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Bildquelle: Istockphoto.com

Ja nicht schlappmachen: Yoga über 40

Von Kristin Rübesamen

Wir wissen, dass ein bisschen Dreck gut ist für unser Immunsystem, dass unsere Widerstandskräfte einschlafen, wenn sie nicht herausgefordert werden, dass ein bisschen Stress, sogenannter positiver Stress, sogar gesund ist. Und doch kann es uns in der Mitte des Lebens manchmal mehr beuteln als uns lieb ist. Schicksalsschläge sind immer hart und kommen in der Regel ohne Vorwarnung, aber in einem bestimmten Alter können sich die Einschläge häufen. Der Tod eines Elternteils, Karriereknick, die Kinder eigensinnig und auf gefährlichen Pfaden, vielleicht eine Scheidung, Menopause oder die Angst vor Altersarmut: Was auch immer es ist, obwohl wir schon ein gefühltes ganzes Leben durchgehalten haben, reagieren wir neuerdings nicht so, wie wir es gerne tun würden. Zu dünnhäutig, zu impulsiv, zu übertrieben, zu ängstlich, irgendwie fehlt uns das Instrumentarium, um all diesen unterschiedlichen Herausforderungen so zu begegnen, wie wir es uns eigentlich vorstellen.

Emotionale Widerstandskraft wie einen Muskel trainieren

Dabei haben nicht mehr ganz junge Frauen eigentlich einen großen Vorteil. Sie wissen, dass sich die Dinge auch wieder ändern, dass entscheidend ist, wie man einer Situation begegnet. Wir können unsere emotionale Belastbarkeit sogar trainieren wie einen Muskel. Während wir im Yoga also genau jene Werkzeuge zur Hand haben, die uns in schweren Zeiten unterstützen und die wir gewissermassen für den Ernstfall üben, können wir auch im Krisenfall direkt üben, unsere Widerstandskräfte zu stärken. Bestimmte Asanas (siehe unten) können uns dabei helfen, durchzuhalten.

Übe stets mit Freude

Selbst wenn du nur eine Viertelstunde hast, übe mit Freude. Wir sprechen hier nicht von aufgesetzter guter Laune, sondern von stiller, leiser Freude an dem, was funktioniert. Und du wirst etwas finden, was funktioniert. Ganz sicher.

Umgib dich nicht mit Leutern, die dich runterziehen

Deine Freundin weist dich stets darauf hin, was alles schiefläuft oder schieflaufen könnte. Geh’ auf Abstand, such’ dir jemanden, der dich darauf aufmerksam macht, was das Leben an Schönem zu bieten hat. Wir denken, Intelligenz zeigt sich dadurch, alles niederzumachen. Das Gegenteil ist der Fall. Niedermachen ist einfach. Dir tut alles weh, dir ist zum Heulen und niemand ist da, um dich aufzubauen? Besser als mit Pessimisten abzuhängen, ist es, sich selbst ein kleines Programm zu verordnen. Mach’ einen Spaziergang, heul dich aus und bitte gönne dir danach eine Runde Yin Yoga.

Meditieren statt ignorieren

Wir lernen, Unangenehmes zu verdrängen. Unsere ganze Kultur ist darauf angelegt, uns dabei zu unterstützen, wie wir uns am besten in die Tasche lügen. Kaufen, essen, im Internet surfen sind alles Techniken, die uns davon ablenken, der Wahrheit ins Gesicht zu schauen. So rückt die Wahrheit immer weiter weg von uns, wird immer unerreichbarer und leichter zu verdrängen. Doch die Verdrängung kostet Energie. Versuch es mal mit dem Gegenteil.

Meditiere für einen bestimmten Zeitraum jeden Morgen und jeden Abend jeweils ein paar Minuten. Führe ein Meditationstagebuch über die Gedanken, die sich immer wieder nach vorne in dein Bewußtsein schieben. Du wirst erstaunt sein, beschämt, irritiert, aber du wirst genau wissen, was dich quält, und entsprechende Schritte treffen können oder aber, wenn das nicht geht, eine Qualität in dir finden, die du bisher nur anderen gegenüber praktiziert hast: Mitgefühl. Es ist nicht einfach, aber das Üben lohnt sich.

Werde stark

Es macht einen Unterschied, ob du schlapp bist oder nicht, wenn dich das Leben hart angeht. Viele Menschen, die ich kennengelernt habe, die in schweren Krisen steckten, ohne das Geringste dafür zu können, haben intuitiv angefangen, sich zu bewegen. Eine Stunde weniger Schlaf, dafür einen Lauf durch den Wald, nicht nur Yoga statt Kino, oder Yoga statt Kochen: Nein, sie brauchten Yoga, um einen Tag bei einem Angehörigen im Krankenhaus durchzustehen, einen schwierigen Anwaltstermin, eine schlimme Nachricht zu ertragen. Es gibt Zeiten, die sind zu hart für Yoga, keine Frage, aber in Situationen, die dich an deine Grenze bringen, hast du, anstatt alles zu tun, um zu vergessen, immer noch die Wahl, dich der Situation zu stellen, und dafür solltest du dich wappnen. Wenn deine Muskeln stark werden, signalisert dein Körper deinem Geist, dass es weitergehen wird, und irgendwann auch wieder bergauf.

4 Asanas für mehr Widerstandskraft

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Bildquelle: Focus on Yoga / Simone Leuschner

 

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