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Fotostrecke: YogaEasy.de/Happyway

Mit Yoga schwierige Situationen meistern

Von Madhavi Guemoes

Das Leben kommt hin und wieder mit Situationen um die Ecke, die uns stark fordern. Sei es eine Prüfung, eine Trennung oder ein Jobwechsel. Herausforderungen können uns Angst einjagen, einengen und zermürben. Wenn wir nicht wissen, wie wir mit Schwierigkeiten im Leben umgehen sollen, kann Yoga ein wunderbarer Anker sein.  Yoga lehrt uns nicht nur, achtsamer und freundlicher mit uns zu sein, sondern auch, wie eine Krise oder Herausforderung mit Gelassenheit und Leichtigkeit zu meistern ist. Durch eine täglich angewandte Yogapraxis lernen wir, wie wir besser mit unserem Leben klarkommen. Mit Yoga befreien wir uns von emotionaler Ohnmacht und bekommen wieder einen klaren Kopf.

In der Yogapraxis können wir spielerisch lernen, wie wir mit Widerstand umgehen können. Jeder, der schon mal auf der Yogamatte schwierige Asanas (Haltungen) ausprobiert hat, ist sicher auch schon einmal an seine Grenzen gestoßen. Die Yogamatte ist eine herrliche Spielwiese, um auszuprobieren und zu beobachten, wie man mit Anstrengung, Angst und Qual umgehen kann. Yoga hilft uns, Positivität zu entwickeln. In jeder Situation. Nicht nur auf der Matte, sondern auch im täglichen Leben. Wir brauchen dafür Geduld und einen langen Atem.

Durch einen achtsamen und geführten Atem, durch das Zusammenspiel von Körper-Geist und Seele beruhigen wir unser System und tanken uns auf. Der Trick: das Gelernte auf das tägliche Leben zu übertragen. Yoga macht uns mental stark, so dass wir den Hürden des Lebens mit einem sanften Lächeln auf den Lippen entgegen treten können. Ein klarer, ruhiger Geist und ein starker Körper ist schwierigen Umständen eher gewappnet als ein zerstreutes Gehirn, das vor allem Angst empfindet. Schwierige Situationen fordern uns definitiv heraus, uns mehr mit uns selbst zu befassen. Und das ist manchmal gar nicht so verkehrt.

Meine Matte mein Tempel – zur Ruhe kommen

Wenn wir im Alltag keine Ruhe finden, fehlt uns die Möglichkeit, unsere innere Batterie wieder aufzuladen und uns zu sammeln. Gerade in einer Zeit, die von Stress und Wettbewerb geprägt ist, müssen wir besonders darauf achten, uns nicht zu verlieren.  Die Yogapraxis ist dazu da, um die Einheit in uns wieder herzustellen. Uns liebevoll anzunehmen und in unsere Kraft zu tauchen. Die Yogamatte ist der Ort der Ruhe, der Einkehr und Reflektion. Eine regelmäßige Yogapraxis, egal wie lang sie sein mag, stärkt uns von innen.

Erdung – schnelle Hilfe immer und überall

Stecken wir knietief in einer schwierigen Situation, hilft erst einmal nur Erdung. Alles, was wir in so einer Situation brauchen, ist Halt und Verbindung. Wir fühlen uns roh wie ein Ei und wollen nur eins: uns spüren. Erdung ist eine Yogaübung, die wir immer und überall praktizieren können. Einfach den Boden unter den Füssen wahrnehmen, eine liebevolle Verbindung aufbauen und vom Becken abwärts durch die Füße atmen und wieder zurück. Der Boden unter unseren Füssen vermittelt uns das sichere Gefühl von „Hey, du bist nicht allein – ich bin für dich da, egal, was auch passiert.“ Wir müssen nur ganz aufmerksam sein und uns daran erinnern, dass wir Erdung als Werkzeug immer im Gepäck haben.

In der Atmung liegt die Kraft

Wer kennt es nicht: der Puls rast, alles gerät aus den Fugen, Angstschweiß macht sich breit. Das muss nicht sein. Neben der Erdung ist die Atmung ein weiteres Werkzeug, das uns schnell ins Hier und Jetzt katapultiert und Kraft spendet. Mit der Hilfe der Atmung können wir geschickt Spannung loslassen und innerlich Raum schaffen. Es ist eigentlich kinderleicht, doch meist vergessen wir das bewusste Atmen. Das kann man aber täglich üben, bis es ganz von allein ins System übergeht : einfach stündlich die Hände auf den Bauch legen, den Atem verlängern und beobachten, wie die Gedanken ruhiger werden. 10 Minuten täglich wirken Wunder.

Yoga schafft Klarheit

Das Schöne am Yoga ist, das es uns unsere Verhaltensmuster immer wieder vor Augen hält und uns die Möglichkeit schenkt, klarer zu sehen. So sind Ängste und Ohnmacht Zustände, die wir durch unsere regelmäßige Yogapraxis schneller definieren können. Das heißt zwar nicht, dass die schwierigen Zustände einfach so verschwinden, aber Klarheit ist schon mal der erste Schritt zur Besserung. Durch Yoga können wir einen gesunden Abstand zu der Situation und unseren Gedanken  finden. Eine gute Hilfe ist auch, sich aufzuschreiben, was genau das Problem ist und was man tun muss, um es zu bewerkstelligen. So hat der Geist eine kleine Guideline, an die er sich halten kann. Hilft ungemein!

Uns selbst ein Freund sein

Egal wie tief wir im Schlamassel stecken: Wir sollten immer lieb zu uns sein. Wir können uns in Perfektionismus verlieren, uns beschuldigen und anklagen. Aber es bringt nichts. Probleme zu meistern heißt nicht, dass wir es hart angehen müssen. Authentizität und Akzeptanz bringen uns da auf jeden Fall weiter. Yoga macht uns authentischer, durchlässiger - zumindest, wenn wir es wollen. Sind wir in Schwierigkeiten, können wir auch dazu stehen und gegebenenfalls auch mal um Hilfe bitten.

Yoga macht uns robuster

Wir sind viel kraftvoller als wir ahnen – nahezu unverwüstlich. Wirklich. Da wir aber alles immer akribisch gut machen möchten, verringern wir unsere stärkende Quelle. Stellt uns das Leben vor ein Problem, sehen wir nur das Unüberwindbare daran und versuchen es perfekt zu meistern. Das schwächt. Viel gesünder ist es, Schritt für Schritt zu schauen, was man aus vollem Herzen tun kann. Wir nennen es im Yoga Purna. Das heißt Fülle. Egal was wir im Leben tun, wir handeln immer 100%. So, wie wir es in dem Moment eben können. Führen wir uns das öfter vor Augen, ist eigentlich alles halb so wild.

Herausforderungen lassen uns wachsen

Es ist wahr. Wenn wir Herausforderungen annehmen, können wir wachsen. Wir verlassen unsere gemütliche Komfort-Zone und erfahren das Leben in einem neuen Kontext. Mit einem offenen Herzen und einem klaren Geist stürzen wir uns in neue Gewässer. Das kann manchmal sehr erfrischend sein und einfach nötig.

Fazit: Weniger hadern, sondern atmen, annehmen was ist und dem Leben offen entgegentreten. Was dabei hilft? Eine regelmäßige Yogapraxis. Ommmm.

Dieser Artikel erschien in der aktuellen Ausgabe der Happy Way und dazu eine Fotostrecke zu diesem Video von Patrick Broome.

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