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LuNa im Interview
Bildquelle: Lucia Nirmala Schmidt

LuNa im Interview: Freigeist und Mystikerin

Von Karen Welters

Interview Yogaeasy (YE) mit LuNa (Lucia Nirmala) Schmidt

YE: LuNa, du bist eine sehr erfahrene Yoga-Lehrerin mit Leib und Seele. Was liebst du an deinem Beruf?

LuNa: Als Yoga-Lehrerin und Atemtherapeutin kann ich mich mit Inhalten beschäftigen, die mich persönlich interessieren: dem Menschen, seinen Beziehungen, Musik, Tanz, Poesie, Philosophie, Meditation, Yoga. Dadurch, dass ich seit 20 Jahren ein führendes Ausbildungsinstitut für Yoga in der Schweiz leite, bin ich frei und kann sehr kreativ und auf vielen Ebenen schöpferisch sein – ich lehre nicht nur Yoga, sondern ich produziere auch mit Freunden Musik für Yoga, schreibe Bücher und drehe wunderbare Yoga-Filme, wie z.B. Videos die in Eigenproduktion entstanden wie Spirals & Waves oder die Videos mit Euch:

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YE: LuNa, was würdest du tun, wenn du nicht mehr arbeiten müsstest?

Weil ich eben keinen „Job“ mache und mein „Beruf“ wirklich „Berufung“ ist, ich also einem „inneren Ruf“ folge, weil ich liebe, was ich tue, würde ich wohl genau das gleiche machen wie jetzt, selbst wenn ich nicht müsste! Ich würde allerdings meinen Terminkalender etwas „luftiger“ gestalten und die Verpflichtungen nicht so dicht und vor allem nicht so langfristig planen. So könnte ich spontaner sein und noch mehr meinem Herzen folgen.

YE: LuNa, das wunderbare Kürzel deines Namens, bedeutet „Mond“ auf spanisch und italienisch.  Im Yoga kommt dem Mond eine besondere Bedeutung zu, er steht für die beruhigende, passive Yin Energie in uns. Welche der beiden Energieströme, Yin oder Yang, beschreibt dich als Person und Yogalehrerin besser und warum?

LuNa: Die Mondin (la luna) hat auch noch eine andere Symbolik als nur passiv und Yin. Sie ist das Licht in der Nacht, das Licht, welches die dunkle Nacht erhellt. Der Kürzel „LuNa“ ist irgendwann in den letzten 10 Jahren entstanden aus meinen beiden Vornamen Lucia (die Göttin des Lichtes, die Lichtbringerin) und Nirmala (rein, klar). Das Licht (im Yoga oft Symbol für das Wissen, die Weisheit) kommt in allen drei Namen durch und dies zu leben scheint meine Aufgabe zu sein. Die Essenz der zeitlosen Yoga-Lehren in einer zeitgenössischen, alltagsnahen und für alle in einer verständlichen Sprache weiterzugeben, so dass sie bewusst in den Alltag und ins Leben integriert werden kann, bereitet mir grosse Freude. Zu sehen, dass durch meinen Yoga-Unterricht ein vertrauensvoller Raum entsteht, der es jeder und jedem erlaubt, sich selbst darin zu entfalten, das eigene Verständnis von Yoga, von sich selbst und der sie umgebenden Welt zu vertiefen und dadurch mehr Klarheit, Leichtigkeit und Freude zu erfahren, ist ein Geschenk!

(Zu deiner Frage, ob mich eher die Yin- oder Yang-Qualität besser beschreibt kann ich ganz klar antworten: beides. Ich lebe beides sehr bewusst.)

YE: Du hast dich in deiner Praxis auf ChiYoga und FaszienYoga spezialisiert. Kannst du unseren Lesern bitte kurz erklären, was du unter ChiYoga und FaszienYoga verstehst?

