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Large yoga figur bikini strand
Shutterstock

Wer nackt badet, braucht keine Bikinifigur

Von Kristin Rübesamen

Erinnert sich noch jemand an diese Frau, die aus dem Meer zurück an Land ging? So erotisch, dass danach keine Frau mehr einfach so nach dem Schwimmen zurück zu ihrem Handtuch latschen konnte, ohne an dieses Bild zu denken. Es war Ursula Andress als Bond-Girl in „James Bond jagt Dr. No“ aus dem Jahr 1962. Man sieht eine Frau – sehr braun, sehr schön – in einer tropischen Bucht, die mit ihrer Muschelbeute zurück aus den Fluten steigt und dabei von Sean Connery beobachtet wird. Fast jede Frau, die in den Generationen danach zu ihrem Picknickkorb zurück latschte oder ihren Kleinkindern, die sich mit Sand bewarfen, tat es mit diesem Bild vor Augen: Ein Klischeebild, das ohne akademische Hürden in einem Rutsch zum Ausdruck brachte, was in den 70er-Jahren noch ganz naiv unter „befreiter Sexualität“ zu verstehen war. Denn wir ahnten: Wenn wir auch so sehnsüchtig erwartet werden wollen, dann brauchen wir einen... Bikini.

Photoshop-Bikini

Heute, über 50 Jahre später, ist alles kompliziert. Wir brauchen mineralischen Sonnenschutz, ein Handy, das nicht in der Sonne schmilzt, eine tropische Bucht, die noch nicht von All-Inclusive-Touristen belagert ist. Ein Bikini allein genügt nicht mehr. Im Gegenteil, er macht alles komplizierter. Denn man redet uns ein, dass wir einen Bikinikörper dazu brauchen. Den Bikinikörper, den wir gezeigt bekommen, gibt es aber nur sehr selten in der Wirklichkeit, es gibt ihn nur dank Photoshop. Juristisch ist das anscheinend in Ordnung, aber ein bisschen komisch fühlt es sich schon an, immer nur diesen einen Körper vor die Nase gehalten zu bekommen.


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Ein Körpergefühl, das gut tut

Der Bikini hat also ein Problem. Ein Bikini ist sexistisch, weil nur junge Frauen für den Bikini werben dürfen. Werbung ist sexistisch, weil eine Frau, die im Bikini ein Auto verkauft, so zum Dekorationsobjekt degradiert wird. Zurück zum Badeanzug? Schluck. Nein, natürlich nicht. Was wir brauchen, ist ein Körpergefühl, das uns guttut und nicht quält. Ich habe zum Beispiel eine Freundin (über 50), die immer nackt baden geht. Wenn sie es überhaupt kommentiert, sagt sie zu den anderen Badegästen: „Ich bin in den 70er-Jahren groß geworden. Da müsst ihr jetzt durch.“

FKK heißt freiwillige Körperkontrolle

Wenn wir eines im Yoga lernen, dann, dass es darauf ankommt, wie wir uns fühlen, nicht wie wir aussehen. Wenn wir uns gut fühlen, diese Erfahrung haben wir alle gemacht, sieht man uns das auch an. Wenn wir uns aber gut fühlen, ist es gar nicht mehr wichtig, wie uns die anderen finden. Vielleicht ist es sogar gerade dieses Selbstbewusstsein, das attraktiv macht? Das ist mit dem Satz gemeint: Wer nackt badet, braucht keine Bikinifigur. Wer ohne Druck und Angst und Scham badet, der ist frei. Dem ist egal, ob er eine Bikinifigur, eine Burkini-Figur, die Figur eines süßen Walfisches oder einer Regenrinne hat: Der oder besser die badet so, wie sie will.

Hier bitte zu den Asanas, die dir helfen, im Freibad oder am Meer sehr, sehr gute Laune zu haben:

1. Der Fisch

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2. Das Boot

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3. Die Schildkröte

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4. Die Brücke

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Diese Videos passen zum Thema
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