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5 yogische Tipps für die Schwangerschaft
Bild: iStockphoto.com

5 yogische Tipps für die Schwangerschaft

Von Christina Waschkies

Ich habe mich noch nie in meinem Leben so wohl gefühlt wie in der Schwangerschaft. Wenn man von kleinen körperlichen Beschwerden absieht, scheint dies der ideale Zustand für mich zu sein. Nie zuvor fiel es mir so leicht, schnell zu ultimativem Wohlsein zu finden: Ich bin sehr nachsichtig mit mir, ich vermeide Stress und ich habe keine Probleme damit, laut und deutlich Nein zu sagen - und zwar zu allem, was mich anstrengt oder überfordert. 

Eins der ersten Dinge, zu denen ich Nein sagen musste, war meine wöchentliche Yoga Stunde, die ich unterrichtet habe. Nummer zwei: Meine eigene Vinyasa Praxis, so wie ich sie bisher kultiviert hatte. An die war erst mal nicht mehr zu denken. Ersetzt wurde sie durch Katze-Kuh-Dehnungen, passive Rückbeugen und Hüftöffner auf dem Teppich im Wohnzimmer - denn auch die Yogamatte war mir auf einmal zu unbequem und der Kautschuk hat meine empfindliche Nase beleidigt. 

Aufrechtes Meditieren habe ich, aus reiner Faulheit, kurzerhand durch Meditieren im Liegen ausgetauscht. Der nachmittägliche Schlaf zählt seit der Schwangerschaft übrigens ganz klar auch als Meditation! 

Und trotzdem gibt es viele Aspekte aus der bisherigen Yogapraxis, die jetzt in der Schwangerschaft unglaublich hilfreich sein können, um die Geburt genau so entspannt zu erleben wie die Schwangerschaft. 


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Lass los 

Der wichtigste Aspekt, um überhaupt „Empfängnis“ zu erleben ist empfangen zu können. Mit Wollen und Druck läuft da gar nichts - aber das kennst du ja schon aus dem Yoga. Wir können uns nicht zwingen, einen Kopfstand zu mastern. Er kommt, wenn er meint, dass wir bereit dazu sind. So ist es auch mit den Babys. Immer schön locker lassen. Und dieses Loslassen kannst du in allen möglichen Situationen üben: Im Job, im Alltag, in deinen Beziehungen, in allen Asanas, in deiner Atmung, in deinen Gedanken - und schlussendlich dann auch bei der Geburt.

Bleibe positiv

Lass dir auf keinen Fall Horrorgeschichten von Geburten oder Schwangerschaften erzählen. Wenn mal wieder jemand damit anfängt, bleibe freundlich und bestimmt und lege dir einen Satz zurecht, warum du davon gerade nichts hören möchtest. Visualisiere deine eigene Geburt und belege sie mit positiven Bildern. Fange an, dich auf das Erlebnis zu freuen! Du bist Yogini und du schaffst das ganz locker. Leider ist es in unserer Gesellschaft soweit gekommen, dass eine Geburt automatisch einem medizinischen Event gleichgestellt wird. Versuche über die neun Monate zu der Einstellung zu gelangen, das eine Geburt als das sieht, was sie auch ist: Natur in ihrer reinsten Form und das größte Wunder auf Erden - ein Erlebnis, auf das du dich aufrichtig freuen kannst!

Mach auf

Vor allem dein Brustkorb und die Hüften freuen sich über regelmäßige Öffnungen und Dehnungen. Meine absolute Lieblingsasana: Supta Baddha Konasana. Leg dich, am Steißbein ansetzend, mit der Wirbelsäule der Länge nach über ein Yoga Bolster oder eine gefaltete Decke und bring die Fußsohlen aneinander. Lass die Knie nach außen sinken. Wenn du ein Pieksen oder Unwohlsein in den Knien verspürst, dann polstere dir die Knie mit zwei weiteren Kissen ab, bis du es so richtig bequem hast. Liege zwei oder drei Minuten in dieser Haltung - oder solange dein Bauch es eben erlaubt.  

Finde Stille

Ein meditativer, ruhiger Geisteszustand ist das Beste, was dir passieren kann. Deine Atmung wird sofort tiefer (dazu kommen wir gleich), dein Bauch entspannt sich und je öfter du übst, diesen Zustand zu erlangen, desto besser wirst du ihn im Moment der Geburt aufrufen können. Es gibt eine ganze Bewegung zu diesem Thema, die sich „Hypno Birthing“ nennt, mit der ich mich eingehend beschäftigt habe. Und siehe da: Die drei Hauptpfeiler für eine selbstbestimmte, entspannte Geburt unter „Selbsthypnose“ sind eine geführte Meditation und zwei - für die meisten altbekannte - Atemtechniken aus dem Yoga.

Kultiviere Atmung

Wie eben schon erwähnt, suggeriert ein tiefer Atem deinem Körper und deinem Geist, dass alles, aber auch alles in allerbester Ordnung ist. Was für eine wundervolle Nachricht! Die vollständige, yogische Bauchatmung in der du deinen Bauch mit einer langgezogenen Einatmung maximal expandierst und dann langsam ausatmest, ist ein super Anfang. Du kannst hier auf 4, 5 oder 6 Zähler einatmen und genauso lang und vollständig wieder ausatmen. Verlängere mit der Zeit auf 7, 8 oder sogar 9 Zähler. Ebenso super zur Einstimmung auf die Geburt: Der Ujjayi Atem, der später bei den Presswehen sogar helfen soll, das Baby langsam Richtung Ausgang zu bugsieren. Diese zwei Atemübungen kannst du die ganze Schwangerschaft hindurch üben. Verzichte unbedingt auf alles, wo du den Atem anhalten musst. 

Wenn du dich täglich ein paar Minuten mit yogischer Geburtsvorbereitung - sei es Atmung, ein schönes Buch, eine Meditation oder drei Minuten Asana - beschäftigst, bist du bestens vorbereitet und kannst mit allem umgehen, was da kommen mag. 

Ich wünsche dir Happy Birthing! 

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