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Bild: iStockphoto.com

Diäten sind doof (das weiß jeder)

Von Kristin Rübesamen

Fünf Kilo in zwei Tagen, Abnehmen im Schlaf, Bikinifigur in einer Woche?

Obwohl die Wissenschaft längst erforscht hat, dass radikale Diäten ungesund sind, dass der Großteil der Diäten über lange Zeit hinweg sogar zu Gewichtszunahme führt, ist die Nachfrage nach Wundern auf der Waage größer denn je.

Die Situation ist paradox: Wir kennen die leeren Versprechungen der Diätmittelindustrie, haben auch die fast schon religiöse Sehnsucht nach Size Zero als dumme Selbstoptimierungsstrategie enttarnt, wissen um die Wichtigkeit eines „gesunden Gewichts“, und wollen doch alle, wenn wir ehrlich sind, lieber etwas weniger als etwas mehr wiegen.

Zunahme der Fettleibigen bis 2030 um 80 Prozent befürchtet

Gleichzeitig nimmt die Zahl der sogenannten „Fettleibigen“ zu. Rostocker Demografieforscher stellten, wie kürzlich veröffentlicht, die Prognose, dass ihre Zahl bis zum Jahr 2030 um 80 Prozent steigt, besonders bei den über 50jährigen. Das bedeutet auch ein volkwirtschaftliches Problem, denn Krankheiten wie Diabetes Typ 2 und Herz-Kreislauferkrankungen werden dieser Prognose nach ebenfalls zunehmen.

Dicke Kinder werden dicke Erwachsene.

Genauso viel Sorge machen die Kinder, die zunehmend an der Erwachsenenkrankheit leiden, sich zu wenig bewegen, sich falsch ernähren, zu sozialen Außenseitern werden.

Was tun?

Als Yogis halten wir Bewegung in diesem Zusammenhang für das entscheidende Stichwort. Wer sich nicht regelmäßig bewegt, egal wie alt er ist, muss früher oder später die Konsequenzen im wahrsten Sinne des Wortes tragen. Wie die Amerikaner sagen: „ Move it or loose it.“

Zucker und Fett machen einsam.

Wir wissen aber auch, wie sich der Ratschlag „mach doch Yoga “ anhören muss, wenn man nicht mal die Treppe nach oben kommt. Wenn man sich nicht in ein Yogastudio traut, weil man Probleme hat, sich auf dem Boden zu setzen, wenn man keine Sportklamotten findet, die passen, wenn man sich schämt, weil man schwitzt, keine Kraft hat, keinen Mut.

Beweglichkeit beginnt im Kopf.

Wir empfehlen übergewichtigen Menschen jeden Alters dennoch, diese Hürde zu nehmen, kleine Schritte zu machen, sich nicht unterkriegen zu lassen und nicht zu vergessen: Jeder Schritt ist ein Fortschritt. Wir wollen keine Welt, in der alle gleich aussehen und sich alle demselben Schönheitsdiktat unterwerfen.

"Jeder, der atmen kann, kann Yoga üben."

Sagt Krishnamacharya, der das moderne Yoga Anfang des 20.Jahrhunderts erfunden hat. Wem, um diesen Prozess anzustoßen, ein Diätmittel hilft, soll sich diese Unterstützung nehmen. Stetige Bewegung und eine grundlegend andere Einstellung zur Ernährung wird es nicht ersetzen. Aber vielleicht macht es Spaß, sich morgens einen Shake zu rühren und sich so zu motivieren, ein paar Runden zu drehen oder die Musik auf- und ein bisschen durchzudrehen. Wir drücken alle Übergewichtigen ans Herz und wollen Euch bald auf der Matte sehen.

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