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Kein Scherz: „Yoga-Fan randaliert im Flugzeug”

Kein Scherz: „Yoga-Fan randaliert im Flugzeug”

Von Kristin Rübesamen

Vor einiger Zeit hat es eine Untersuchung einer amerikanischen Universität gegeben, derzufolge sich Rückenschmerzen durch Achtsamkeitsmeditation viel besser kurieren lassen als durch Operationen. Ein sensationelle Nachricht vor dem Hintergrund steigernder Gesundheitskosten, würde man denken. Immerhin hat es die Süddeutsche Zeitung erwähnt in einem kleinen Artikel weiter hinten im Blatt. Großer Aufschrei dagegen, als ein randalierender Passagier ein Flugzeug zum Umdrehen zwang, weil er nicht in Ruhe meditieren durfte. Wir lernen: Auch Yoga-Nachrichten sind nur Nachrichten, und vermeintlich schlechte werden lieber veröffentlicht als gute. Tatsächlich ist aber ein anderer Aspekt interessant: Was wäre, wenn Meditation und Yoga tatsächlich den Flugverkehr regeln könnten? Wenn die Leute weniger reisen würden, um mehr zu meditieren? Wenn sie ihre Erholung nicht auf Fernreisen suchen, sondern ganz bei sich in der Stille? Würde nicht, ganz salopp gesagt, am Ende etwas Gutes für den Klimawandel dabei herausspringen?

Was ist passiert?

Ein 72-jähriger Landwirt, unterwegs mit seiner Frau auf einem Flug von Hawaii nach Japan, begann zu randalieren, weil man ihn nicht in Ruhe meditieren liess. Er bedrohte Mitreisende und wurde gewalttätig. Das FBI musste eingeschaltet werden und schließlich musste die Maschine sogar umkehren zurück zum Ausgangspunkt in Honolulu.

Merke:

Wir empfehlen für die Meditation einen leicht erhöhten Sitz, einen bequemen Sitz, der es der Wirbelsäule ermöglicht, sich aufzurichten. Im Prinzip kann man wunderbar im Flugzeug meditieren. Man muss sich lediglich ein Kissen unter den Po schieben, und gerade sitzen. Geht theoretisch überall, auch auf 38 f.

Er biss und prügelte

Der Mann wählte anscheinend den hinteren Teil des Flugzeugs für seine Übungen und ließ sich nicht davon abbringen, obwohl er immer wieder aufgefordert wurde, sich hinzusetzen. Er muss dann ziemlich ausgeflippt sein, die arme Crew und sogar seine Frau angeschrien und bedroht haben. Ja, auch seine Frau, da diese sich den Bitten der Crew angeschlossen hat. Das wirft kein gutes Licht auf die Ehe und auch den vorangegangene Urlaub, den das Paar zur Feier des 40sten Hochzeitstages angetreten war, will man sich gar nicht erst vorstellen. Er verteilte schließlich "Kopfstöße" an Passagiere und hat sie sogar gebissen.

Merke:

Aggressionen an und für sich sind nicht schlecht, solange man sie kanalisieren kann und niemand dabei in Gefahr gerät.

Frei, aber nicht im Kopf

Gegen eine Kaution von 25.000 Dollar hat man den Mann nun aus dem Gefängnis auf der Insel Oahu entlassen, er muss jedoch auf Hawai bleiben und wird von einem Psychiater untersucht. 

Merke:

Ein Gefängnisaufenthalt ist nicht das Ende. Der berühmte Yogi Aurobindo machte die Wandlung vom politischen Aktivisten zum Yoga-Weisen im Gefängnis bei Kalkutta durch, als man den großartigen Revolutionär und Philosophen 1908 wegen seiner politischen Aktivität einsperrte.

Der Südkoreaner muss in einem viel schlimmeren Gefängnis aus Wut und Verzweiflung leben. Wir wünschen baldige Genesung und schlagen überdies auf Lang-und Kurzstrecken vor, außer dem FBI auch immer einen Yogalehrer an Bord zu haben.

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