzt unsere Muskeln in Alarmbereitschaft – und die Verdauung wird heruntergefahren.

Walking-Atmung

Gehe mit aufgerichtetem Kopf, die Schultern zurück, den Brustkorb ausgedehnt. Atme langsam durch beide Nasenlöcher ein und zähle geistig dreimal OM, ein OM bei jedem Schritt. Halte dann den Atem an, bis du zwölfmal OM gezählt hast. Atme dann langsam durch beide Nasenlöcher aus, bis du sechsmal OM gezählt hast. Wenn du es schwierig findest, mit jedem Schritt ein OM zu zählen, zähle die OMs ohne Beziehung zu den Schritten ab. Du kannst diese Übung morgens und abends beim Gehen praktizieren – zum Beispiel auf dem Weg zum Bus. Es ist sehr angenehm, diese Technik beim Gehen im Freien zu üben, wenn eine sanfte und angenehme Brise weht.

Das Prana-Plus:
Die übung ist perfekt geeignet für Vielbeschäftigte, denen oft sogar die Zeit für einen kurzen, aber intensiven Pranayama-Rückzug fehlt. Man wird quasi im „Vorbeigehen“ in einem beträchtlichen Maß gestärkt und belebt. Übe, spüre und erkenne den wohltuenden Einfluss dieser Art von Atmung.

Übrigens: Eine der wichtigsten Atemtechniken beim Yogaatmen ist das Atemanhalten. Halte zehnmal hintereinander den Atem nach dem Einatmen so lange an, dass es nicht unangenehm wird. Nach dem Ausatmen wirst du kräftig ein- und ausatmen. Durch diese Technik wird der Lunge viel Sauerstoff zugeführt.

Noch mehr belebende und energetisierende Übungen findest Du in unseren Pranayama-Videos!