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Yoga – wann und wie oft?
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Yoga – wann und wie oft?

Von Anna Trökes und Anne Ziegler

Wann ist die beste Zeit, um Yoga zu üben?

 

Yoga am Morgen: Bereit für den Tag

Du kannst im Grunde genommen jede Tages- oder Nachtzeit zu deiner Übungszeit ernennen, die dir dafür geeignet erscheint. Das Wichtigste ist, dass dieser Zeitpunkt es dir leicht macht, deinen Vorsatz Yoga zu üben in die Tat umzusetzen. Ebenso wichtig ist, dass du vor Störungen weitgehend sicher sein kannst. Vielleicht erklärst du den Morgen zu deiner Yogazeit, deine Familie schläft noch, schnell einmal den Hund rausgelassen, einen Tee gekocht und ab geht's auf die Matte. Der Morgen ist die klassische Übungszeit für Asanas, und wir sind zwar noch etwas steif, aber ganz nüchtern, sodass unseren Organismus nichts belastet. Außerdem haben wir nach dem Aufstehen noch nicht so viele Gedanken im Kopf, unser Gehirn ist noch gut ausgeruht von der Nacht, und wir können uns besser auf unseren Atem konzentrieren.

Yoga in der Mittagspause: Energiekick statt Tagestief

Vielleicht ist die einzige Zeit, über die du gut verfügen kannst auch deine Mittagspause – dann übe einfach mittags (z. B. eine Entspannungs- oder Büro-Sequenz anstelle einer Siesta!). Für dein Energielevel ist allemal besser dich zu dehnen, zu aktivieren und danach nur etwas Leichtes zu essen, als dich einer ausgiebigen Mahlzeit hinzugeben und danach zum Schreibtisch zurückzukehren. Einige Yogastudios bieten über die Mittagszeit Lunch-Yoga an. Oder du übst ein kurzes YogaEasy-Video im Konfi, dass dir Energie für den Nachmittag gibt, zum Beispiel dieses hier:

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Yoga am Abend: Entspannt den Tag ausklingen lassen

Das abendliche Üben schließt den Alltag ab und gibt dem Feierabend eine andere Qualität. Mit einer abendlichen Yogapraxis kannst du entspannen, die alltäglichen Probleme loslassen und dich bestmöglich auf einen erholsamen Schlaf vorbereiten. Du kannst vor dem Abendessen üben oder auch direkt vor dem Schlafengehen – nur bitte nicht kurz bevor deine Lieblingsserie beginnt und du unter Zeitdruck gerätst.

Annika Isterling zeigt dir hier eine beruhigende Abend-Sequenz:

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Bevor du also mit deiner Übungspraxis beginnst, schau dir deinen normalen Tagesablauf an und mache dir bewusst, wann du ungestört sein kannst. Wenn du mit einem Partner oder deiner Familie zusammenlebst, kläre ab, ob die Zeit, die du für dich vorgesehen hast, auch für die anderen stimmt. Im Idealfall möchte deine Familie irgendwann mit auf der Matte stehen, und ihr etabliert ein gemeinsames Ritual (Dazu gibt es übrigens ein sehr schönes Buch von Dr. Daniela Heidtmann: „It's Buddha Time. Mit Yoga die Kinder ins Bett und Stille für mich”). Solltest du nach Feierabend viel mit Freunden und Kollegen unterwegs sein, ist eine abendliche Praxis wahrscheinlich unrealistisch. Sei da ganz ehrlich zu dir selbst und bestimme eine tägliche Zeitspanne, die in den Leben passt.

Schaffe dir Raum für Yoga im Alltag

Du kannst jeden Tag einmal oder auch mehrmals 5 Minuten üben. Finde heraus, was wann in deinen Tagesablauf hineinpasst und wie viel Übungszeit du brauchst, um dich hinterher wohlzufühlen. Sei dabei möglichst flexibel. Wenn du dir vornimmst, jeden Tag eine Stunde Yoga zu praktizieren, das aber nie wirklich entspannt schaffst, dann werden deine guten Vorsätze mit hoher Wahrscheinlichkeit bald auf der Strecke bleiben. Wähle dann lieber ein kürzeres Programm – das ist in diesem Fall effektiver. 

Stelle auf alle Fälle sicher, dass deine Umgebung akzeptiert, dass du eine Auszeit nimmst, um dich zu regenerieren. Stelle Telefon und Handy ab und ziehe dich zurück. Achte darauf, dass seit deiner letzten großen Mahlzeit mindestens drei Stunden vergangen sind und trinke unmittelbar vor dem Üben keine größeren Mengen Flüssigkeit. Snacks vorher sind natürlich erlaubt.

Am besten legst du deine Yogamatte so prominent in deine Wohnung, dass sie dich immer wieder daran erinnert zu üben. Oder du richtest dir eine kleine Yoga-Ecke ein, die dir richtig Lust macht, sofort auf die Matte zu springen. Vielleicht möchtest du einen kleinen Altar aufstellen, oder du legst dir ein schönes Meditationskissen bereit – wichtig ist, dass dieser Platz dich einlädt Yoga zu praktizieren und dir eine gute Energie gibt. So hast du eine ständige Erinnerung an deine Praxis.

Sollten dich doch die Ausreden überkommen, dir eine sehr stressige Zeit bevorstehen, die Kinder krank sein oder du einfach nur einen ganz schlechten Tag haben, versuche trotzdem zu üben. Lege dir am besten ein Minimalprogramm für solche Situationen zu: Das können 5 Minuten Meditation sein oder auch drei Asanas, mit denen du entspannen oder deinen Rücken mobilisieren kannst. Hauptsache du nimmst dir kurz Zeit für dich, um Energie zu tanken.

Oder du guckst mal, welche Tricks Sonia Taylor Bach gegen den berühmten inneren Schweinehund hat:

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Und wie oft sollte ich Yoga üben?

Die harte Wahrheit ist: eigentlich täglich. Das tägliche Üben derselben Bewegungen und Haltungen hat den deutlichsten Effekt auf Körper und Geist, der bereits nach wenigen Wochen Wirkung zeigt. Wochen klingt erst einmal lang. Aber bedenke, wie viele Jahre einer unangemessenen Behandlung dein Körper gebraucht hat, bis er jene Beschwerden entwickelt hat, die dich heute veranlassen, mit dem Üben zu beginnen (z. B. die Nackenverspannung, Magenschmerzen, Schlaflosigkeit). Sei also geduldig mit dir! Die Haltungen und Bewegungen des Yoga sind so lange erprobt und verbessert worden, dass ihre positive Wirkung gar nicht ausbleiben kann!


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Übe also lieber täglich 15 Minuten auf der Matte als nur einmal die Woche  für zwei Stunden. Im ersten Schritt ist es wichtig, eine tägliche Praxis zu etablieren, deshalb ist die Auswahl der Zeitspanne bzw. die Integration in deinen Alltag auch so wichtig. Im zweiten Schritt kannst du die Zeitspanne immer noch ausweiten, wenn du möchtest und dich gut an deine tägliche Praxis. Im dritten Schritt wirst du ganz automatisch deine Yoga-Praxis an deine Bedürfnisse anpassen, was die Länge und Intensität betrifft. Aber Yoga wird dann schon ein fester Bestandteil deines alltäglichen Lebens sein.

Wenn du dir vornimmst, jeden Tag zu üben, und ständig kommt etwas dazwischen, dann starte unerschüttert immer wieder neu. Ignoriere, dass es gestern nicht geklappt hat – beginne heute!

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