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Cool durch den Sommer mit Yoga und Ayurveda
Bild: iStockphoto.com

Cool durch den Sommer mit Yoga

Von Kristin Rübesamen

Er ist so gut wie da: der Sommer. Mit dem Thermometer steigt die Laune. Leider gelegentlich auch auch die schlechte. Denn hohe Temperaturen können zur Belastung werden: geschwollene Beine, Schlaflosigkeit, Sonnenbrand, dazu dieser ständige Drang, halbnackt herumzulaufen. Auch die ständigen Biergartenbesuche und Ausflüge können dazu führen, ein wenig die Erdung zu verlieren. Versteht uns nicht falsch: Die Leichtigkeit des Sommers ist wunderbar, um nichts in der Welt wollen wir dieses Flirren missen, aber es kann eben auch zu luftig werden und dann fühlt es sich verwirrend an. 

Genauso wie wir im Winter wenig Lust haben, uns zu bewegen, im Frühling auf Heuschnupfen und Allergien eingehen, und im Herbst automatisch Lust auf mehr Meditation haben, sollten wir auch im Sommer auf hohe Temperaturen in unserer Yogapraxis reagieren.

Instinktiv suchen wir uns im Sommer daher eine eher ruhige Praxis. Gleichzeitig ist der Sommer ein toller Zeitpunkt für Geübte, sich an schwierigere Asanas heranzuwagen, weil die Wärme die Muskeln und Bänder flexibler macht. Aber Achtung: Obwohl wir schwitzen, müssen wir uns trotzdem aufwärmen.

Wir raten allen Yogis, ob Vata, Pitta oder Kapha, zu folgenden Maßnahmen, denn für alle gilt: Gezielt ausgesuchte und einzeln geübte Asanas helfen gegen Hitze. So haben Vorwärtsbeugen und bestimmte Umkehrhaltungen einen kühlenden Effekt auf das System, während im Gegenzug alle Rückbeugen wie ein Energieschub wirken. Atemübungen können ebenfalls kühlen.

1. Schuhe aus.

Und Beine hoch und so oft wie möglich barfuss laufen. Anständig pedikürte Füße sind in der Öffentlichkeit keine Schande, im Gegenteil, sie inspirieren unsere Umgebung, weniger Dreck auf die Erde zu werfen, und die Natur gut zu behandeln.

2. Yogische Atmung gegen Hitze: Sitali Pranayama

Sitali hilft uns an heißen Tagen mit Hilfe der Atmung abzukühlen, unseren Durst zu stillen und regt dabei sogar noch die Verdauung an.

Sitz' in einem aufrechten Sitz bequem mit gekreuzten Beinen, schließ die Augen und finde eine gute Haltung für die Hände, vielleicht mit den Handflächen nach oben gerichtet auf den Oberschenkeln.

Lass' den Kopf nun ausatmend auf die Brust sinken, öffne den Mund zu einem "O", rolle deine Zunge der Länge nach zusammen und atme geräuschvoll, fast schlürfend, durch diese "Rolle" ein, während du den Kopf langsam wieder hebst. Atme durch die Nase aus und lass den Kopf zurück auf die Brust sinken.

Tipp: Wenn Du keine "Rolle" bilden kannst, lege deine Zungenspitze einfach hinter deine Schneidezähne!


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3. Kühlende Vorbeugen (und eine Rückbeuge)

Vorbeugen sind immer eine gute Idee, um zur Ruhe zu kommen. Wenn euer Kreislauf infolge hoher Temperaturen etwas mau ist, empfehlen wir Euch, die Vorbeugen im Sitzen zu üben. Alle Vorbeugen, die Ihr gerne übt, kommen hier in Frage. Baddha KonasanaPaschimottanasana oder den vorbeugten sitzenden Winkel, salopp gesagt, die sitzende weite Grätsche. Außer eurem Nervensystem profitiert auch der Geist, der im Sommer oft draussen herumschwirrt und in Vorbeugen fast schon automatisch nach innen gezogen werden kann.

Wenn ihr das Gefühl habt, eure Atmung ist eingeschränkt durch die Wärme, kommt in eine unterstützte liegende Rückbeuge, z.B. den liegenden Schmetterling. Spürt, welchen Effekt die Öffnung des Brustkastens auf eure Atmung hat, und wie die sich langsam einstellende Weite in der Brust auch die Atmung vertiefen kann. Idealerweise mit den Beinen erhöht.

4. Ihr habt Sonnenbrand?

Ihr habt alle guten Ratschläge nicht beherzigt und kommt mit einem schlimmen Sonnenbrand aus dem Freibad nach Hause? Dann bleibt jetzt bitte zuhause, schaltet den Deutschlandfunk ein und rührt in aller Ruhe ein Rosengesichtswasser an: 20 ml Rosenwasser, 60 ml Lavendel- oder Rosenblütenauszug, 3 Tropfen reines Rosenöl, 1 Tropfen Jasminöl. Alles verrühren, Rosen- und Jasminöl zuletzt und in ein steriles Fläschchen einfüllen. Eine gestärkte Serviette damit betupfen und auf Gesicht, Hals und Dekollete legen. Telefon vorher ausschalten. (Aus Chantal Sandjon: Grün macht schön, Kailash Verlag)

5. Viel trinken, wenig essen!

Zuletzt werdet ihr merken, dass ihr bei hohen Temperaturen weniger Appettit habt. Wenn die Temperaturen steigen, nimmt das Pitta (= Hitze) in unserer Umgebung zu. Weil unser Körper die natürliche Tendenz hat, Ausgleich zu schaffen, reduziert er sein inneres Agni (= Feuer). Dies führt zur Drosselung der Wärmeproduktion, zur Absenkung des Stoffwechsels und zur Reduzierung der Verdauungskraft. Bei Hitze fällt uns Aktivität oft schwerer, auch die des Darms. Dafür sollten wir umso mehr trinken, natürlich immer nur Tee und nie eiskalte Getränke aus dem Kühlschrank (das zwingt euren Körper nur dazu, die Getränke aufzuheizen - und ihr wollt ihn doch gerade abkühlen).

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