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Mit Yoga fit & happy für den Sommer
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Mit Yoga fit & happy für den Sommer

Von Merle Blankenfeld

Der Sommer steht vor der Tür. Noch mehr als sonst begegnen uns in den sozialen Netzwerken superschlanke Bikini-Mädels und Yoginis in hautengen Leggings und knappen Tops. Klar: Mit einem persönlichen Feel-Good-Body hat das in der Regel nicht viel zu tun – und mit der Realität sowieso nicht. Trotzdem wollen wir alle uns in unserem Körper wohlfühlen. Vor allem, wenn die Zeit der Sommerkleider und Freibadtage in den Startlöchern steht.

Yoga ist der perfekte Begleiter auf dem Weg zur Wohlfühlfigur. Zunächst mal unterstützt das regelmäßige Üben beim Entgiften nach einem langen Winter, beim Straffen des Körpers und auch beim Verlieren überflüssiger Pfunde. Vor allem aber hilft dir Yoga dabei, ein gesundes Körpergefühl zu entwickeln und zu lernen, dich wohl in deiner Haut zu fühlen. Unabhängig von der Zahl auf der Waage.

Entgiften und Straffen mit Yoga

Bewegung tut gut, kurbelt unseren Stoffwechsel an und schüttet das Glückshormon Serotonin aus. Zusätzlich hat die körperliche Yogapraxis einen sanften Detox-Effekt, der entschlackt und so beim Abnehmen helfen kann. Asana-Arten wie Rückbeugen, Vorbeugen und Drehungen wirken durch das Quetschen, Dehnen und Massieren der Bauchorgane anregend auf die Verdauung. Das Twisten in Haltungen wie dem Drehsitz „wringt“ Leber, Niere, Milz, Magen und Darm aus und versorgt sie mit frischem Blut. So können angesammelte Giftstoffe schneller abtransportiert werden, und die Verdauung wird aktiviert. Das kannst du mit Atemübungen (Pranayama) wie etwa Kapalabhati oder dem Ujjayi-Atem unterstützen.


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Zusätzlich verbrennt unser Körper natürlich durch die Bewegung Kalorien. Wie vielen Kalorien es an den Kragen geht, kommt auf den Yogastil an: Dynamische und schweißtreibende Stile wie Vinyasa Flow (Power Yoga), Jivamukti oder Ashtanga Yoga lassen die Pfunde schneller purzeln als sanfte Yin-Yoga-Einheiten.

Obwohl Yoga in der Regel weniger Kalorien als klassische Sportarten wie Joggen oder Aerobic verbraucht, ist der Muskelaufbau in der Yogastunde ganzheitlicher. Während etwa beim Gewichtheben nur einzelne Muskeln beansprucht werden, dehnt und trainiert eine ausgewogene Yogaeinheit komplexe Muskelgruppen. Allein der Sonnengruß aktiviert fast alle Muskeln im Körper. Zusätzlich geht das längere Halten von Asanas in die Tiefenmuskulatur – was neben einer straffen Silhouette und festem Bindegewebe auch für eine gute Körperhaltung sorgt. In fast allen Yoga-Übungen ist ein fester Core wichtig, das heißt eine aktivierte Körpermitte. Das stärkt den Rücken und formt einen festen Bauch sowie eine schlanke Taille.

Wenn du gleich nach dem Aufstehen eine kleine Yoga-Einheit in die deine Morgenroutine einbaust, hast du den perfekten Start in den Tag. Du wirst fit, deine Wirbelsäule wird mobilisiert und Körper und Geist aktiviert. 

Ein neues Körpergefühl: Sei achtsam mit dir selbst

Was alle Yogastile und Asanas gemeinsam haben: Sie machen dich glücklicher, ausgeglichener und entspannter. Wer Yoga übt, hört auf dem Traum-BMI nachzueifern und freut sich stattdessen über einen gesunden Körper – und einen klaren Geist. Natürlich wollen wir uns in unserem Körper wohlfühlen und auch am Strand keine schlechte Figur machen. Aber wer sagt denn, was „eine schlechte Figur“ ist? Statt eine bestimmte Zahl auf der Waage oder eine Kleidergröße anzustreben, wollen wir uns fit und gesund fühlen, nicht beim Treppensteigen in den zweiten Stock schon außer Atem geraten und jeder Heißhungerattacke nachgeben.

Durch Yoga lernst du dich selbst besser kennen – und zwar sowohl deinen Körper als auch deinen Geist. Du lernst, auf dich und deine Bedürfnisse zu hören, nicht auf negative Gedanken und Heißhungerattacken aus emotionalem Hunger. Die Achtsamkeit der Yoga-Praxis stärkt deine Intuition. Unser Körper weiß, was er braucht – wir haben nur meist verlernt, auf unsere innere Stimme zu hören. Stattdessen lassen wir uns von äußeren Botschaften, den Medien oder Glaubenssätzen beeinflussen. Durch Yoga schulen wir den Blick in unser Inneres. Auch unser Verdauungssystem profitiert immens davon, wenn wir achtsamer essen – besonders unser Darm. Fertiggerichte und gehetztes Essen zwischendurch beanspruchen ihn unnötig. Durch natürliche Lebensmittel und gesunde Rezepte stärken unsere Darmflora. Du kannst aber ganz einfach anfangen, deine Intuition in Sachen Ernährung zu schaulen. Statt sofort jedem Impuls nachzugeben, frage dich lieber: Was steckt dahinter, dass ich jetzt Lust auf Schokolade habe?

Stress spielt eine große Rolle für das Essverhalten und damit für die Figur: In schwierigen Situationen bildet der Körper das Stresshormon Cortisol, was den Blutzuckerspiegel schnell in die Höhe treibt. Das ebenso schnelle Absinken des Spiegels wiederum kann Heißhunger auslösen. Eine regelmäßige Yogapraxis reguliert die Cortilsolbildung und schult unsere Achtsamkeit.

Yoga heißt Selbstliebe

Wenn du trotzdem Lust auf Süßes verspürst, obwohl du vielleicht gerade erst etwas gegessen hast, höre in dich hinein: Hast du vielleicht Durst? Wenn wir nicht aufmerksam sind, missverstehen wir Durst häufig als Hunger. Trinke am besten gleich ein großes Glas Wasser. Meditieren steigert deine Achtsamkeit zusätzlich und lehrt dich genau wie Yoga, deinen Körper und dessen Bedürfnisse besser wahrzunehmen. Das soll aber nicht heißen, dass du dir das Stück Kuchen nicht auch mal gönnen solltest! Yogisch zu leben heißt auch, sich etwas Gutes zu tun. Das kann an einem Tag eine intensive Yogastunde sein, an einem anderen aber vielleicht ein entspannter Abend auf dem Sofa – mit besagtem Stück Kuchen. Die Balance ist wichtig.

Denn: Yoga lehrt uns Selbstliebe. In der Yogastunde lernst du nicht nur schweißtreibende Asanas und Atemübungen, sondern auch mit dir selbst weniger hart ins Gericht zu gehen. Die wichtigste Erkenntnis der Yogapraxis sollte sein: Die „Traumfigur“ fängt im Kopf an – und nicht auf der Waage.

 

Dieser Artikel ist zunächst in leicht gekürzter Fassung in der Printausgabe der „Happy Way” erschienen.

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