LuNa: ChiYoga ist in der Tradition gegründet und gleichzeitig erfrischend undogmatisch und frei. Ganz im Stil des Vinyasa Yoga verbinden wir dynamisch-fliessende Bewegungen mit Ruhe und einem bewusst gelenkten Atem. Dabei orientieren wir uns an den Jahreszeiten mit den ihnen innewohnenden Themen, um wieder zurück zur Natürlichkeit zu finden, die uns allen nicht nur zugrunde liegt sondern die auch sehr heilsam ist. Die Ausrichtungsprinzipien im ChiYoga erlauben ein in hohem Masse individuelles Einrichten in den Asana. Zudem stehen im ChiYoga der freie Atem und das Aufgehen im Spürsinn im Zentrum der Praxis. Auf dem Faden der Atmung gewoben, getragen von Achtsamkeit und Feingefühl, tauchen wir mit allen Sinnen in den Körper ein und kultivieren eine Aufmerksamkeit, die sich ausdehnt und die aufhört, das, was sich zeigt, zu kommentieren und zu beurteilen. Dies führt ganz allmählich in eine unmittelbare Präsenz, in der sich Gefühle wie Frieden, Freude, Glück, Freiheit, Einssein oder Verbundenheit spontan und natürlich entfalten können.

Im FaszienYoga verwebt sich die Weisheit des Yoga mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Faszienforschung, einem integralen Verständnis von Anatomie, verschiedenen körpertherapeutischen Verfahren sowie langjähriger persönlicher Erfahrung - sowohl der eigenen Bewegung als auch im Unterrichten von Yogapraktizierenden und Begleiten von Yogalehrer/innen. FaszienYoga beinhaltet die von der Faszienforschung empfohlenen Impulse wie schütteln, federn, schwingen, springen, vibrieren, schmelzen, dücken, gegeneinander verschieben u.m., um das dreidimensionale Bindegewebsnetz elastisch zu halten. Gleichzeitig soll die FaszienYoga Praxis es ermöglichen, die inneren Sinne zu öffnen, um das tiefe, innere Anliegen des Yoga erfahrbar zu machen, nämlich Verbundenheit und Einheit zu erfahren. Auf körperlicher Ebene ist es das Bindegewebe, welches alles mit allem verbindet, auf einer feineren, energetischen Ebene ist es der Atem, der uns mit der Umwelt verbindet. Gelingt es, sich mit allen Sinnen auf diese Erfahrung einzulassen, kann sich in dieser Verschmelzung die Erfahrung von Einheit mit der Kraft, die hinter allem steht und alles durchdringt, entfalten.

YE: Frauen leiden ja leider häufiger unter schwachem Bindegewebe als Männer und die Angst vor Cellulite ist groß. Welche Übungen würdest du Frauen empfehlen, um Cellulite vorzubeugen bzw. zu mindern?

LuNa: Cellulite ist zum größten Teil erblich bedingt und es liegt demnach in den Genen, ob in der oberflächlichen Faszie die elastische Spannkraft des Gewebes nachgibt und die Fett- und Wassereinlagerungen dellenförmig sichtbar werden. Möchte frau den Kampf dagegen aufnehmen, muss sie deshalb ständig dran bleiben: sich möglichst basisch ernähren, Ausdauertraining sowie hochintensives Krafttraining mit plyometrischen Komponenten (spezielles Sprung-Training) betreiben. Dabei ist es wichtig, in eine hohe Intensität zu kommen (ggf. Gewichte dafür zu verwenden) und die Kraft explosiv zu entfalten. Dies baut Kollagen auf und bringt eine bessere Spannung ins Gewebe. Kampf bedeutet immer Druck. Die Frage stellt sich, ob frau sich diesen ständigen Stress antun möchte… Eine regelmäßige Yoga-Praxis kann allerdings dabei helfen, mit sich selber wohlwollender umzugehen und das Thema Cellulite etwas gelassener zu sehen. Sie kann helfen, den Blick für das wirklich Wesentliche zu schärfen.


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YE: Wir freuen uns sehr, dass Du dieses Jahr bei unserem YogaEasy Allstars Retreat auf Korfu dabei bist im Oktober. Was dürfen unsere Teilnehmer erwarten?

LuNa: Ich bin ja auch zum ersten Mal dabei und freue mich allen, die mit meinen Yoga-Filmen regelmässig üben, endlich mal persönlich zu begegnen!

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