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Large spiritual warrior
Bilder: www.herbig.net

Patrick Broome über "Spirituelle Krieger"

Von Kristin Rübesamen

Yoga für Männer: Was können spirituelle Krieger besser?

„Ihr seid Helden“ sagte Patrick neulich in einem vollgepackten Workshop in Berlin Mitte zu den Schülern, die an diesem Freitagabend in einer tiefen Vorbeuge fast zehn Minuten ausharrten. Ein Held ist für den berühmtesten Yogalehrer Deutschlands, den Trainer der Deutschen Nationalmannschaft und ehemaligen Jivamukti-Lehrer, kein furchtloser Superman, der seine Ängste ignoriert. Sondern einer, der bereit ist „unseren kleinkarierten Kampf um Sicherheit für eine weitaus größere Vision von Furchtlosigkeit, Offenheit und echtem Heldentum einzutauschen“. Einer, der sich über seine Ängste im Klaren ist - und sie sogar benutzt. In seinem neuen Buch „Spirituelle Krieger“ lässt er diesmal auch andere Männer zu Wort kommen. Erfolgstypen, denen eins gemeinsam ist: Sie haben sich von schwierigen Situationen nicht unterkriegen lassen. Es sind Männer, die kein Problem damit haben, über Spiritualität zu reden und sie jenseits von esoterischem Kitsch interpretieren.

Große Träume, große Ängste

Broome zitiert den Extremsportler Mike Horn, der als Erster den Amazonas durchschwamm und findet, dass alle unsere Träume, die uns keine Angst machen, zu klein seien. Dabei sind auch Weggenossen, Freunde und Schüler wie Oliver Bierhoff, Dieter Gurkasch, Carsten Ehrhardt, Bobby Dekeyser, Volker Mehl, Jochen Schweizer, André Daiyu Steiner, Jörg Buneru und Krishnataki. Alle haben sie sich von schwierigen Situationen nicht unterkriegen lassen, im Gegenteil. Ihre Biographien sind interessant. Besonders die von Dieter Gurkasch, einem verurteilten Mörder, der im Gefängnis zum Yoga gefunden hat und sich seit seiner Entlassung voller Enthusiasmus dafür einsetzt, Yoga und Meditation allen Gefangenen zugänglich zu machen. Oder die von Jörg Buneru, einem äußerst klugen, unprätentiösen und warmherzigen Polizeibeamten und Yogalehrer.

Männer haben Muskeln, bekommen aber auch einen Herzinfarkt.

Weil Yoga aber kein Workout ist, bittet Patrick seine Krieger, ihre Lieblings-Asanas zu empfehlen: So schwärmt Oliver Bierhoff vom Krieger II, Bobby Dekeyser vom Stand Up Paddling, Volker Mehl von der Berghaltung und Jochen Schweizer vom Kopfstand.

Was Kristin Rübesamen noch interessiert hat - Interview mit Patrick Broome

YE: Ist ein spiritueller Krieger notgedrungen Pazifist?
Eigentlich nicht. Mir ging es eher darum das Konzept aus dem moralischem Sumpf rauszuholen. Der spirituelle Krieger ist eher vom Zen-Geist durchdrungen. Aber es kann schon passieren, dass die Praxis einen ins Mitgefühl oder die liebende Güte führt...

YE: Was unterscheidet einen spirituellen Krieger von einem Guru?
Ein Krieger interessiert sich für seine eigene persönliche Transformation und nicht dafür anderen irgendeinen Weg oder bestimmte religiös-spirituelle Konzepte vorzugeben. Einen Krieger interessiert Freiheit und Selbstverantwortung - kein Personenkult oder Dogma.

YE: Brauchen wir eine spirituelle Revolution?
Ich nicht... : ) Mich interessiert eher eine innere Revolution. Eine psychologische Transformation. Der Schritt weg von den persönlichen Geschichten und Dramen hin zum Sein.

 

Spirituelle Krieger von Patrick Broome und Barbara Decker ist bei Nymphenburger erschienen.
1. Auflage 2015, 208 Seiten, mit Fotos, ISBN: 978-3-485-02831-8.

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