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Yoga in jedem Alter
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Yoga in jedem Alter

Von Kristin Rübesamen

Menschen üben seit Jahrhunderten Yoga. Weil es ihnen guttut. Und zwar in jedem Alter auf ganz bestimmte Weise.

1. Babys

... profitieren nicht nur von Yoga, solange sie noch im Bauch der Mutter sind. Weil es die Mutter ist, die im Schwangerschaftsyoga lernt, zu entspannen, mit zunehmendem Gewicht ihren unteren Rücken zu entlasten und sich durch Atemübungen auf die Geburt vorzubereiten, spürt das Baby im Bauch als „stiller Beifahrer” alles mit.

Sie haben auch etwas davon, wenn sie neugeboren eine Mutter haben, die im Postnatal Yoga langsam wieder zu Kräften kommt und der neuen Situation trotz Schlafmangel entspannt begegnet.

2. Kleinkinder

... lieben nicht nur Tiere. Sie lieben es auch, sich selbst als Tiere zu spüren und Yoga so ganz spielerisch kennenzulernen.

3. Schulkinder

Mit der Schule geht nicht nur der akademische, sondern auch der soziale Stress los. Wer sitzt neben mir? Mit wem rede ich in der Pause? Schaffe ich den Übertritt in die weiterführende Schule? Yoga, am besten im Klassenverband, schafft ein Gemeinschaftsgefühl mit der Betonung auf dem Plural.

4. Teenager

... stehen in der Pubertät und mit der Entwicklung ihrer Geschlechtsreife vor einer massiven Herausforderung. Sie nehmen nicht nur ihren Körper plötzlich anders wahr, sondern auch die Körper ihrer Umgebung. Die drängende Frage „Wer bin ich?” wird im Yoga übersetzt in die Frage „Was fühle ich?”. Yoga lehrt den liebevollen Umgang mit dem eigenen Körper und macht dadurch auch tolerant den Mitschülern gegenüber, egal, wie stramm die Jeans plötzlich sitzt oder wie viele Pickel jemand hat. Körperliche Herausforderungen in den Asanas zu meistern, stärkt außerdem das Selbstbewusstsein und hilft dabei, Grenzen zu sprengen, aber auch zu akzeptieren und mit Enttäuschungen umzugehen.

5. Junge Erwachsene

... müssen auf einmal auf eigenen Füßen stehen können und mit den Erwartungen in und außerhalb der Familie an sie selbst klarkommen. Erste berufliche Erfolge, aber auch Misserfolge, erste romantische Beziehungen entstehen oder zerbrechen, erste Ortswechsel müssen verkraftet werden. An der Universität und im ersten Job lauern neue Erfahrungen, nicht alle sind schön: Yoga hilft, Erfahrungen von Isolation, Überforderung, Druck durch Examen und Angst, zu versagen, zu akzeptieren und damit umzugehen, – auch wenn es manchmal nur ein Kater ist, der überwunden werden will. Besonders Meditation und ein schweißtreibender Flow lenken den Fokus wieder auf das, was gut funktioniert. Auf die grundlegende Frage, die junge Menschen auf der Suche nach einer eigenen Identität stellen, nämlich, wie wir leben wollen und was wir anders als unsere Eltern machen können, hat die Yogaphilosophie überraschend moderne Antworten.

6. Erwachsene zwischen 30 und 50

... bauen auf, etablieren, produzieren eine Menge: Familie, Karriere, Werte. Es ist eine anstrengende Zeit voller Herausforderungen. Frauen bekommen Kinder, Männer gern auch einen Bauch. Die Balance zwischen Arbeit und Familie gerät ständig in Schieflage, besonders die Dreifachbelastung von Frauen im Beruf, zu Hause und als Partnerin ist so hoch, dass Körper und Seele oft zu kurz kommen. Hunderte von Stunden über dem Laptop sorgen für Rückenbeschwerden, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit bis zu Burnout und Depression. Umso wichtiger ist es, sich Zeit für sich zu nehmen. Eine regelmäßige Yoga-Praxis hilft nicht nur, bestehende Leiden zu heilen, sondern wirkt auch präventiv. Meditation wiederum hilft, die eigenen Prioritäten zu überdenken und sich von Selbstoptimierung und Perfektionismus nicht terrorisieren zu lassen.


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7. Nach 50

... nimmt für Frauen nach der Menopause das Risiko zu, an Osteoporose zu erkranken. Jetzt ist eine Yogapraxis gut, die den Fokus setzt auf Muskelaufbau und Gelenke. Nicht nur bei Frauen, auch bei Männern spielen die Hormone verrückt. Eine ausgleichende, lustvolle Praxis, die den Alterungsprozess verzögert, kann helfen, mit dem Wechsel, der mit dem Auszug der Kinder und dem Ruhestand, achtsam und entspannt umzugehen.

8. Nach 60

... zeigt sich deutlich, wer noch fit ist und wer nicht. Sportliche 60-Jährige können immer noch gut mithalten im Job, in der Sexualität, im Gebirge oder auf dem Fahrrad dank einer disziplinierten regelmäßigen Yoga-Praxis. Auch mit gesundheitlichen Einschränkungen können diejenigen besser umgehen, die es gewohnt sind, auf ihren Körper zu hören.

9. Nach 70 bis zum Ende

... wird Yoga zu einem Lebensbegleiter, der uns hilft, diese letzten Jahrzehnte gesund und zufrieden zu erleben. Unsere Langlebigkeit verdanken wir kleinen, am besten täglich ausgeführten Übungen, die wir auch auf dem Stuhl üben können. Atemübungen sorgen dafür, dass wir unser Lungenvolumen voll ausschöpfen. Ein Leben lang trainierte Beweglichkeit und Muskeln helfen uns, besonders nach Operationen, wieder auf die Beine.

... und am Schluss sinken wir in ein friedliches Savasana mit einem letzten Oooooommmmmm.

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