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Anubhava: Lost in Hannover

Von Katharina Goßmann

Ich liebe Familienfeste, habe aber im Laufe der Jahre gemerkt, dass es besser für Figur und Nerven ist die letzte Runde Käffchen und Kuchenstückchen auszulassen und stattdessen zum Yoga zu gehen. Allerdings bekomme ich langsam Angst, dass ich es nicht mehr zur Stunde schaffe. Die Verabschiedung von meiner Verwandtschaft hat sich hingezogen und ich habe nur noch acht Minuten, bis die Stunde anfängt – und gerade festgestellt, dass ich in die falsche Richtung gelaufen bin. Dank eines kurzen Sprints betrete ich zwei Minuten vor Beginn der Stunde das unauffällige Bürohaus in einer Seitenstraße und hüpfe die Treppen hoch – wo Lehrerin Anika mich in dem kleinen Empfangsraum völlig entspannt mit “Ein neues Gesicht!” empfängt. Da fällt mir auf – ich bin auch ziemlich entspannt. Obwohl ich gerade 15 Minuten unter Zeitdruck durch das mir unbekannte Hannover geirrt bin, geht es mir gut. Weil ich wusste, dass die Welt nicht untergeht, wenn ich es nicht zum Yoga schaffe. Es hört sich lächerlich an, aber bevor ich mit Yoga begonnen habe, wäre es für mich eine absolute Katastrophe gewesen, wenn ich meinen Plan nicht hätte einhalten können. ‘Ich bin eine echte Yogini!’ schießt es mir durch den Kopf und ich muss lächeln.

Eigentlich könnte ich jetzt wieder umkehren – mission accomplished – aber Yoga wirkt schließlich nur bei regelmäßiger Anwendung! Nachdem ich mich in den bunten Umkleiden kurz umgezogen habe, gehe ich in den schlichten, weißen Yogaraum. Anika führt die anderen Schülerinnen und mich durch eine klassische Ashtanga Yoga-Sequenz – fordernd, mit exakten Anweisungen und klaren Ansagen. Offensichtlich sind die meisten Stammkunden. Die Atmosphäre gefällt mir – irgendwie geerdet, aufgeräumt, unaufgeregt. Die perfekte Ashtanga-Atmosphäre, wie ich finde.

Nach der geführten Stunde unterhalte ich mich kurz mit Anika, die das Studio zusammen mit Sibylle führt. Begeistert berichtet sie von den Lehrern, bei denen sie gelernt hat und den Studios, die sie gut findet.

Als ich das Studio verlasse, fällt mein Blick auf die Pinnwand im Flur, an der ein weißer Zettel mit einem Zitat von Bryan Kest hängt: “It’s not important what it looks like, it’s only important how it feels.” (Es ist nicht wichtig, wie es aussieht, es ist wichtig wie es sich anfühlt.) Wahrscheinlich das beste Motto für die Yoga-Praxis, von dem ich je gehört habe.

Fazit: Direkt in der Innenstadt Hannovers gelegen, wird im Anubhava klassisches Ashtanga Yoga gelehrt. Das Studio existiert seit 2004, und wird seit 2008 von Anika Lutteroth und Sibylle Vey geführt. Drei Mal pro Woche werden Stunden im Mysore-Stil angeboten, zwei Mal geführte Klassen. Außerdem gibt es Einsteigerkurse und einen regelmäßigen Yin Yoga-Kurs am Montag.

Yoga Anubhava Ashtangis Hannover
Röselerstraße 1A
30159 Hannover
Tel. 0511 1693938

Probestunde: 10 Euro

www.yoga-anubhava.de