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Sauer vs. basisch: Schlemmen in Balance

Von Petra Orzech

1. Wie misst man den Säure-Basen-Haushalt?
Sehr einfach und günstig geht es mit einer Messung des Urin-pH-Werts, der stark von unserer Ernährungsweise abhängt. Indikatorstreifen in der Apotheke kaufen und mehrmals am Tag damit den Urin untersuchen. Morgens scheiden wir viel Säure aus, so dass der pH-Wert schon mal im sauren Bereich (ein pH-Wert unter 7) liegen kann. Am Nachmittag sollte er basisch werden. Diese Messungen liefern aber nur grobe Hinweise und spiegeln nicht den Zustand des Bindegewebes und des Blutes wieder – hier können Ärzte und Heilpraktiker weiter helfen.

2. Wirken vegetarische Gerichte besonders basisch?
Fleisch, Wurst und Fisch wirken wegen ihres hohen Eiweißgehaltes stark säurebildend. Ein Pluspunkt für die Vegetarier. Leider haben aber die in der Vollwertküche hoch geschätzten Getreidesorten, wie etwa Dinkel, Roggen, Vollkornreis und Hülsenfrüchte ein hohes Säurepotential – laut Säure-Basen-Tabellen sogar mehr als Weißmehl und geschälter Reis. Da sie aber aus ernährungsphysiologischer Sicht viele wertvolle Inhaltsstoffe enthalten, werden sie letztendlich als neutral eingestuft. Tipp für Vegetarier: für die Basen-Balance das Getreide öfter mal gegen Kartoffeln austauschen.

3. Wie sieht die optimale Kombination von sauer und basisch aus?
Im Idealfall sind 80 Prozent unserer Nahrung basisch oder neutral und 20 Prozent säuernd. Man muss also nicht ganz auf Brot, Nudeln oder Fleisch verzichten – es kommt nur auf die Mengenverhältnisse an. So lassen sich zunächst säureüberschüssige Gerichte mit viel Gemüse, Salat oder Obst in den basischen Bereich verschieben. Achtung bei der Kombination mehrerer Säurebildner in einem Essen, wie etwa Schnitzel zu Nudeln oder Pfannkuchen mit Nuss-Nougat-Creme.

4. Gibt es eine schnelle Hilfe nach einem Säure-Sünden-Tag?
Prima helfen getrocknete Früchte wie Feigen und Datteln oder Salatgurken. Ebenfalls hilfreich ist eine heiße Gemüsebouillon oder ein Heilwasser mit einem hohen Anteil an Hydrogencarbonat. Um jedoch langfristig eine gesunde Balance herzustellen, bedarf es einiger Zeit.

5. Wirken sauer schmeckende Lebensmittel auch sauer im Körper?
Nein, den der Geschmack sagt nichts darüber aus, wie ein Lebensmittel im Körper verstoffwechselt wird. So schmecken Zitronen, Grapefruits, Apfelessig und Sauerkraut zwar sauer, wirken aber basisch. Entscheidend ist, welche Stoffwechselprodukte beim Abbau entstehen. So enthalten reife Früchte, auch wenn sie sauer schmecken, genügend Mineralstoffe, um ihre enthaltenen Säuren zu neutralisieren.

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