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Bilder: Happyway/YogaEasy.de

Mit Yoga voller Klarheit das neue Jahr beginnen

Von Madhavi Guemoes

Die Gedanken an die Möglichkeiten, die das neue Jahr für uns bereit hält, können uns manchmal schwindlig machen. Ja, denken wir – das neue Jahr wird aus mir einen glücklicheren, freundlicheren und gesünderen Menschen machen. Ich werde die Liebe meines Lebens finden (die, die mir auch nach 22 Uhr, halbtot, die Füße massiert). Ich werde mehr Yoga machen, mich besser ernähren und mitfühlen der zu meinen Mitmenschen sein. Mein magisches Ich feiere ich ab dem 31. Dezember mit jeder Menge Knallerei und einem (letzten!) Schlückchen Dom Pérignon. Und dann werde ich am 1. Januar loslegen mit meinem neuen Leben. Bloß: Warum, ja warum eigentlich, hat es im letzten Jahr nicht geklappt? Was ist da schiefgelaufen? 

Weil es einfach wahr ist: Weniger ist mehr!

„Neujahrsvorsätze sind Startschüsse für Rennen, die sowieso nicht stattfinden.“ Ein kluger, altbekannter Spruch aus der Schweiz. Stellen wir uns aber mal vor, dass wir gar nicht rennen wollen (soll sowieso zu Cellulite führen) – ein gemütlicher Spaziergang tut es doch auch. Was, wenn wir die Liste, die wir so akribisch in allen Einzelheiten bis zum 31. Dezember fertiggestellt haben, ein klein wenig ausdünnen und alles nicht so bierernst nehmen? Wir wollen immer alles auf einmal. Und das natürlich sofort, ist ja klar. Wir haben für ein paar Tage, vielleicht, wenn wir Glück haben, auch für zwei Wochen das Gefühl, allen unseren wirklich wichtigen Vorsätzen gewachsen zu sein. Aber Obacht! Die Macht der Gewohnheit ist so gewaltig wie ein Schneesturm im Januar im knackig kalten New York. Kurz gesagt: Vorsätze einzuhalten ist mühsam. Doch was tun, außer den Kopf entmutigt auf die Tischkante zu knallen und alles über Bord zu werfen?

Yoga hilft, sich besser kennenzulernen

Wir finden: Das Ausdünnen der Neujahrsliste wirkt schon mal Wunder. Doch wo anfangen, wenn es doch eh schon alles so schwer ist? Was nützt mir der Vorsatz, nehmen wir mal diesen: „Ich möchte mehr Yoga machen“, wenn ich ihn einfach nur auf einen Zettel schreibe? Da versteht doch unser Unterbewusstsein gar nicht, was wir eigentlich wollen – und verweigert sich. Wir müssen spezifischer werden. Klarer definieren. Warum will ich überhaupt mehr Yoga machen? Was ist meine Intention dahinter? Mache ich es, weil es gerade „in“ ist? Weil ich so schicke Yoga-Klamotten im Schrank habe? Oder vielleicht doch eher, weil ich meinen Rücken, der abends immer so scheußlich schmerzt, etwas Gutes tun möchte? Weil es einfach Körper, Geist und Seele guttut? Warum möchte ich mehr Yoga in mein Leben integrieren? Nur für mich? Oder damit ich (wegen meiner durchtrainierten Figur!) mehr geliebt und bewundert werde? Wenn man sich die Neujahrsvorsätze mal ganz bewusst vornimmt und jeden einzelnen analysiert, kann es sein, dass ein ganz anderer, nicht erwarteter Vorsatz ans Tageslicht kommt. Und falls Du noch unsicher bist, mit welchem Deiner (ausgedünnten!) Vorsätze Du starten möchtest: Yoga kann den Anfang machen. Yoga bringt Klarheit und hilft Dir, Dich zu besinnen und fröhlich ohne Anspannung Deine Vorsätze zu verwirklichen. Zum Beispiel zeigt Dir unsere Sequenz der Yogalehrerin Barbra Noh, wie Du Dich besser kennenlernen kannst. Durch die herzöffnenden Übungen bekommst Du Raum zum Atmen. Dein Brustkorb weitet sich und Deinem Körper wird mehr Sauerstoff zugeführt. Das hilft Dir, lichtvoll zu denken und selbstbewusster Deinen Gefühlen zu folgen. Und: Standstellungen wie der „Krieger 1“ bringen Dir Stabilität und kräftigen die Willenskraft. Mache diese Stellung am besten jeden Tag. Baue sie in Deine Yogapraxis ein wie das Zähneputzen am Abend!


