Du verwendest einen veralteteten Browser (Other 0.0) mit Sicherheitsschwachstellen und kannst nicht alle Funktionen dieser Webseite nutzen. Hier erfährst du, wie einfach du deinen Browser aktualisieren kannst.

Erlebe deine Lieblingslehrer beim Allstars Retreat auf Korfu vom 29.09. bis 06.10.2018!  >> Hier mehr erfahren...

Large mag istock 000014457629small
Bild: iStockphoto.com

„Ich kann einfach nicht meditieren!" - oder doch?

Von Madhavi Guemoes

Der Lehrer schaute sie an und erwiderte gelassen: „Oh doch, jeder kann und sollte meditieren. Denn es geht nicht darum, die Gedanken abzustellen und erleuchtet zu werden. Nein, durch Meditation soll Raum entstehen zwischen deinen Gedanken. Frieden. Bei regelmäßiger Meditations-Praxis wirst du geduldiger und baust geistige Gelassenheit auf.“

Die Mutter meiner Freundin war nach diesen Sätzen neugierig. So neugierig, dass sie seitdem keinen Tag ohne Meditation verbrachte, außer vielleicht während ihrer Wehen. Schaut man ihr in die Augen, wird man von ihrer Ausdruckskraft und Klarheit regelrecht geblendet.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um mit Meditieren anzufangen?

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt mit Meditation zu beginnen. Meditation ist ein gutes Werkzeug, uns von den Erwartungen anderer und dem alltäglichen Stress liebevoll zu lösen.

Für wen ist Meditation geeignet?

Jeder kann meditieren lernen. Oder anders ausgedrückt, wieder erlernen. Denn letztendlich waren wir als Kinder meditierende Geschöpfe, konnten uns stundenlang auf etwas einlassen und nichts brachte uns aus der Ruhe. Im Laufe der Zeit verlieren wir leider diese wundervolle Buddha-Natur. 

Warum Meditieren?

Durch Meditation gewinnen wir an Lebensqualität. Meditation erhält unseren Geist frisch und klar. Beginnen wir, eine regelmäßige Meditationspraxis in unseren Alltag einzuladen, werden wir fröhlicher und liebenswerter.

Es ist nicht so einfach, über Meditation zu sprechen. Wir müssen sie erfahren. Meditierende gehen anders mit ihrem Leben um. Das heißt nicht, dass ihnen weniger Missgeschicke und Schicksalsschläge ereilen, sie lernen durch ihre Meditationspraxis jedoch, wie sie mit Gleichmut den Dingen in ihrem Leben begegnen.

Wie können wir Meditieren lernen?

Um mit dem Meditieren zu beginnen brauchen wir zunächst Entschlossenheit. Wir können die verschiedenen Meditationstechniken allein oder in einer Gruppe Gleichgesinnter durchführen und brauchen dazu gar nicht viel. Ein Platz, an dem wir uns energetisch wohl fühlen, eine Sitzunterlage und vielleicht etwas für unser Auge, das unsere Stimmung vor der Praxis ein wenig hebt und signalisiert: dies ist mein Ort der inneren Einkehr. Da kann eine kleine Kerze sein, eine Blume oder ein Bild, das uns inspiriert und geistig erhebt.

Wichtig ist, dass wir nicht zuviel von uns erwarten. In kleinen Schritten tasten wir uns an unser Innerstes heran. Wir beginnen täglich 5 Minuten auf unserem Platz in Stille zu verweilen. Lauschen unserem Atem, erlauben uns nach innen zu schauen. Der Geist ist am Anfang meist recht unwillig und versucht uns gedanklich wegzuziehen. Das darf er auch, denn er ist es noch nicht gewohnt, „einpünktig“ zu werden. Tagtäglich werden wir mit Eindrücken bombardiert, da braucht der Geist erst einmal Zei, um sich neu auszurichten. Es braucht Zeit, eine Meditationspraxis aufzubauen. 

Von Mal zu Mal erhöhen wir die Länge unserer Meditationspraxis. Die beste Tageszeit für die Meditations-Praxis ist morgens, gleich nach dem Aufstehen, wenn der Tag noch nicht wirklich im Gange ist, oder kurz vor dem Schlafengehen. Der eigene Raum der Stille wird jedes Mal interessanter, wir lassen uns mehr auf das Leben ein, bauen Selbstvertrauen auf und nebenbei produzieren wir unheimlich viel Energie. Die lernen wir dann durch die Meditation viel bewußter einzusetzen. Durch Meditation erfahren wir die Welt klarer und sehen die Dinge mehr mit unserem Herzen. 

Meditation verändert das Gehirn

Der berühmte Emotionsforscher und Neuropsychologe, Richard Davidson (University of Wisconsin, Madison), hat  die Gehirne von Mönchen des Dalai Lama untersucht und herausgefunden, dass Meditieren tatsächlich die "Struktur" des Hirns ändern kann. Tätigkeiten, die rein geistiger Natur sind, können also zu Veränderungen der Aktivität des Gehirns als auch der erlebten Gefühle und Gedanken führen.

Wow!