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Large yogaferien

Yoga-Events: Workshops, Retreats, Ferien

Von Katharina Goßmann

Einmal mit dem Yoga-Virus infiziert, will man schnell mehr als zwei Mal pro Woche „Power Yoga“ im Fitness-Center um die Ecke. Glücklicherweise ist Yoga mittlerweile so populär, dass Fans aus einer unglaublichen Fülle an Angeboten schöpfen können. Von Workshops bei knackigen VIP-Lehrern aus L.A. bis zu Schweigewochen im indischen Ashram ist alles dabei. Aber je größer die Auswahl, desto schwieriger wird es, Passendes zu finden. Hier unsere Tipps zur Orientierung im luxuriösen Labyrinth der Yoga-Workshops, -Retreats und -Ferien.

Yoga-Workshops: Vertiefende Stunden mit Thema

So gut wie jedes Yoga-Studio bietet regelmäßig Workshops an. Einsteiger-Workshops etwa erklären die Grundlagen des Yoga inklusive ausführlicher Einführungen in die Grundhaltungen und Atemtechniken, eventuell auch Meditation, Ernährung und Philosophie. Die Preise für dreistündige Kurse bewegen sich um die 30 Euro.
Üblich sind in diesem Rahmen die Materie vertiefende Workshops zu Einzelthemen, z. B. „Yoga gegen Stress“, „Hüftöffner“, „Yoga für den Rücken“ oder „Hormon-Yoga“. Je nach Ausrichtung bieten Studios auch Kurse mit spirituellem oder psychologischem Schwerpunkt an, bei denen weniger die Asanas als vielmehr die philosophischen Aspekte des Yoga im Vordergrund stehen.
Workshops bei internationalen Lehrern können bis zu 60 Euro und mehr kosten, je nach Länge und Bekanntheit des Lehrers. Interessante Workshops bieten neben vielen anderen „Power Yoga Germany“ in Hamburg, „Spirit Yoga“ in Berlin und „Lord Vishnus Couch“ in Köln an. Aus praktischen Gründen bieten weit gereiste Lehrer häufig mehrere Workshops im Laufe eines oder mehrerer Tage an – manchmal mit thematischem Bogen, manchmal einzeln buchbar. Die Workshops sind dabei so vielseitig wie die Lehrer und deren Schwerpunkte. PowerYoga-“Erfinder” Bryan Kest gibt ausschließlich verbale Anweisungen, Geeta Iyengar dagegen auch mal leichte Schläge auf nicht korrekt ausgerichtete Körperteile. Und während Shiva Rea afrikanischen Tanz in ihren Unterricht integriert, beschallen Sharon Gannon und David Life die Schüler mit Punkmusik.
Um sich ein Bild vom Stil eines Lehrers zu machen, sollten sich interessierte Yogis also nicht nur bei den Veranstaltern informieren, sondern auch die Websites der Lehrer besuchen und Zeitungsartikel oder Erfahrungsberichte in Community-Foren wie yogafriends.de lesen.


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Yoga-Retreats: Intensive Auszeiten im geschützten Raum