Sei Dir Dein bester Freund!

Zugegeben, es ist nicht immer leicht, sich nicht zu verdammen, wenn man mal über die Stränge geschlagen hat, oder seinen Trainingsplan nicht eingehalten oder gar nicht erst beachtet hat, oder? Vorsätze sollen Spaß machen. Deshalb sollten wir uns auch für jeden erfolgreichen Schritt kräftig belohnen. Es muss ja nicht gleich eine Reise auf die Malediven sein, aber ein gutes Buch, oder, na gut, ein gutes Essen mit Freunden, paar neue Schuhe (aber nicht zu oft!) sollten schon mal drin sein. Es ist fatal: Es gibt Stimmen im Kopf, die uns eindringlich davon abhalten, das zu tun, was wir wirklich, ja, ganz wirklich tun möchten. Im amerikanischen nennt man das „Brat“ was natürlich nicht im Geringsten etwas mit Brad Pitt zu tun hat. Es gibt leider keine so richtig gute Übersetzung für dieses Wort, deshalb bleiben wir mal bei der amerikanischen Variante. Die Stimme „Brat“ ist die, die uns hinderlich ist. Die, die uns erzählt, dass wir die Steuer auch morgen machen können und uns sofort gepflegt auf das Sofa kuscheln dürfen… Der Geist ist von Grund auf faul. Am liebsten würde er nur da liegen und Schäfchen zählen – ach, er wäre sehr vergnügt. Motivationstief? Einfach weitermachen! Da hilft ein ganz simpler Trick: Einfach nicht auf „Brat“ hören. Hört sich schwierig an? Ja, ist es auch. Aber nur manchmal. Um unseren Geist und unsere Willenskraft zu stärken oder im Zaum zu halten brauchen wir die tägliche und stetige Yogapraxis. Täglich für ein paar Minuten angewandt, trainieren wir unsere Willensstärke wie einen Muskel (und „definieren“ nebenbei, nur mal so unter uns gesagt, auch den Po und die Beine). Um Vorsätze realistisch werden zu lassen, müssen wir im Kopf anfangen. Dranbleiben. Ausharren. Immer mit dem Ziel vor Augen. Wichtig ist, dass wir dabei nicht zu starr werden dürfen und flexibel bleiben sollten – so biegsam, wie unser Körper durch unsere regelmäßige Yogapraxis wird. Manche schwören ja auch auf kleine Zettelchen, die sie überall in ihrer Wohnung aufhängen. Kleine Motivationshilfen wie „Du schaffst es“, „Bleib dran“, „Atmen“ oder „Fast geschafft“ können uns unterstützen. Wir glauben, dass das kurze „Zurückziehen“ auf die Yogamatte und ein wenig Atmen in der „Hundestellung“ die ideale Lösung ist, wenn im Kopf alles durcheinander läuft. Fazit: Wir müssen ganz ehrlich mit uns sein. Was wollen wir aus tiefstem Herzen verändern? Wie können wir das erreichen? Was sind wir bereit zu tun? Die Erwartungen sollten nicht allzu zu hoch gesteckt werden und dennoch können lang ersehnte Träume erfüllt werden. Wir sind überzeugt, dass Yoga ein Weg ist, der uns hilft, uns besser in unserem Körper zu fühlen und selbstbewusster mit viel Liebe unsere Ziele zu verfolgen. Dabei müssen wir uns nicht mal arg verbiegen, oder die neueste Yogamatte besitzen. Die Übungen mit Barbra Noh sind dafür gemacht, Dich in Deiner Kraft zu bestärken. 

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