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Ein Leben ohne Yoga ist möglich… aber doof

Von Katharina Goßmann

Ich vernachlässige meinen besten Freund (Yoga)

Seit 15 Jahren ist Yoga mein bester Freund. Wenn ich erschöpft bin, schenkt er mir Energie, wenn ich überdreht bin, bringt er mich runter, meinen Körper hält er gesund und stark – er macht mich einfach auf allen Ebenen glücklich. Ich könnte mir keinen besseren Begleiter wünschen und weiß, dass uns in diesem Leben nichts mehr trennen kann.

Allerdings geht unsere Freundschaft gerade durch eine harte Zeit. Seit meiner zweiten Schwangerschaft vernachlässige ich meinen Kumpel Yoga nämlich ziemlich. Irgendwie bleibt aktuell am Ende meiner Tage – nach Arbeit, Kinder bespaßen, Einkaufen, Mails und Anrufen, und dann noch dem bisschen Haushalt – kein Funke Energie mehr für Asanas & Co. übrig. Wenn mein Mann mir vorschlägt, ich könnte doch früher aufstehen und für ein paar Minuten meditieren, lache ich – nicht nur aufgrund meiner akuten Kleinkind-Mama-Übermüdung - laut.

Wer kein Yoga macht, hat die Kontrolle über sein Leben verloren...

...hat irgendein Designer mal so (oder so ähnlich) gesagt.

Lange Zeit lief es trotzdem noch o.k. zwischen Yoga und mir. Wir waren so intensiv verbunden, dass ich nicht ins Yogastudio gehen musste, um körperlich und seelisch auf yogischen Pfaden zu wandeln: Ich fönte meine Haare in Uttanasana, sang meinen Kindern Mantren vor, bei Stress im Berufsverkehr übte ich die Bienenatmung Brahmari und wenn ich merkte, dass meine Stimmung sank, öffnete ich mein Herz mit einer dezenten Rückbeuge.

Netflix statt Meditation, Pizza statt Achtsamkeit

Seit ich aber wieder arbeite, kommt Yoga immer weniger in meinem Leben vor. Und die Folgen sind – ich kann es nicht anders sagen - verheerend: Statt zu meditieren, liege ich vorm Fernseher. Statt Spannungskopfschmerzen mit einer passenden Yoga-Sequenz zu lindern, nehme ich Schmerztabletten. Statt achtsam zu erfühlen, was mein Körper braucht, bestelle ich Pizza. Und an stressigen Tagen bin ich von Nächstenliebe und Karma Yoga weit entfernt – sondern einfach unausstehlich. Die Gesamtstimmung ist entsprechend mies und schwankt zwischen aggressiv und hoffnungslos. Und zu meinem körperlichen Zustand verweigere ich jegliche Aussage...


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Der Vorher/Nachher-Effekt

Kann das wirklich alles damit zu tun haben, dass ich kein Yoga mehr übe? Ja, sage ich - und kann es sogar belegen. Denn jetzt, wo ich mich in diesem erbärmlichen Yoga-losen Zustand befinde, habe ich manchmal Flashbacks von meinem Leben, wie es vor Yoga war. Traurige Tatsache: Was ich jetzt als verheerend empfinde, war damals mein ganz normaler Zustand - geprägt von Stimmungsschwankungen, Pessimismus, Antriebs- und Energielosigkeit, mit regelmäßigen Spannungskopfschmerzen, hängenden Schultern und Rundrücken. Denn erst dank Yoga konnte ich die körperlichen und psychischen Strategien und Methoden entwickeln, die mir helfen, Körper und Geist gesund zu halten, mein inneres Gleichgewicht zu halten, meine Energie zum Fließen zu bringen – und die Schönheit des Lebens im Hier und Jetzt zu genießen.

Drastische Maßnahmen: Ab in den Ashram

Wo ich hier so sitze und über die macht- und wundervolle Wirkung von Yoga nachdenke, keimt in meinem Herzen eine alte Hoffnung auf, ein kleines Fünkchen Motivation schießt durch meinen Kopf, ein Knäuel Energie sammelt sich in meinem Bauch - „Ach was,” höre ich mich plötzlich denken ”- du buchst dich jetzt einfach zwei Wochen im Ashram ein oder fährst auf ein tolles Retreat und dann läuft das wieder!”. Und dann fällt mir auch noch Pattabhi Jois' Spruch ein: "Practice, and everything will follow." (Übersetzt: „Übe, und alles andere wird von selbst kommen.”) 

Deshalb höre ich jetzt auch auf zu schreiben - ich muss mich jetzt kurz mal durch einen Sonnengruß schwingen und dann Urlaub einreichen...

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