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Bild: iStockphoto.com

Drei Gründe, warum Fasten gut ist

Von Kristin Rübesamen

Niemand in der Redaktion wollte diesen Artikel schreiben, also ist er an mir hängen geblieben. Und auch ich bin eigentlich dagegen. Warum?

Weil Fastenkuren die Kehrseite einer konsumfixierten Gesellschaft darstellen, die sich einmal im Jahr alles versagt, um danach wieder genauso hemmungslos weiter zu genießen.

Weil Fastenkuren außerdem als Tarnung für Anorexie und Bulimie dienen, also unter dem Deckmäntelchen „Gesundheit“ Körper und Seele malträtiert werden. (Besonders stark verbreitet in unseren Kreisen, der Yogaszene...)

Weil Fastenkuren zum Programm der Superstreber gehören, das uns Frauen unter das Joch „ You can have it all“ peitscht.

Und trotzdem gibt es drei gute Gründe, zu fasten:

1. Wenn es um Reduktion (nicht des Gewichts), aber der äußeren Einflüsse geht.

Welche äußeren Einflüsse auch immer dominant sind in Eurem Leben, erkennt sie und lasst sie dann für einen bestimmten Zeitraum weg. ( Also Handy aus, Ipod in die Schublade, zu Fuß gehen anstatt Uber zu bestellen, Partys meiden, Termine streichen, Kurzreisen streichen...Erlaubt ist Friseur und Zähneputzen)

2. Wenn Fasten dabei hilft, ein besseres Verständnis einer ungesunden Lebensweise zu fördern.

Etwa zwölf Stunden nach unserer letzten Mahlzeit haben wir alle Glucose in unserem Blut verbraucht, so dass der Körper Glycogen aus Muskeln und Leber nimmt und in Glucose umwandelt, damit wir weiter funktionieren können. Wir befinden uns im Hungerstoffwechsel. Und weil bei diesem Stoffwechsel aus Mangel an Alternativen auch Fett verbrannt wird, in dem, wie es heißt, Umweltgifte gelagert werden, hoffen wir auf eine reinigende Wirkung beim Fasten, sprich: „Detox“.

Einen Effekt hat das Fasten schnell: Dass wir auch ohne dreimal täglich Wurstplatte und rosa Champagner überleben. Während des Fastens kommen wir dafür in den Genuss,  einen anderen Blick darauf zu werfen, was wir normalerweise glauben zu brauchen. Die Antwort auf die Frage, warum wir uns durch Essen etc. ablenken müssen, braucht ein bisschen Zeit.

3. Wenn Fasten als Therapie eingesetzt wird.

Fasten soll helfen gegen Alzheimer, Hautkrankheiten, Diabetes, Athritis, Krebs genauso wie gegen Depression. Unzählige Studien werden hierzu veröffentlicht, interessant ist immer, wer die Studie finanziert und welche „Nahrungsersatzmittel“ dann empfohlen werden. Tatsache ist, dass bei Krankheiten Fastenkuren nur unter ärztlicher Aufsicht gemacht werden dürfen.

Tatsache ist auch, dass Fasten eine kulturelle Errungenschaft ist, die unsere Menschheit schon seit Jahrtausenden pflegt. Fasten ist keine Diät. Es geht dabei in erster Linie um eine spirituelle Erfahrung und darum, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu mobilisieren.

( ...und darum, mit dieser entsetzlich schlechten Laune fertigzuwerden und den dazugehörigen Aggressionen, die sich am Beginn einer Fastenkur einstellen, bevor einem schwindlig wird und man den fallenden Blutzuckerspiegel als erstes Anzeichen von Erleuchtung missversteht)

Hier wollen wir aber nicht vorgreifen, sondern sind neugierig, wie es Euch geht oder ergangen ist.

Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?

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