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Die ultimative Yoga-Packliste für die Ferien
Bild: YogaEasy.de

Die ultimative Yoga-Packliste für die Ferien

Von Kristin Rübesamen

Es gab mal einen Werbespot, in dem ein braungebrannter, junger Surfertyp aus dem Wasser stieg, eine Kreditkarte aus der Badehose zog und der Frau an der Bar hinhielt. Mal abgesehen von der simplen sexistischen Botschaft rührt es an eine tiefe Sehnsucht in uns: Endlich mal nicht mit dreiteiligem Kofferset, aufgeplatztem Seesack und schwitzigem Rucksack verreisen, sondern wirklich nur dem Nötigsten. Den Rest erledigen wir mit unserer Persönlichkeit.

 

Da wir Yogis aber auch an Plätze fahren, wo kein Kreditkartenlesegerät vorhanden ist und überdies die Nachhaltigkeit unserer Reisen und damit auch unserer Reisegarderobe im Blick haben, hier unsere ultimative Yoga-Packliste für erleuchtete Ferien:

1. Sagrotan (oder ähnliche Desinfektionsmittel): Nicht jeder Ashram oder Hippie-Biotop wird mit soviel gründlichem Bhakti-Yoga geputzt, wie wir neurotischen Nordeuropäer uns das wünschen.

2. Yoga-Travel-Mat: das einzige Stück Heimat, das sich wirklich lohnt, mitzunehmen. Damit überlebt man sogar den schlimmen Zwischenstopp in der Low Budget Herberge in Bangkok.

3. Musik von Krishna Das: Übertönt die heftigsten Partygeräusche aus dem Zimmer mit den Australiern und hilft die richtigen (nüchternen) Freunde zu finden.

4. Kohletabletten gegen Durchfall (siehe Sagrotan): Jeder Amateur kauft sich bei seiner ersten Indienreise aufgeschnittene Kokosnuss-Stücke vom Straßenrand.

5. Einen hübschen Pashmina-Schal: Um sich nach der Yogapraxis vor den Insekten zu schützen, die Haare zu verdecken beim Tempelbesuch und sehnsüchtig danach zu riechen, wenn ihr Heimweh habt.

6. Wasserfeste Wimperntusche: möglicherweise das Einzige, was sich nicht auflösen wird auf eurem Trip. Und für den Mann: ein gehäckeltes Strickmützchen, damit die langen Haare nicht so schwer und warm ins Gesicht fallen.

7. Ein schickes Teil für den Fall, dass Ihr eure Interrailphantasien bereut, den Campingplatz satt habt und für einen Abend so tun wollt, als liegt eure Yacht im Hafen und nicht nur eure Taucherbrille.

8. „Die Autobiographie eines Yogi“ auf englisch: schwer leserlicher Erbauungsschmöker von 1946 (gleichwohl offiziell gerne als Lieblingsbuch genannt). Ideal als Kopfstütze und um Wichtigtuer, die euch darauf ansprechen, gleich als solche zu identifizieren. (Oder, wunderbar geeignet, um es vorzulesen, mein höchst unterhaltsames "Yoga-Alphabet". Wen ich damit erwische, den lade ich zu einem schönen kalten Kingfisher Bier ein!)

9. Ein leeres Schulheft, das Ihr im lokalen Schreibwarengeschäft  (in vielen arabischen Ländern in der Haushaltswarenabteilung!) kauft und als Tagebuch benutzt: Das Einzige, was Ihr wieder mit nach Hause nehmen solltet.

P.S. Man kann durchaus am Ende der Ferien hochwertiges Zeug spenden, aber bitte keine olle Klamotten und Turnschuhe vor dem Rückflug dem Zimmermädchen dalassen, damit Platz im Koffer ist für billige Mitbringsel made in Taiwan! Die Dritte Welt braucht nicht unsere Almosen, sie braucht unser Geld und unseren Respekt.

Übrigens: Den Travel-Altar bestehend aus Ganesha, Sojawachs-Kerze, Palo Santo zum Räuchern und einem Bergkristall könnt ihr im Shop vom HappyMindMagazin bekommen.

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