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Das Allstars Yogaretreat auf Korfu 2016
Bildquelle: Istock.com

Das YogaEasy-Retreat 2016: Allstars für Alle!

Von Kristin Rübesamen

Viertel vor sieben und nur wir sind wach.

Es ist viertel vor sieben und noch dunkel. Die Zikaden, die Eisverkäufer, die Dame, die die Zeitungen verkauft, alle schlafen noch, nur unten am Strand rührt sich etwas. Eine Gruppe Menschen sitzt auf dem Steg, in leichte Schals gehüllt, den Blick auf den Horizont gerichtet. Irgendwo da drüben muss Albanien sein und dahinter dann irgendwann Alaska, oder? Egal. Ein zartes Om erklingt, vermischt sich mit dem schmatzendes Geräusch, das das Meer macht, wenn es ans Ufer schwappt. Ganz unmerklich ist es ein wenig heller geworden am Horizont, wir kommen in den ersten Hund. Wir machen nicht viele Asanas in dieser ersten kleinen Morgenpraxis, gerade soviel, um Körper und Geist sanft aufzuwecken. Wir lauschen nach innen, wir lauschen nach außen, wir spüren die Weite um uns herum auch in uns und irgendwann verschwimmt die Grenze zwischen innen und außen.

 

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Einmal nichts sagen, nur schwitzen, hören, friedlich sein.

Es wird soviel geredet über Yoga, dass es schön ist, einmal nichts zu sagen und nur zu erfahren, was das sein könnte, diese Verbundenheit mit allem. Es klingt immer so abstrakt, aber wenn dich einer fragt, wie es sich anfühlt, dieses Gefühl, ein Teil von etwas zu sein, würdest du sagen: "Wenn es da ist, spürst du es." Richtig?

Es könnte ein bisschen wie das Gefühl sein, wenn ganz plötzlich, schneller als erwartet, die Sonne aus dem nassen Schwarz aufsteigt, und das schwarze Meer blau wird, wenn die Farben zurückkehren nach der Nacht, und vom Hotel her ein leichter Geruch nach Espresso herüberzieht. Oder wie das Frühstück, das wir gleich alle zusammen zu uns nehmen, die Wassermelonen, das extra für uns gekochte Porridge, der Toast mit der feinen Orangenmarmelade. Du kannst jetzt reden, wenn dir danach ist, du musst es aber nicht.

Schoko-Croissant, oder eine Runde Schwimmen.

Einer der Lehrer isst vergnügt ein Schoko-Croissant und spricht mit seinen Schülern. Zwei Freundinnen, die sich lange nicht gesehen haben, reden ernst, es gibt so viel zu besprechen, vielleicht sollten sie die erste richtige Stunde schwänzen, oder nein, sagen sie, wir reden später weiter. Eine andere kommt mit nassen Haaren und holt sich nur einen Tee. Erst Meer, dann Tee, dann Yoga, das wird sie jeden Tag so machen, zuhause muss sie Frühstück machen für 5 Leute jeden Morgen, hier lässt sie es einfach ausfallen. Geht lieber eine Runde schwimmen oder hält nur die Füße ins Wasser.

Showtime.

Nach zehn Uhr wird es dann ernst überall in dieser großzügigen Anlage: auf drei „Bühnen“ gleichzeitig wird geschwitzt, gedehnt, geatmet und ausprobiert, was nur geht. Bis zum Abend geht es so weiter. Du wirst zum ersten Mal in deinem Leben einen Handstand machen, auf einem Bein stehen, die Atmung in dein linkes Bein schicken, deine Arme verknoten und deinen Körper wird vielleicht so schwitzen wie nie zuvor. Vielleicht schickst Du eine SMS nach Hause und schreibst: "Das ist also Erholung im 21. Jahrhundert!"

Grill, Gemüse und Wassermelonen.

Mittags treffen sich alle zu einer ausgedehnten Mittagspause am Grill, selbst Veganer lassen sich zu einem frischen Fisch hinreißen. Es gibt Salat, Auberginen, Schafskäse und noch mehr Wassermelone. Hinterher Kaffee mit jenem herrlich klebrigen, orientalischen Gebäck aus Marzipan, Sesam und dieser köstlichen kandierten „Holzwolle“. Dann noch kurz ein Nickerchen im Schatten und weiter geht’s.