Ein Retreat ist genau das, was der Name sagt: ein Rückzug aus dem Alltag – um sich intensiv auch der spirituellen Yoga-Praxis zu widmen. Daher finden die meisten Retreats in einem „geschützten Raum“ statt. Ob es sich im konkreten Fall um einen Ashram in Rishikesh, ein Kloster oder um den Bauernhof einer alternativen Lebensgemeinschaft handelt – die Wahrscheinlichkeit, dass es dort weder Fernseher noch Wlan gibt, ist hoch. Auch Zigaretten und Alkohol sind in aller Regel unerwünscht. Geschlafen, gegessen, intensiv Yoga praktiziert und meditiert wird zu vorgegebenen Zeiten. Die konsequente Teilnahme wird zumeist vorausgesetzt.
Die Grundfrage bei der Entscheidung für oder gegen ein Yoga-Retreat lautet: Kann und will ich mich mit mir selbst konfrontieren? Ohne die alltäglichen Ablenkungen? Ohne die kleinen und großen Abhängigkeiten? Und will ich mit den meist schlichten Einrichtungen und dem Gemeinschaftsdienst (Karma Yoga) leben – vor allem im Urlaub?
Denn ein Retreat ist nicht Urlaub im klassischen Sinne. Es gibt Regeln, es gibt ein Ziel, die Zeit ist fest verplant – kurz: ein Retreat bedeutet Arbeit an sich selbst. Es kann immens bereichernd sein, sich darauf einzulassen. Der Gesundheit ist ein Alkohol-, Nikotin- und Fleisch-freies Retreat garantiert deutlich zuträglicher als Strandurlaub samt Sonnenbrand und abendlichem Cocktail-Exzess. Wer allerdings entgiften, Gewicht verlieren oder seine Rückenschmerzen loswerden will, ist hier falsch. Der Fokus eines Retreats liegt trotz intensiver Yoga-Praxis eindeutig auf der inneren Entwicklung. Die Konzentration auf die spirituelle Praxis und der Bruch mit Gewohnheiten eröffnen neue Perspektiven auf das eigene Leben und bringen Bewegung in eingefahrene Muster.
Allerdings können Ängste und andere unangenehme Emotionen freigesetzt werden, wenn die Bereitschaft fehlt, sich von stabilisierenden Ritualen zu lösen und einen neuen Blick auf sich selbst zu wagen. Auch wenn solche instabilen Phasen bei Retreats nicht ungewöhnlich sind und meist vom Kursleiter aufgefangen werden, können sie auch zur frühzeitigen Abreise führen. Vor einer Anmeldung zu Retreats etwa beim Yoga Vidya-Seminarhaus in Bad Meinberg oder dem bekannten Parmarth Niketan-Ashram in Rishikesh sollten Yogis sich gründlich informieren und fragen, inwieweit sie wirklich bereit sind, sich auf diese spirituelle, emotional und körperlich fordernde Reise einzulassen.

Yoga-Ferien: Alle Leichtigkeit des Hier und Jetzt

Yoga-Ferien sind im Regelfall – Ferien mit Yoga. Und damit fast so individuell wie andere Ferienangebote. Viele (internationale) Lehrer bieten auf ihren Websites quer durchs Jahr eigene Programme an, die Ziele sind also attraktiv und abwechslungsreich. Wer entgiften möchte, checkt ins The Life Co im türkischen Bodrum ein, für VIP-Appeal und Exklusivität empfiehlt sich die karibische Insel Parrot Cay, und deutsche Bio-Bauernhöfe bieten immer öfter nicht nur günstigen Familienurlaub an, sondern auch zwei Mal täglich Hatha-Yoga. Wer kein Englisch kann, findet bei Aframe in Andalusien deutschsprachigen Yogaurlaub von Ashtanga bis Iyengar – und kann auch gleich noch surfen lernen. Risiko-Scheuen empfiehlt sich eine Yoga-Reise mit dem Lieblingslehrer aus der Heimat samt bekannter Schülertruppe – frequentierte Ziele sind die spanische, italienische portugiesische und neuerdings kroatische Küste. Da stört sich dann auch niemand an den zwei Gläsern Wein beim abendlichen Restaurant-Besuch.
Genau so gut können Yoga-Fans ihren Urlaub selbst zusammenstellen. Wer etwa in Mysore ein billiges Hostel bucht, kann im Laufe des Urlaubs die Yoga-Schulen der Umgebung erforschen. Damit ist er nicht festgelegt auf einen im Regelfall unbekannten und vom Hotel gebuchten Lehrer, kommt manchmal sogar billiger weg und lernt mehr über die verschiedenen Yoga-Stile der Gegend. Weniger kostengünstig, aber dafür sehr individuell gestaltbar ist eine Reise in die USA – nach Indien DIE Yoga-Nation – samt Intensiv-Workshop bei einem der vielen bekannten amerikanischen Yoga-Lehrer-Stars. Warum nicht bei Seane Corn in New York bei einem einwöchigen „Yoga, Purpose & Action Intensive“ vergrabene Talente und Leidenschaften erforschen und so die eigene Bestimmung finden? Das ist allemal sinnvoller, als im Urlaub nahtlose Bräune anzustreben …

Eines gilt für jeden Trip ins weite Yoga-Land: Wie bekannt der Workshop-Lehrer international ist, ob ein Retreat zur spirituellen Erleuchtung führt oder Julia Roberts auch schon mal Kopfstand auf den Bahamas gemacht hat, ist alles völlig egal. Yoga will uns einfach das geben, was wir wirklich brauchen. Wer auf seine Intuition hört, wird in dem riesigen Angebot genau das finden, was ihn glücklich macht. Und wenn das eine Woche Heilfasten und Yoga mit Franz im Haus Werdenfels in der Oberpfalz ist, fällt dieses Jahr eben der Dia-Vortrag für die Nachbarn mit exotischen Foto-Motiven aus weit entfernten Ländern aus.