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Neubeginn: Jetzt oder nie!

Von Kristin Rübesamen

Jedes Jahr zum Jahreswechsel äußert sich die Sehnsucht nach Veränderung in Form von Vorsätzen, als erhöhe sich die Chance auf einen Wechsel, wenn nur genug Menschen sich auf ein Datum für diesen Wechsel einigen. Alles, was alt ist, soll sich ändern. Mit dem Knallen der Champagnerkorken sollen alle gute Absichten auf einmal wahr werden.

Neuer Mann, neuer Job, neue Schuhe? Nein, unsere Neujahrsvorsätze sind nicht so oberflächlich, dahinter steckt die tiefe Sehnsucht nach einer grundlegenden Veränderung: Mehr Zeit, weniger Eile, mehr echte Begegnungen, tiefere Freundschaft, vielleicht sogar die große Sinnfrage neu beantworten. In der Regel lassen sich an unseren Wünschen fürs nächste Jahr die Defizite des vergangenen Jahres ablesen. Während Skeptiker unsere Neujahrsabsichten belächeln und uns vorrechnen, wie schnell wir auch dieses Mal wieder scheitern werden, haben wir Yogis die bessere Methode. Wir sind nicht abhängig vom Jahreswechsel.

Jedes Mal, wenn wir die Matte ausrollen, besteht für uns die Möglichkeit, neu zu beginnen. Die Erfahrung, Widerstände und Probleme in der Asana-Praxis zu erkennen und überwinden, ist eine Erfahrung, die viel mehr löst als physische Blockaden. Das Gefühl, auch bei Schwierigkeiten ruhig und gelassen zu bleiben, erlaubt uns, auch jenseits der Matte Herausforderungen anzunehmen. Weil uns die Gefahr des Scheiterns nicht umwirft. Deshalb üben wir auf einem Bein zu stehen und das andere hinters Ohr zu klemmen. 

In diesem Sinne heißt es für uns Yogis nie „nie“, sondern immer „JETZT“.