Anna Trökes berlinert und alle lachen.

Vorbeugen, Rückbeugen, Handstand, Handstandvorbereitung, Kopfstand, Schulteröffner, Hüftöffner, Drehungen, Armbalancen, immer wieder Übungen für den Bauch, Bauch, Bauch. Oder „Zentrum“, wie wir hier sagen, denn ohne geht es nicht. Die anderen Hotelgäste wundern sich über nichts mehr, wir haben den Platz längst auch spirituell in Besitz genommen. Dabei sind wir alles andere als dogmatisch. Abends tanzen wir, diskutieren, sitzen im Schneidersitz herum und hören Anna Trökes zu und ihrer Weisheit, die sie trocken und berlinerisch vorträgt, und alle verstehen, dass Yoga nichts Esoterisches ist, sondern ganz im Gegenteil ganz und gar dazu da, das Diesseits erträglich zu gestalten.

Mehr Muskelkater, mehr gute Laune oder aber einfach: Stille.

Während die Tage verstreichen, der Muskelkater zunimmt und wieder verschwindet, unbekannte Asanas erforscht werden, neue Sequenzen eingeübt werden, neue Atemübungen gelernt, und wir eine Menge über therapeutische Tricks, Sanskrit und heilende Haltungen ganz allgemein erfahren, passiert subkutan das, was ein gutes Yoga-Retreat auszeichnet.

Abstand zu dem, was hinter uns liegt.

Wir gewinnen Abstand zu dem, was hinter uns liegt. Wir lernen Neues und wagen Neues, aber zwischen dem Alten und dem Neuen lassen wir ein bisschen Platz. Manchmal spürt man diesen Platz auf einem der unzähligen kleine Steintreppchen, die zwischen Meer und Hotel Natur und Zivilisation verbinden. Manchmal spürt man ihn abends, wenn der ganze Auftrieb vorbei ist, und wir nur das Salz in der Luft riechen. Oder auf der Matte nach Savasana, wenn wir das Gefühl haben, dass endlich jeder Knochen und jeder Gedanke an seinem richtigen Platz ist. Manchmal sehen wir es auch in den Gesichtern der Anderen und der Lehrer, die ihr Äußerstes für uns geben, weil sie gar nicht anders können.

Die Besten der Besten.

Denn das sind unsere Lehrer: Anna Trökes, Nicole Bongartz, Gabriela Bozic, Patricia Thielemann, Petros Haffenrichter, Valentin Alex, Kristin Rübesamen. Alle anders und doch alle gleich. Denn alle sind sie Yogalehrer seit Jahrzehnten und wollen nur, dass es Euch hinterher besser geht. Jeder verfolgt einen eigenen Ansatz, doch zusammen entsteht ein Ganzes.

Weite und Wärme im ionischen Licht.

Die griechische Insel Korfu lag immer zwischen zwei Welten, gemeinsame Liturgien von Katholiken und Orthodoxen, die venezianische Verwaltung, die orthodoxe Geistlichkeit. Und diese Komplexität findet sich ein bisschen in unserer Lehrerschar wieder, wie gesagt, alle unterschiedlich, doch alle wollen das Gleiche: Inneren Frieden.

Es ist eine wundersame Mischung, ein bisschen Demut, ein bisschen Abenteuer, ein bisschen auch das Gefühl,  für den anstehenden Winter gut gewappnet zu sein. Vor allem aber ist es die große Stille und Weite, die wir hier auf Korfu in uns kultivieren. Und diese Leere, diese Weite, die zu jedem Moment spürbar ist auf dieser Insel im ionischen Licht, dieses vielzitierte wohltuende Loslassen ist, weshalb wir wiederkommen werden im Oktober 2016, und dort am Wasser auf Euch warten.

Und das sagt Homer über Korfu:

Da wachsen große Bäume, kräftig sprossend: Birnen und Granaten und Apfelbäume
mit glänzenden Früchten, und Feigen, süße, und Oliven, kräftig sprossend.
...dort ist ihm, reich an Früchten, auch ein Weingarten gepflanzt.

Bildquelle: Simone Leuschner | Focus on Yoga

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