Du verwendest einen veralteteten Browser (Other 0.0) mit Sicherheitsschwachstellen und kannst nicht alle Funktionen dieser Webseite nutzen. Hier erfährst du, wie einfach du deinen Browser aktualisieren kannst.

Erlebe deine Lieblingslehrer beim Allstars Retreat auf Korfu vom 29.09. bis 06.10.2018!  >> Hier mehr erfahren...

Large yoga selfies ist es ok wenn ich diese haltung nicht kann insta
Bild: Simone Leuschner | Focus on Yoga

Yoga-Selfies: Ok, wenn ich das nicht kann?

Von Kristin Rübesamen

Sie stehen gerne auf einem Bein, oft auf einem Felsvorsprung, manchmal ist es auch die Kante des Empire State Buildings oder wenigstens der Times Square. Auf einem derart exquisiten Quadratmeter machen sie dann den Baum, die Brücke, den Paradiesvogel oder ganz verwegen einen Handstand.

Erleuchtet und ausgeleuchtet

Sie sehen schön aus und was sie noch schöner macht als die Kulisse (Sonnenuntergang, Palmen oder besagter Times Square) ist ihr beseelter Gesichtsausdruck. Sie sind ganz bei sich, signalisiert der Ausdruck, so tief im Nirvana versunken, dass man ganz vergisst, dass der Selbstauslöser vor sich hin klickt: total erleuchtet und perfekt ausgeleuchtet.

Warum das flaue Gefühl?

Warum interessiert uns dieser Trend? Wer Selfies beim Yoga kritisch sieht steht schnell als Spielverderber dar - und das wollen wir doch gar nicht sein. Was ist denn schließlich schlimm an Selfies von coolen Yogis, die ihre Liebe zum Yoga zeigen wollen? Die Selbstdarstellung? Und wenn schon, verglichen mit dem Dschungelcamp geht das klar. Immerzu reden wir davon, Yoga in den Alltag zu transportieren, und auch jenseits der Matte in schwierigen Situationen Gleichmut zu beweisen. Warum also das flaue Gefühl, wenn sich das xte Bikinimodell das Bein hinter den Kopf klemmt auf Instagram?

Was spricht denn jetzt gegen Yoga-Selfies?

Wir haben lange überlegt und dann doch ein paar handfeste Gründe gefunden:

  • Weil sie all denjenigen, die immer behaupten, Yoga sei nichts für sie, weil sie zu dick und zu wenig flexibel sind, weiter vom Yoga abhalten werden.
  • Weil sie die wichtigste Botschaft des Yoga, sich gut zu fühlen, in ihr Gegenteil verkehren: Yoga machen, um gut auszusehen.
  • Weil sie Anfängern völlig falsche Vorstellungen einer anatomisch gesunden Ausrichtung in der Haltung vermitteln.

Ja, Yoga-Selfies können durchaus beitragen, Yoga in der Welt zu verbreiten und unsere Vorstellungen davon, wer ein guter Yogi ist, im positiven Sinne über den Haufen werfen - aber das klappt eben nur, dann wenn die Vielfalt und die Diversität in der Yoga-Szene dargestellt wird.

Um auf die Frage vom Anfang zurückzukommen: Ist es ok, wenn man all diese schwierigen Haltungen, die man zu sehen bekommt, nicht kann? Natürlich. Die meisten von uns werden sie nie beherrschen - und das wird unser Lebensglück nicht im geringsten beeinflussen. Was man aber lernen kann (und was viel gesünder ist, als sich ein Bein auszurenken): Souverän und kreativ mit sich selbst umzugehen.

Falls du dich also gerade kreativ fühlst, poste doch dein ganz spezielles Yoga-Selfie - wir nehmen dich auch mit Schlabberleggings in Shavasana! - auf Instagram und vertagge @yogaeasygermany. Wir verlosen unter allen Teilnehmern im Juni 2016 einen 6-Monats-Pass für YogaEasy.de.