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Der Hollywood-Trend: Grüne Smoothies

Der Hollywood-Trend: Grüne Smoothies

Von Petra Orzech

Vermutlich isst du regelmäßig Salat, aber in den Mixer hast du ihn bestimmt noch nicht gesteckt. Solltest du aber mal probieren, am besten mit Banane und Pfirsich. Oder wie wäre es mit Spinat und Mango? Im Mixer entsteht daraus im Handumdrehen ein grüner Smoothie, ein Getränk aus Grünpflanzen, Obst und Wasser, das dem Körper hochkonzentrierte Vitalstoffe liefert. Der Clou ist der Mixer: Durch das Zerkleinern wird die Zellstruktur des Blattgrüns aufgebrochen und wir kommen so an die guten Sachen, die beim unzulänglichen Kauen nicht geknackt werden und dann unserem Körper verloren gehen. Auch entlastet das Mixen unsere Verdauung und erleichtert den Konsum größerer Mengen. Und schließlich erreichen wir durch das frische Obst einen süßen Geschmack der Smoothies, der die gesunden Bitterstoffe aus dem Blattgrün für unseren Gaumen erträglich macht. Das Ergebnis ist ein schmackhafter Imbiss mit Nährstoffpower, wie man ihn sonst kaum bekommt. Und als Nebenwirkung bei regelmäßigen Konsum wird der Heißhunger auf Süßes regelrecht verschwinden.

Die Idee dazu hatte Victoria Boutenko – sie gilt als die Mutter der grünen Smoothies. Mit 38 Jahren ging es ihr und ihrer Familie gesundheitlich so schlecht, dass sie ihre Ernährung immer mehr auf Rohkost umstellte. Doch obwohl es gesundheitlich bergauf ging, fehlte in der Ernährung grünes Blattgemüse – das mochten Mann und Kinder nicht. Victoria Boutenko wollte herausfinden, wie für uns Menschen die ideale Ernährung aussieht. Sie verglich die Ernährungsgewohnheiten der US-Amerikaner mit unseren nächsten Verwandten, den Schimpansen, welche vorwiegend von Blättern, Wildpflanzen und Früchten leben. Sie kam schließlich auf die Idee, diese Zutaten einfach zu Drinks zu mixen – der grüne Smoothie war geboren.

Zugegeben, dass hört sich alles schon ein bisschen gewöhnungsbedürftig an. Daher empfiehlt Victoria Boutenko mit 60 % reifem Bio-Obst und 40 % Gemüse zu starten und das Mischungsverhältnis langsam umzudrehen. Grundsätzlich besteht ein grüner Smoothie immer aus Gemüse, Früchten und Wasser und wird so lange gemischt, bis eine cremige Konsistenz erreicht ist. Achtung: Stärkehaltiges Gemüse (wie Kohlrabi, Möhren oder Rote Bete) gehört nicht hinein, wohl aber ihr Blattgrün. Was sonst auf den Kompost wandert, kommt nun in den Mixer: Neben den grünen Blätter, Stielen und Strunk vom Gemüse werden bei Früchten wie Apfel, Birne, Weintraube und selbst Melone Schale und Kerne nicht entfernt, sondern mitverwendet. Abfall gibt es hier nicht. Daher ist es wichtig, auf Bio-Qualität bei den Zutaten zu achten.

Damit du richtig Lust und Appetit auf grüne Smoothies bekommst, hier die Top-Five für GO GREEN!

Einfach gesund: Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, Antioxidantien und Spurenelemente sind in dem Vitaldrink ausreichend enthalten. Aber einer der wichtigsten Inhaltsstoffe und ein wesentlicher Grund, warum grüne Smoothies so gesund sind, ist Chlorophyll. Chlorophyll färbt nicht nur Pflanzen, sondern auch den Smoothie grün. Es wird dadurch gebildet, dass Sonnenlicht in einem komplexen chemischen Prozess auf die Pflanzen einwirkt. Chlorophyll hat viele gesundheitsfördernde Eigenschaften, von denen bisher nur einige erforscht sind. So ist es in seiner chemischen Struktur dem menschlichen Blutfarbstoff Hämoglobin sehr ähnlich, mit dem Unterschied, dass es statt Eisen Magnesium enthält. Mit Hilfe von Chlorophyll wird der Körper mit Sauerstoff angereichert. Bekannt ist auch, dass Chlorophyll giftige Schwermetalle wie Blei oder Quecksilber aus dem Körper entfernen kann. Je dunkelgrüner eine Pflanze ist, desto mehr Chlorophyll enthält sie. Beste Quellen: Spinat, Petersilie, Kresse, Löwenzahn und Brennnessel.

Einfach schlank: Grüne Smoothies helfen uns dabei, Gewicht zu verlieren. Die Aufnahme des Fruchtzuckers wird beim grünen Smoothie durch die Wirkstoffe des Pflanzengrüns verlangsamt. Dadurch kommt es, nicht wie beim Saft, zu einem schnellen Anstieg und anschließend zu einem abrupten Abfall des Blutzuckerspiegels. Stattdessen werden die Vitalstoffe kontinuierlich nach und nach aufgenommen. Dadurch bleibt man länger satt und Heißhungerattacken bleiben aus.

Einfach verdaulich: Durch den Mixvorgang werden die Pflanzen und Früchte quasi „vorverdaut“. Das entlastet den Magen-Darm-Trakt massiv und der Körper kann die wertvollen Inhaltsstoffe besonders gut aufnehmen. Verdauungsprobleme, wie sie beim Verzehr von Rohkost oft entstehen, treten bei grünen Smoothies nicht auf. Dazu enthalten Pflanzen jede Menge Ballaststoffe – sie sind wesentlicher Bestandteil einer gesunden Ernährung. Leider ist unsere „normale“ Ernährung recht arm an diesen Stoffen, was zu ernsthaften Problemen des Verdauungstraktes führen kann. Grüne Smoothies helfen der Verdauung also gleich doppelt.

Einfach powerful: Haben grüne Smoothies überhaupt genug Eiweiß? Aber ja. Rohes Blattgemüse besteht zu einem hohen Prozentsatz aus Eiweiß – Kresse hat etwas 80 Prozent zu bieten. Einer der Hauptvorteile von pflanzlichem Eiweiß gegenüber tierischem besteht darin, dass grüne Blätter für ein ausgewogenen Säure-Basen-Haushalt im Körper sorgen. Allen Erkrankungen, die durch Übersäuerung begünstigt werden – wie etwa Allergien, Arteriosklerose, Gallensteine, Magen-Darm-Geschwüre, Osteoporose, Übergewicht und Rheuma – beugen grüne Smoothie vor.

Einfach praktisch: Die Herstellung einschließlich Abwasch dauert nur fünf Minuten. Praktisch darüber hinaus: Der grüne Smoothie ist gekühlt drei Tage haltbar, weil er – im Gegensatz zum Obst- oder Gemüsesaft – kaum oxidiert. Das liegt an den Antioxidantien. Diese Substanzen neutralisieren aggressive Sauerstoffverbindungen und sind konzentriert in den grünen Blättern, den Schalen und den Kernen der Früchte enthalten. Nach dem Pürieren verteilen sich die Antioxidantien so fein im Mixgut, dass die freien Radikale des Sauerstoffs ihre oxidierende Wirkung nicht entfalten können.

Und hier geht’s zu den Smoothie-Rezepten

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