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Bild: iStockphoto.com

Granatapfelsaft oder Champagner: Wir entscheiden

Von Kristin Rübesamen
  1. Weil Granatäpfel toll sind.
  2. Weil ihre Kerne diese einzigartige rote Farbe haben, die das Licht spiegeln wie Rubine.
  3. Weil sie diese hübsche ledrige Haut haben, die wir so gerne anfassen.
  4. Weil ihr Baum seit jeher als Symbol für Schönheit, Reichtum, Reinheit, Kindersegen, Gerechtigkeit, Unsterblichkeit und Macht steht, und wir seit dem Zusammenbruch des Sozialismus neue Symbole brauchen.
  5. Weil, allen Symbolismus mal zur Seite, wir sehr für Hautstraffung zu haben sind, die kein Vermögen kostet und keine Tiere quält.
  6. Weil das alles etwas mit den antioxidativen Eigenschaften der Granatäpfel zu tun haben, was so viel bedeutet, als dass sie freie Radikale binden. Das klingt irgendwie beruhigend und zugleich sexy.
  7. Weil diese Eigenschaften, was wiederum langweilig, aber sehr seriös klingt, auch entzündungshemmend, gefäßschützend und antibakteriell wirken. Im Ernst, wer kann dagegen etwas haben?
  8. Weil wir gerne mal auf Antibiotika verzichten, wenn wir stattdessen die Extrakte des Granatapfelbaums für die Behandlung von Wunden, Durchfall, Hämorrhoiden und Entzündungen im Mund einsetzen können. (Es geht dabei um Alkaloide und Gerbstoffe, die Baumwurzel und Rinde enthalten.)
  9. Weil Granatäpfel den Blutdruck senken (stand immerhin im „Echo der Frau“).
  10. Weil uns gerade noch eingefallen ist, dass freie Radikale aber auch nichts mit Che Guevara oder Andreas Baader zu tun haben, sondern in Zusammenhang gebracht werden mit Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs, Diabetes und Entzündungen im Verdauungstrakt. Sie entstehen durch Umweltgifte, UV-Strahlung, Nikotin, Ozon, Alkohol, also eigentlich andauernd. Hilfe!
  11. Weil ein Granatapfel Polyphenole, die diese freien Radikalen binden, enthält und zwar deutlich mehr als Rotwein oder Traubensaft.

Falls Ihr also an Silvester eine aufgekratzte Runde immer abwechselnd Granatapfelsaft und Rotwein oder Champagner trinken seht: Das sind wir! Kommt und stoßt mit uns an, auf Alkaloide, straffe Haut und unendlichen Reichtum. (Und wer uns verrät, wie man einen Granatapfel anders als nackt in einem gekachelten Raum essen soll, den laden wir auf eine Runde ein...)