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Herrliche Berge, sonnige Höhen: Yoga in Zürich

Von Petra Orzech

Wenn man sich einen Ort so weit weg wie möglich von einem indischen Tempel vorstellen wollte, käme vielleicht Zürich heraus. Bekannt als eine der teuersten Städte Europa kann man hier ohne weiteres einen Cafe für sieben Franken trinken, aber Yoga? Eine Disziplin, die traditionell immer noch mit Askese, Reinigung, Stille verbunden wird, an einem See, auf dessen Boden Dukaten schimmern?

Alles Vorurteile, hat Petra Orzech festgestellt. In der heimlichen Hauptstadt gibt es eine rege und liebenswerte Yogaszene. Neben einigen paar großen Studios warten viele kleine Schulen, die sich alle einer großen Beliebtheit erfreuen. Kein Wunder, denn wer in Zürich eine Stunde besucht, wird herzlich aufgenommen, von gut ausgebildeten Lehrern umsorgt und hat gleichzeitig das Gefühl, am Yogapuls der Zeit zu sein.

Planet Yoga
Die Schule befindet sich in einem wunderschönen Backsteinhaus und ist eines der größten Studios in Zürich, was sich unter anderem dadurch bemerkbar macht, dass hier internationale Yogastars regelmäßig zu Workshops anreisen, Yoga-Ausbildungen stattfinden und Yoga-Ferien angeboten werden. Der Schwerpunkt dieser Schule liegt auf Vinyasa Yoga und Yin Yoga. Aber auch Schwangerschafts-Yoga, Hatha Yoga sowie Pilates sind im Angebot. Die Atmosphäre ist ausgesprochen herzlich und lädt unbedingt zum Wiederkommen ein. Da sich in unmittelbarer Nachbarschaft von Planet Yoga viele Firmen, wie etwa das europäische Hauptquartier von Google, befinden, sind die einstündigen Mittagsstunden sehr beleibt und finden sogar teilweise in Englisch statt.

Special-Tipp: Jeden ersten Freitag im Monat am „Playful-Friday“ bietet Christina Walter, die Inhaberin der Schule, eine dreistündige Session für fortgeschrittene Yogi‘s und Lehrer an, in der jedes Mal ein spezielles Thema, wie etwa „Using the chair and the wall“ vertieft wird. Danach unbedingt noch Zeit einplanen für das schöne Dach-Thermalbad im Nachbarhaus mit Blick über Zürich.

www.planetyoga.ch

Ataia Yoga
Noch recht neu und frisch ist dieses Studio mitten in Zürich gelegen. Gegründet haben es Sonia Gössi und Anke Werner, zwei Frauen aus dem Finanzbereich, die nach ihren Yoga- und Pilates-Ausbildungen eine neue Herausforderung neben Job und Familie gesucht haben, etwas, das sie erfüllt. Ihr erklärtes Ziel: Jedem Yoga zugänglich zu machen, der Lust und Interesse daran hat, und zwar mit den Richtungen Hatha, Anusara, Vinyasa und Asthanga. Die Mittagszeit gehört hier oft den Schwangeren, da die beiden Inhaberinnen aus eigener Erfahrung wissen, dass Schwangere abends oft zu müde sind, um sich noch aufzuraffen. Die hohen Teilnehmerzahlen in diesen Kursen geben ihnen Recht.

Anfänger-Tipp: Für alle, die Interesse am Yoga haben, aber nicht wissen welche Richtungen passen könnte oder sich nicht trauen, in eine Schule zu gehen, bietet Ataia einen vierstündigen „Discovery-Kurs“ an, in dem man die verschiedenen Yoga-Richtungen ausprobieren kann und die Yoga-Etikette kennenlernt.

www.ataia-yoga.ch

Yogalives
Wenn Olive Vinyasa Yoga unterrichtet, könnte man sich auch einfach nur hinsetzen und zuschauen: Die athletische Inhaberin der Yogaschule bewegt sich sehr ästhetisch in die einzelnen Haltungen hinein, was sicher mit ihrer Tanzausbildung zu tun hat. Aber es wäre viel zu schade, nur Zuschauer zu sein, da ihre Stunden klug konzipiert und kreativ sind, sodass man sich hinterher einfach gut fühlt. Wer nicht genug bekommt, kann ein Teacher-Training machen. Bei Yogalives unterrichten aber auch noch zehn weitere Lehrer mit verschiedenen Schwerpunkten, wie etwa „Deep and Slow“ oder „Yoga 60plus“. Der großzügige, urbane Yogaraum liegt unterm Dach im einem Bürogebäude und ist schnell mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen.

