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Bild: iStockphoto.com

Stumme Schreie: Depression bei Jugendlichen

Von Kristin Rübesamen

Depression ist eine Krankheit, die nicht nur Erwachsene trifft. Auch viele Jugendlichen leiden unter Depressionen und Angststörungen, aber nur die wenigsten werden behandelt. Schulstress, Mobbing, Familienkonflikte: Auch die Eltern täuschen sich oft über die Dimension der psychischen Störungen ihrer Kinder und hoffen darauf, dass es sich um vorübergehende Störungen handelt, die vorbei gehen.

Wann sind sie nur in der Pubertät, wann schon depressiv?

Bis zu 20 Prozent der Jugendlichen leiden im Laufe der Erwachsenenlebens mindestens einmal an der Finsternis, die das Gemüt so schwer macht. Je nach Wachstumsphase haben die Auslöser unterschiedliche Konsequenzen. Was für kleine Kinder eine Katastrophe ist, können ältere besser verkraften. Das große Problem ist die Diagnose und die ungenauen Diagnosemöglichkeiten, durch die eine Unsicherheit bei Eltern und Ärzten entsteht, die sich in Überreaktion oder Verharmlosung niederschlagen kann.

Selbstmord bei Jugendlichen

Andeutungen von Jugendlichen, nicht mehr leben zu wollen, müssen unbedingt ernst genommen werden. Nach Unfällen sind Selbsttötungen im Kinder- und Jugendalter die zweithäufigste Todesursache und stehen in Zusammenhang mit einer Depression.

Auslöser: Armut

Leider weiß man immer noch nicht besonders viel über die Entstehung von Depression, um entsprechende Vorbeugen treffen zu können, sagen die Psychiater. Was man weiß: Das Risiko ist höher für Mädchen und Kinder, deren Eltern bereits an einer depressiven Störung erkrankt sind. Als Auslöser gelten ein außergewöhnlich starkes Stresserlebnis nach einem Todesfall oder ernsten Familienkonflikten, Gewalt ebenso wie chronische Vernachlässigung oder anhaltender Druck in der Schule. Meistens spielen mehrere Faktoren zusammen, die Gene, Umwelteinflüsse, neurobiologische Ursachen, oder Botenstoffe wie Serotonin funktionieren nicht so, wie sie sollten. Manchmal ist aber auch keine Ursache zu erkennen. 

Traurig sein ist keine Depression

Natürlich sind Jugendliche traurig, wenn sie umziehen müssen, ein Haustier verlieren, ihr Lieblingspopstar stirbt. Wenn sich die Trauerphase über Monate hinzieht oder keine Ursache zu erkennen ist, sollten Eltern Hilfe suchen.

Rückfallgefahr

Mädchen erkranken weit häufiger als Jungen an einer Depression. Während eine depressive "Episode" etwa bis zu einem Jahr dauern kann, kommt es jedoch oft innerhalb von zwei Jahren zu einem Rückfall. Auch wenn es nicht dazu kommt, können die Jugendlichen bis ins Erwachsenenalter Probleme im sozialen Kontakt mit ihrer Umwelt haben und oft unter geringem Selbstwertgefühl, Isolation und Pessimismus leiden. Wird die Depression nicht erkannt, besteht die Gefahr, dass sich weitere psychische Erkrankungen dazugesellen wie zum Beispiel eine Essstörung oder eine Sucht.

Was hilft

Psychotherapien wie die kognitive Verhaltenstherapie, die dabei helfen, die oft verzerrte eigene Wahrnehmung zu beeinflussen und lernen, mit Niederlagen umzugehen.

Und, wie Fachärzte festgestellt haben: Die Bildung eines starken Ichs.

Yoga als Vorbeugung

Was kann Yoga:

  • Das Gefühl von Liebe und Respekt für den eigenen Körper zu entwickeln, gerade in einem Alter, in dem viele Mädchen beginnen, ihren Körper zu hassen (zu dick, zu viel von diesem, zu wenig von jenem…)
     
  • Ein gutes Selbstwertgefühl im Körper verankern und weniger auf den Beifall (wie viele Likes bei Facebook u.a.) anderer setzen
     
  • Herausforderungen mit Geduld und Humor meistern und Niederlagen akzeptieren. Sich dadurch eine gesunde Haltung dem Leistungsdruck in der Schule und zuhause erarbeiten
     
  • Durch die Förderung der Wahrnehmungssinne neben der Beziehung zu sich selbst auch eine zur Umwelt aufbauen und sich so nicht alleine fühlen.

Alarmzeichen

Kinder und Jugendliche weisen keine eindeutigen Symptome einer Depression auf. Es gibt allerdings Alarmzeichen, die Jugendliche und Eltern ernst nehmen sollten. Dazu gehören:

  • anhaltende Traurigkeit, manchmal auch Reizbarkeit
     
  • anhaltende Interesselosigkeit/Freudlosigkeit
     
  • Schlaflosigkeit oder zu viel Schlaf
     
  •  vermehrter oder verringerter Appetit
     
  •  anhaltende Müdigkeit
     
  •  Schuldgefühle, Gefühl von Wertlosigkeit
     
  •  Schwierigkeiten, konstruktiv mit Problemen umzugehen, stattdessen Rückzug, Drogenmissbrauch, Selbstmordgedanken
     
  •  Depressionen in der Familie
     
  •  Konzentrations- und Entscheidungsschwächen
     
  •  Äußerungen über Selbstmordabsichten