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Yogaraum Hamburg: Ein Raum voller „Schätzchen“

Von Katharina Goßmann

Gestern habe ich beschlossen, niemals Mitglied bei Yogaraum Hamburg zu werden. Und zwar nicht, weil ich es für ein schlechtes Studio halte. Im Gegenteil! Ich möchte für jede Einzelstunde den vollen Preis zahlen, konkret: 14 Euro. Im Yogaraum fühle ich mich nämlich immer so, als wäre ich gar nicht mehr in Hamburg, sondern in einem wunderschönen Yoga-Paralleluniversum.

Ich versuche zu beschreiben, warum. Der Yogaraum liegt im Karoviertel, meinem Hamburger Lieblingsviertel. Deshalb macht es mir allein schon Spaß, mit meinem Fahrrad durch das Knust-Gelände zu kurven und dann in den Hinterhof der Laeiszstraße 15 einzubiegen. Meistens bin ich so voller Vorfreude, dass ich den Treppenabsatz hoch und durch die offene Eingangstür in das großzügige Ein-Raum-Studio hüpfe.

Es riecht nach Räucherstäbchenweihrauch, und im Butzenfenster steht eine wunderschöne, mit Blumen geschmückte Ganesha-Statue, die ich liebe. Die Lehrerin, Suse, begrüßt mich mit „Schatz“ – Suse nennt jeden „Schatz“ – und fragt mich mit so großem Interesse, wie es mir geht, dass ich jedes Mal überlege, ob ich sie nicht vielleicht von früher kenne. In den mit Stoff abgetrennten Umkleiden ziehe ich mich bei schummrig-warmer Beleuchtung zwischen unverputzten Ziegelwänden und Dutzenden bunter Yoga-Matten um.

Im großen Yoga-Bereich lege ich mich auf meine Matte. Im ganzen Raum herrscht eine unglaublich schöne, konzentrierte Ruhe, im Hintergrund läuft leise Yoga-Musik. Dann fängt die Stunde an, und Suse leitet uns zuerst durch einige Atemübungen. Ihre Anweisungen gibt sie in einem ganz eigenen Sprechgesang. Dann singen wir gemeinsam das OM, bevor sie uns durch eine fließende und intensive, dennoch ruhige und sanfte Poweryoga-Stunde führt. Meistens assistiert außerdem Silvia und richtet die Schüler mit fast zärtlicher Hand aus. Zum Schluss dürfen wir wählen, ob wir die Stunde mit Meditation oder Shavasana ausklingen lassen wollen.

Wenn ich überlege, wofür ich schon 14 Euro ausgegeben habe, wird mir schummerig. Für T-Shirts, die nach zweimal Waschen so viel Form und Farbe eingebüßt hatten, dass ich sie nur noch bei Renovierungen tragen mochte. Oder für Hollywood-Blockbuster samt Riesen-Popcorn-Schwenker und anschließenden Magenkrämpfen im grell ausgeleuchteten Cineplex. Da ist, was ich im Yogaraum bekomme, doch ein bleibender Wert: Am Ende jeder Stunde fühle ich mich glücklich und voller positiver Energie. Dafür sind 14 Euro eigentlich geschenkt, oder?

Fazit: Im wunderschönen Yogaraum Hamburg wird primär Poweryoga unterrichtet, die meisten Stunden von den Besitzerinnen Silke und Suse. Zusätzlich unterrichtet der Amerikaner Jake in seiner charmanten Mischung aus Deutsch und Englisch viermal pro Woche Ashtanga-Yoga – unter anderem eine geführte Stunde, die gut für Einsteiger geeignet ist. Schwangere und junge Mütter finden Vorbereitungs- und Rückbildungskurse. Alle Lehrer im Yogaraum Hamburg sind seit Jahren tief in ihrer Praxis verwurzelt und geben authentisches Yoga weiter. Wer also vor Mantren, Atemübungen und Meditation (noch) zurück schreckt, könnte irritiert sein. Für alle anderen empfehle ich das Studio ohne Wenn und Aber.

Yogaraum Hamburg

Laeiszstrasse 15 (Hinterhof)
20357 Hamburg
Tel. 040-43193099

www.yogaraum-hamburg.de

Probestunde: 8 Euro