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Die fünf größten Ängste vor dem Teacher Training
Bildquelle: Shutterstock.com

Die fünf größten Ängste vor dem Teacher Training

Von Kristin Rübesamen

Wer sich für ein Yoga Teacher Training entscheidet, muss erstmal die großen Fragen klären. Warum will ich Yogalehrer werden? Wie finanziere ich die Ausbildung? Wie läßt sich die Ausbildung mit meinem Job vereinbaren? Will ich später überhaupt unterrichten? Und wohin während der Ausbildung mit meinen Kindern, meinem Partner, meinem Hund?

Sind diese Fragen geklärt, sollte eigentlich Ruhe einkehren. Und tatsächlich, es folgt eine schöne Zeit, in der du die gewünschten Lehrbücher kaufst, vielleicht eine neue Matte und dich langsam von deinem „alten“ Leben verabschiedest. Eine Zeit der Vorfreude, der Neugier und Erwartung.

Doch dann, besonders wenn die Ausbildung eine kompakte Ausbildung ist, die du nicht von Zuhause aus machen kannst, sondern an einem anderen Ort, kommt leichte Panik auf. Folgende Fragen wurden uns (ganz diskret) so oft gestellt, dass wir sie hier gesammelt beantworten.

Du hast Angst...

... dass du dich ausziehen musst.

Ist unseres Wissen unüblich und entspringt eher den Vorstellungen des Bürgertums aus den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts über die „indische Yogagymnastik“. Es wurde allerdings berichtet, dass in manchen Ausbildungen Teilnehmerinnen aufgefordert wurden, sich auszuziehen, um aneinander die Wirkung einer kräftigen Bürstenmassage zu testen.

... dass du Sanskrit können musst.

Keine Sorge, du musst weder Latinum, Graecum noch Sanksrit beherrschen, um Yogalehrer zu werden. Es könnte allerdings sein, dass du Spaß am Sanskrit findest und es lernen willst. Stell dir vor, in dieser Sprache tanzen die Buchstaben nicht nur nebeneinander, sondern auch über- und untereinander und du wirst die Einzige sein, die die Fehler in den Tattoos deiner Yogafreunde entziffern kann.

.... dass du Unterarmstand können musst.

Unterarmstand, auch Skorpion genannt, ist eine sehr herausfordernde Haltung, die viele Yogalehrer selbst nicht beherrschen. Auch nicht beherrschen müssen. Wichtiger als Unterarmstand, ist es zu lernen, dass Körperhaltungen im Yoga nicht zentral sind. Sie sind lediglich das, was man sieht, wie die Spitze des Eisbergs. Wichtiger ist, was sich unter der Oberfläche tut. Dein Atem, dein Geist, deine Neugier und dein Mut, dich selbst kennenzulernen.

... dass du keinen Kaffee trinken darfst.

Das kann durchaus, unserer Information nach aber nur selten, passieren. Bleibe pragmatisch und erkundige dich rechtzeitig. Sollte tatsächlich kein Koffein erlaubt sein, nütze die Gelegenheit zu einer kleinen Entziehungskur und entwöhne dein System rechtzeitig. Du solltest deine Ausbildung „clean“ beginnen.

... dass dich die Anderen nicht mögen.

Manche Ausbildungen, besonders solche, die kompakt an einem bestimmten Ort stattfinden, nehmen unweigerlich den Charakter einer Klassenfahrt an - mit entsprechender Besetzungsliste: Es gibt die Prinzessin, die Strategen, den Klassenclown, die Steigbügelhalter und Schleimer, und leider oft auch diejenigen, die bei Partnerübungen immer alleine bleiben, mit denen niemand ins Zimmer will. Ganz einfach, weil die Menschen so sind, und Yogis selbst als Brezel Menschen bleiben.

Du kannst dir einfach nur vornehmen, ohne Erwartungen an die Anderen anzureisen, deine Erwartung an dich selbst aber sollte lauten: Be kind, be kind, be kind.

... dass du Verstopfung bekommst.

Viele Menschen bekommen mit Ortswechsel, in ungewohnter Umgebung und fremden Badezimmern sofort eine Rückmeldung des Darms, der sich beschwert und nachhause will. Dein Darm braucht genauso eine Aufwärmphase wie alle anderen auch. Als Yogi kennst du dich aus: Ernähre dich ballaststoffreich, trinke viel Wasser und nimm’ dir eine Packung Feigen mit für die ersten Tage.

Und zuletzt eine ernste Sorge:

... du hast Angst, in eine Sekte geraten zu sein?

Achte sehr genau darauf, wie du auf das, was dir erzählt wird, reagierst. Du willst zwar offen sein für alles, was passiert, aber registriere - genauso wie Muskelverspannungen und Ähnliches - am Ende des Tages jegliches Unbehagen. Wirst du aufgefordert, in Wohngemeinschaften einzuziehen, obwohl du nicht möchtest? Dein Eigentum aufzugeben? Ehrenamtlich zu arbeiten? Dann suche Rat und Hilfe. Zum Beispiel bei der Leitstelle für Sektenfragen im Land Berlin oder ähnlichen staatlichen Institutionen.

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