Festival-Tipp: Yogalives hat letztes Jahr in Zürich das „Indigo Lotus Yogafestival“ mit organisiert. Und dieses Jahr soll es vom 19. bis 21. Oktober wieder losgehen. Mit dabei sind Philip Askew und einige andere Lehrer. Genaueres wird demnächst auf der Yogalives-Homepage veröffentlicht.

www.yogalives.ch

AirYoga
Wer es cool, hip und kompetent mag, wird von AirYoga begeistert sein. Die Schule, von der es auch einen schönen Ableger in München gibt, ist hier gleich mit zwei Standorten in zentraler Lage vertreten. Die Räumlichkeiten sind sehr ansprechend und laden gerade im Empfangsbereich zum Verweilen ein. Dort gibt es zwischen den Stunden neben Gratis-Tee und Mini-Snacks auch einen kleinen Shop mit Büchern, Klamotten, Matten und anderen schönen Dingen. Der AirYoga-Stundenplan ist vielfältig und bietet an sieben Tagen in der Woche das größte Yoga-Angebot in Zürich an. Dass hier regelmäßig Workshops, Retreats und Teacher Trainings statt finden, versteht sich von selbst. Darum: immer mal wieder die Website checken, um das tolle Angebot zu sondieren. Wie in vielen Züricher Yogaschulen werden auch hier eine ganze Menge Stunden auf Englisch angeboten, was viele internationale Schüler anlockt. Und: Wer morgens gerne früh aufsteht, sollte unbedingt die „Asthanga Mysore Style“-Klassen in der Oberdorferstrasse von 6:45 bis 9:00 Uhr besuchen – dort trifft sich regelmäßig eine eingeschworene AirYoga-Fangemeinde.

Veggi-Tipp: Tibits – DAS vegetariche Restaurant von Zürich erreicht man von AirYoga in nur fünf Gehminuten, es liegt in der Nähe der Oper. Bei schönen Wetter kann man herrlich draußen sitzen. Nach dem Essen unbedingt einen Bummel durch den Stadtteil Seefeld einplanen.

www.airyoga.com

Übrigens: Im Münchener AirYoga-Studio haben wir mit der Australierin Barbra Noh ein entspannendes Anusara-Yoga-Video gedreht. Schau doch mal rein!

athayoga
Klein aber absolut oho – so ist das wunderschön eingerichtete Yoga-Studio in der Züricher Altstadt, das im November 2011 seine Türen öffnete. Die Gründerin und Leiterin Carolina Fischer-Waibel, die aus dem Sivananda Yoga kommt, hat mit viel Liebe zum Detail eine Yoga-Wohlfühloase geschaffen, die Schüler anzieht, die eine persönliche Betreuung suchen und viel Ruhe schätzen. Da Carolina schon seit ihrer Kindheit durch ihre Mutter, die auch Yogalehrein ist, mit Yoga in Kontakt steht, kennt sie die Yogaszene gut, sodass sie schon kurz nach der Eröffnung Workshops mit Gastlehrern und Yoga-Reisen anbieten. Sechs Lehrer unterrichten hier hauptsächlich Sivananda, Hatha und Vinyasa Yoga. Und da die Züricher die Mittagspausen gerne für körperliche Betätigung wie etwa Yoga nutzen, gibt es bei AthaYoga natürlich auch Lunch-Yoga.

Trend-Tipp: Yoga und das Meer – die Kombination ist schwer im Kommen. So hat auch AthaYoga hat eine Reise mit dem Schiff im Angebot Yoga Cruise Türkei. Das Gute hier: Flug und Transfer hat Carolina gleich mit geregelt – hört sich sehr erholsam an.

www.athayoga.ch

ChiYoga
Wer gerne mal eine Yoga-Richtung kennenlernen möchte, die Jahreszeiten, Elemente, Organe und Meridiane berücksichtigt, sollte unbedingt nach Zürich kommen: Die Schweizerin Lucia Nirmala Schmidt hat vor Jahren ChiYoga entwickelt, dass so erfolgreich ist, dass sie regelmäßig dazu Ausbildungen anbietet. Ihre Idee ist ein ganzheitliches Konzept, das darauf ausgerichtet ist, den Schüler in seinen eigenen Energiefluss zu bringen. Um das zu erreichen, gehen die einzelnen Yogaübungen fliessend ineinander über und zwar mit Hilfe von wellen- und spiralförmigen Bewegungen. Wer nicht gleich eine ganze Ausbildung absolvieren möchte, kann auch Workshops oder am Dienstagabend eine Stunde bei Lucia Nirmala in ihrem gut ausgestattetem Studio besuchen – Tipp: am besten vorher anrufen, da sie viel für Vorträge und Workshops unterwegs ist.

Video-Tipp: Wie man sich diese fließenden Übergänge vorstellen kann, zeigt Lucia Nirmala in diesem Video

www.body-mind-spirit.ch

Yoga Schule Richterswil
Ein Geheimtipp für alle, die ihre Yoga-Praxis abseits von Zürich mit Iyengar Yoga verfeinern möchten: In dem beschaulichen Ort Richterswil am Zürichsee ist jede Yogastunde fast wie ein kleiner Workshop. Mit Stühlen, Blöcken, Übungen mit Gurten an der Wand und viel Liebe zum Detail lernt man bei Linda Schobinger viele Übungen kennen, die helfen, die Asanas besser zu verstehen. Alle Klassen dauern zwei Stunden – die allerdings wie im Fluge vergehen – und sind gut besucht, sodass auf jeden Fall eine Anmeldung vorher erforderlich ist. Die Schule liegt in einer künstlerisch gestalten Gasse mit Blick ins Grüne und ist vom Richterswiler Bahnhof aus innerhalb von zwei Minuten erreichbar.

Nicht-verpassen-Tipp: Ein Sprung in den Zürichsee. Ein beliebtes Seebad liegt nur zwei Minuten Fußweg entfernt von der Yoga Schule. Und zur gesunden Stärkung gibt es dort auch gleich einen Salat.

www.yoga-richterswil.ch

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