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Yoga ist das Beste auf der Welt. Finden wir.

Yoga ist das Beste auf der Welt. Finden wir.

Von Kristin Rübesamen

Im Januar 2012 druckte „The NY Times Magazine“ einen Auszug aus einem gerade erschienen Buch mit der Überschrift „How Yoga Can Wreck Your Body“ („Wie Yoga deinen Körper kaputtmachen kann“). Dieser Auszug sorgte, wie ein Kolumnist anmerkte, für „mehr Berichterstattung...und Yuppie-Wutgeschrei als die Kriege in Afganistan und Irak zusammen.“ Auch YogaEasy.de nahm den Artikel seinerzeit unter die Lupe.

 

Man hat William J.Broad, dem Autor des Buches, Sensationslust unterstellt, und es ist in dieser Hinsicht nicht gerade hilfreich, dass er nun ein Jahr später gerade den Vergleich mit Kriegsberichterstattung an den Anfang seines Artikels setzt, mit dem er auf das Bezug nimmt, was im letzten Jahr passiert ist. Aber, nun ja, er ist eben auch Journalist und konnte vermutlich nicht widerstehen.

 

Tatsache ist, dass sein Buch eine Diskussion auf der ganzen Welt angeregt hat und wie wir von YogaEasy.de finden, eine durchaus sinnvolle Diskussion. Die Frage danach, ob Yoga auch Nebenwirkungen haben kann, muss nicht nur erlaubt sein. Sie liegt sogar auf der Hand, so wie alles, dem eine Wirkung nachgesagt wird, eben auch eine Nebenwirkung haben kann.

 

Broad war nicht mal der Erste. Ein Arzt aus Santa Barbara schrieb 2011 „X-Posed“, und Jean-Paul Bouteloup, ein Yogalehrer aus Paris, „Yoga Sans Dégats“ („Yoga ohne Schaden“). Bereits 1980 erschien im Iyengar Institut in Paris das Buch „Warnung - Yoga kann gefährlich für Dich sein“.

Broads Kritiker werfen ihm vor, dass von 20 Millionen Yogis, die in den letzten zehn Jahren in den US auf der Matte waren, nur 0,1 %, also einer von tausend, deshalb im Krankenhaus war, und dass die Verletzungsgefahr beim Gewichteheben, selbst beim Golf höher sei als im Yoga.

Und sie haben recht: Broad hat ihnen zugestimmt, dass die Vorteile von Yoga die Gefahren bei weitem überwiegen und zwar in allem, was „Gesundheit, Heilung, Sex, das Erreichen eines hohen Alters, emotionale Stabilität und Kreativität“ betrifft.

 

Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, dass der Westen, der diese wunderbare uralte Technik mit rasender Geschwindigkeit adaptierte und sich zu eigen machte, nun versteht, dass man nicht Yoga üben kann, ohne das innerste Wesen von Yoga verinnerlicht zu haben, also nur das zu tun und zu üben, was einem gut tut.

 

Was bedeutet das für uns? Vielleicht, nicht auf jeden Trend aufzuspringen, sich Zeit zu lassen, Anfängerkurse nicht zu überspringen, nur weil man lieber fortgeschrittener wäre, auf sich selbst zu achten.

 

Deshalb sind wir William J. Broad dankbar, auch wenn wir es ehrlich schon vorher gewusst haben: Um sich selbst zuzuhören, muss man erst mal still werden. Das nimmt einem auch die NY Times nicht ab.

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