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Detox-Yoga: Loswerden was uns schadet
Bildquelle: Shutterstock.com

Detox-Yoga: Loswerden, was uns schadet

Von Anna Trökes

Die Belastungen in der heutigen Zeit sind gegenüber denjenigen früherer Zeiten gewachsen. Dies gilt nicht nur im Hinblick auf Schadstoffe, sondern betrifft auch den Lebensstil, der vielen Menschen zu schaffen macht, manchmal ohne dass sie sich darüber klar sind. Umso wichtiger ist es, dafür zu sorgen, dass sich Körper, Seele und Geist regelmäßig regenerieren können.

Schlacken sind ein umstrittenes Thema, da ihr Vorhandensein aus wissenschaftlicher Sicht gern angezweifelt wird. In der Naturheilkunde hat sich das Konzept der Schlacke allerdings durchgesetzt. In der jahrtausendealten indischen Heilkunde des Ayurveda werden Schlacken als „Ama” bezeichnet. Unumstritten ist, dass unser Organismus Belastungen ausgesetzt ist, die im Stoffwechselprozess nicht ordnungsgemäß verwertet und abgebaut werden können. Ob wir diese „Abfallprodukte” nun mit dem Begriff Schlacke beschreiben wollen oder nicht, sei zweitrangig. Es geht um das Konzept belastender Substanzen und darum, dass wir unseren Körper dabei unterstützen müssen, diese abzubauen.


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Alle Stoffwechselendprodukte, die nicht ordnungsgemäß weitergeschleust und ausgeschieden werden, verbleiben demzufolge im Körper. Moderne Forschungen zeigen, dass eines der größten Körperdepots unser Bindegewebe ist. Es filtert, speichert, puffert und erfüllt im Organismus vielfältige Funktionen beim Transport von Nährstoffen, Säuren, Basen und Wasser sowie bei der Versorgung der Zellen mit Sauerstoff und dem Abtransport von Kohlendioxid über die Blutgefäße. Leider sind diese Funktionen unseres Bindegewebes sehr störanfällig. Sie reagieren zum Beispiel außerordentlich sensibel auf eine Verschiebung des Säure-Basen-Haushalts zum Sauren hin, was bei unserem modernen Lebensstil fast unvermeidlich ist. Bei einer Übersäuerung nimmt die Fähigkeit des Bindegewebes ab, Wasser zu binden. Das wiederum beeinträchtigt die Filterfunktion des Bindegewebes, wovon vor allem der Abtransport von Stoffwechselendprodukten von den Zellen betroffen ist. 

Stress – wenn es zu viel wird

Stress ist entgegen der landläufigen Meinung kein modernes Phänomen. Schließlich erzeugt alles, was uns aufregt, ängstigt, herausfordert, aber auch das, was uns intensive Freude bereitet – wie zum Beispiel ein großes Fest –, Stressreaktionen im Körper. Und diese hinterlassen immer Spuren. Was den Stress heute von demjenigen früherer Zeiten unterscheidet, ist die Anzahl und Intensität von Stressoren. So klagen viele Menschen darüber, dass der Stress für sie gar nicht mehr aufhört. Ständiger Zeit- und Leistungsdruck, Multitasking und Reizüberflutung wirken sich genauso wie Schadstoffe, die wir über die Luft und die Nahrung zu uns nehmen, nachteilig auf Körper, Geist und Seele aus. Manchmal können wir dem, was uns unter Druck setzt und schadet, nicht ausweichen. Umso wichtiger ist es, überall dort, wo es möglich ist, frühzeitig gegenzusteuern.

Was Menschen heute alles belastet:

  • Umweltgifte (Feinstaub, Abgase, Pflanzenschutzmittel, Schwermetalle usw.)
  • Schadstoffe in der Nahrung (Konservierungsmittel, Geschmacksverstärker, Antibiotika- und Hormonrückstände in tierischer Nahrung, Pestizidrückstände in pflanzlicher Nahrung usw.)
  • Fast Food, Industrienahrung, Zucker, Weißmehl, zu viel tierisches Eiweiß
  • Nikotin, Alkohol, Medikamente
  • Zeit- und Termindruck
  • Leistungsdruck, Perfektionismus
  • Lärm

Körperliche und seelische Symptome von Stress

Weil uns in der Regel ausreichende Regenerationsphasen fehlen, können wichtige Körpersysteme wie der Säure-Basen-Haushalt oder das vegetative Nervensystem den Ausgleich nicht mehr so herstellen, wie die Natur es eigentlich vorgesehen hat. Ab irgendeinem Punkt macht sich die dauernde Überforderung von Organismus und Psyche bemerkbar, und verschiedene Symptome können auftreten.

Wenn es so weit gekommen ist, weisen uns anhaltendes Unwohlsein, Müdigkeit, Unlust oder Schweregefühl darauf hin, dass wir schleunigst etwas tun müssen, um eine Reinigung, Entgiftung und Entschlackung einzuleiten. Dazu dienen erst einmal alle Maßnahmen, die unsere Ausleitungsfunktionen stärken, wie eine Vertiefung der Ausatmung, die Anregung der Nierentätigkeit und der Verdauung sowie vermehrtes Schwitzen.

All diese Maßnahmen zielen aber nur auf die Symptome ab. Um langfristig etwas dagegen zu unternehmen und die Ursachen zu beseitigen, bedarf es einer grundlegenden Umstellung im Sinne einer aktiven Gesundheitsförderung (Salutogenese). Genau hier setzt seit Jahrhunderten der Yoga an.

Das Anliegen des Yoga ist immer eine gründliche und nachhaltige Reinigung von den Einflüssen, die tief in uns Wurzeln geschlagen haben. Oft so tief, dass wir gar nicht mehr erkennen, was uns da eigentlich beschwert. Das ist auch der Grund, warum im Yoga unser Geist Ausgangs- und Endpunkt eines solchen Klärungsprozesses ist.

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