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Starkes Immunsystem dank Yoga und Co.

Von Petra Orzech

Die Symptome einer Erkältung kennt jeder von uns: Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Mattheit sowie Schüttelfrost und Fieber. Oft hinterlässt eine Erkältung den Eindruck, sie entsteht durch Zugluft oder Verkühlung. Tatsächlich wird sie durch Viren ausgelöst, die über Hautkontakt oder über die Luft durch Tröpfcheninfektion übertragen werden. Treffen wir in der kalten Jahreszeit auf überheizte Räume und kalte Außentemperaturen, reagieren die Atemwege gereizt, so dass sich Viren schnell vermehren können.

Ob wir nun in den Wintermonaten einer Grippe zum Opfer fallen oder verschont bleiben, hängt in erster Linie vom Immunsystem ab. Das Wort „immunis“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet unberührt, frei, rein. So ist das Immunsystem dafür verantwortlich, den Körper vor Krankheiten zu schützen, ihn resistent gegen Viren und Bakterien zu machen sowie vor dem Eindringen und Verbreiten von Krankheitserregern zu schützen. Damit das reibungslos klappt, ist die Zusammenarbeit von Immunzellen, Organen (Milz, Thymus und Leber), Geweben (Knochenmark, Lymphknoten, Mandeln und lymphatisches Gewebes) und weißen Blutkörperchen äußerst wichtig. Ihre Kommunikation miteinander erfolgt über ein biochemisches System, dass alle Beteiligten permanent auf dem aktuellen Stand hält.

Kommen wir mit Viren in Kontakt, reagiert unser Abwehrsystem: Es produziert Antikörper gegen die körperfremden Eindringlinge. Dieses Vorgehen mit Erregern muss der Organismus allerdings erst lernen. Das ist auch der Grund, warum Kinder häufiger krank werden als Erwachsene. Ihr Immunsystem lernt noch, wie es gegen Krankheitserregern vorzugehen hat. Mit Muttermilch gestillte Babys haben allerdings einen kleinen Vorteil: sie werden in der Regel seltener krank, da sie die beste Mitgift für ihr Immunsystem genuckelt haben. Im Laufe des Lebens entwickelt unser Körper nach jeder Infektion spezifische Antikörper und Gedächtniszellen, die erhalten bleiben und bei erneutem Kontakt mit dem Erreger erfolgreich reagieren.

Falls Grippeviren es schaffen, in den Körper einzudringen und das Immunsystem mit Fieber reagiert, kann man sich eigentlich freuen. Denn Fieber ist ein Zeichen für ein reaktionsfähiges Immunsystem. Bis zu Temperaturen von 40 Grad Celsius sollte man keine fiebersenkenden Medikamente einnehmen und den Körper lieber seine Arbeit machen lassen. Er versucht jetzt durch die Erhitzung, die körperfremden Stoffe unschädlich zu machen. Medikamente würden die Immunantwort des Körpers nur stören. Der beste Rat: Ins Bett gehen und den Körper aus eigener Kraft wieder gesunden lassen. Wer in dieser Situation versucht, durch Medikamente die Symptome zu bekämpfen, läuft womöglich wochenlang halb krank durch die Gegend und unterdrückt die natürliche Abwehrreaktion. Ein achtsamer Umgang mit Medikamenten sorgt langfristig also für ein starkes Immunsystem.

Aber nicht nur Medikamente haben enormen Einfluss auf das Immunsystem. Auch chronischer Stress, ungesunde Ernährung, zu viel Alkohol und Nikotin, Umweltschadstoffe und Bewegungsmangel belasten es – insbesondere in Kombination haben diese Faktoren verheerende Folgen für die Gesundheit. Nicht zu vergessen, die kalte, nasse Jahreszeit: Viren können sich jetzt besonders schnell verbreiten, da durch die Häufung von Erkältungen in den Wintermonaten die Keimzahl in den schlecht belüfteten, beheizten Räumen ansteigt und gleichzeitig die Schleimhäute austrocknen. Erreger haben da ein leichtes Spiel.

Wie kann man sich nun davor schützen? Bekanntermassen lässt sich ein geschwächtes Immunsystem durch eine ausgewogene Ernährung, die reich an Mineralstoffen (zum Beispiel Eisen, Zink und Selen) und Vitaminen (zum Beispiel Vitamin A, C, D und E) ist, stärken. Ebenso unterstützen ausreichender Schlaf und Stressminimierung das Immunsystem bei seiner Arbeit. Körperliche Aktivitäten, wie Bewegung an der frischen Luft, Saunabesuche, Wechselduschen und natürlich auch Yoga haben einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit. Wer regelmäßig Yoga praktiziert, hat sicher schon die stärkende Wirkung von Yoga auf das Immunsystems am eigenen Leib erfahren. Warum Yoga nun vor Grippe und Co. schützt, liegt auf der Hand: Yoga erfüllt uns mit reichlich Lebensenergie, hilft beim Entgiften, baut Stress ab, fördert die Durchblutung und wirkt sogar auf das Lymphsystem, den Darm und die immunstärkenden Drüsen. Wie das geht und welche Übungen gegen Schnupfen, Mattheit und Gliederschmerzen helfen, erfährst du im Magazin-Artikel Mini-Praxis: Yoga fürs Immunsystem.

YogaEasy.de-Tipp: Am besten gleich loslegen, bevor es zu spät ist!